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Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH: Schüler blicken hinter die Kulissen des Krankenhauses

Pressemeldung vom 27. April 2015, 11:45 Uhr

KREISKRANKENHAUS BERGSTRASSE: „Girls‘ und Boys‘ Day“ eröffnet interessante Perspektiven // Lohnender Einsatz für den Nachwuchs

KREIS BERGSTRASSE | April 2015 | „Wir sind fast durchs ganze Haus gegangen“, zufrieden und ein bisschen stolz erzählen junge Teilnehmer am „Girls‘ und Boys‘ Day“ was sie in den Stunden zuvor erlebt haben. Die Schülerinnen und Schüler haben Ärzten, Pflegenden und anderen Mitarbeitern des Kreiskrankenhauses Bergstraße bei der Arbeit über die Schultern geschaut. Und sie haben an verschiedenen Stellen kräftig mitgeholfen, zum Beispiel jene, die mit der Pflege unterwegs waren: Essen verteilen, Patientenbetten schieben, manches gab es für sie zu tun wenn sie wollten.

Der „Girls‘ und Boys‘ Day“ gibt Kindern Einblick in die Arbeit von Unternehmen, Behörden und Institutionen. Er hilft, ein realistisches Bild von verschiedenen Berufen zu bekommen. Vielleicht kristallisiert sich so bei dem einen oder anderen der Traumjob heraus. Vielleicht werden aber auch Illusionen genommen weil die Realität anders ist als die Vorstellung. Letzteres beugt späterer Enttäuschung vor.

Seit mehreren Jahren beteiligt sich das Kreiskrankenhaus in Heppenheim an dem bundesweiten Projekt. In diesem Jahr waren 13 Schülerinnen und Schüler der Klassen sechs, sieben und acht aus dem Heppenheimer Starkenburg-Gymnasium, der Bensheimer Liebfrauenschule und der Gernsheimer Johannes-Gutenberg-Schule Gäste im Haus. Organisiert hatte den Tag Ute Stadtmüller, am Kreiskrankenhaus verantwortet sie die innerbetriebliche Fortbildung. In lockerer Runde gab sie einen ersten Einblick in die Arbeit des Krankenhauses, in dem jährlich weit mehr als 15.000 Patienten stationär behandelt werden. Knapp 600 Mitarbeiter sind in dem Haus beschäftigt, neben Ärzten und Pflegenden gibt es viele weitere Berufsgruppen. Wer von den Schülern interessiert unterwegs war, konnte manchen aus diesen Reihen sehen. Der Küchenchef, bestens zu erkennen an der Kochmütze, ist an diesem Tag in den Gängen anzutreffen gewesen. Techniker waren an verschiedenen Stellen beschäftigt. Auch stand die eine oder andere Bürotür offen.

Wie viele Ärzte arbeiten am Kreiskrankenhaus? Ute Stadtmüller nannte die Zahl: rund 100. Auch erklärte sie Fachbegriffe, zum Beispiel Endoskopie oder Laparoskopie. Schon zum Auftakt des Tages bekamen die Kinder so vieles altersgerecht aufbereitet und erklärt. Anschließend machten sie sich auf den Weg in verschiedene Abteilungen. Die einen schauten den Mitarbeitern im Labor über die Schultern, andere waren in der Röntgenabteilung, wieder andere auf einer Station oder in der Stroke Unit, jenem Bereich, in dem Schlaganfallpatienten betreut werden. Und einige bekamen Einblick in die Arbeit in den OPs oder auch in der Ambulanz.

Je nach persönlichem Interesse hatten die Schüler die Bereiche gewählt in denen sie einige Stunden verbringen wollten. Bereut hat es keiner. In der Abschlussrunde berichteten sie vom Gesehenen und Erlebten, von Blutzuckertests, vom EKG und vom Blick in ein Mikroskop, das ihnen ein ungewohntes Bild vom menschlichen Blut nahebrachte. Spannend auch die Röntgenaufnahme eines Schlüsselmäppchens, bei der zwar die Schlüssel zu sehen waren aber nicht das Mäppchen.

„Es war gut“, lautet die Bilanz der Schüler nach dem „Girls‘ und Boys‘ Day“ am Kreiskrankenhaus. Der eine oder andere von ihnen kann sich durchaus vorstellen, eines Tages in einem Krankenhaus zu arbeiten. Eben das, resümiert Ute Stadtmüller, sind die Ziele der Teilnahme des Hauses an dem Tag: Den Kindern Angst und Scheu vor einem Krankenhaus zu nehmen und zugleich das Gesundheitswesen als interessantes Betätigungsfeld mit einer enormen Vielfalt an Berufen vorzustellen. Das Engagement am „Girls‘ und Boys‘ Day“ sei nicht zuletzt mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel, der in vielen Branchen absehbar ist, sinnvoll. Werben um Nachwuchs ist angebracht. Zugleich betont Ute Stadtmüller, dass Veranstaltungen wie nun erlebt von vielen getragen werden. „Ohne die Kollegen in den verschiedenen Bereichen geht es nicht“, sagt sie und zeigt sich erfreut über die Unterstützung aus dem Kollegenkreis. Schließlich ist auch das gelebte Miteinander Zeichen eines gut funktionierenden Unternehmens – oder wie in diesem Fall Krankenhauses.

Quelle: Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH

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