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Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH: Viel in Bewegung, oft stark belastet

Pressemeldung vom 23. August 2016, 14:04 Uhr

Das menschliche Knie muss über die Jahre von der Kindheit und Jugend bis ins Alter einiges verkraften. Verschleiß bleibt da nicht aus. Eine der Folgen ist die Arthrose, eine Abnutzung der Knorpelschicht im Gelenk. Die Zahl der Betroffenen steigt. Auch die Orthopäden am Bergsträßer Kreiskrankenhaus in Heppenheim sehen diese Entwicklung. Beim ersten Patientenforum der Orthopädie und Unfallchirurgie des Hauses nach der Sommerpause geht es am 26. August (Freitag) um das Thema „Fortgeschrittene Arthrose des Kniegelenks“. Mit dem Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, PD Dr. Peter Arnold, spricht ein ausgewiesener Experte zum Thema. Der orthopädische Chirurg hat die Arthrosebehandlung zu einer der Spezialitäten seiner Fachabteilung am Kreiskrankenhaus gemacht. Beim Forum richtet er den Fokus auf die Planung der Therapie in Abhängigkeit vom Alter des Patienten. Beginn der Veranstaltung in der Cafeteria des Krankenhauses (Viernheimer Straße 2) ist um 14.30 Uhr, Ende gegen 16 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei. Im Anschluss an einen Vortrag lädt Dr. Arnold zum Dialog und beantwortet Fragen der Zuhörer. Die Arthrose ist weitverbreitet. Mit zunehmender Zahl älterer Menschen steigt die Zahl der Patienten. Obwohl der Knorpelverschleiß als typische Alterserscheinung gilt, muss das Alter nicht zwangsläufig der Auslöser der Krankheit sein. Die Medizin weiß inzwischen auch um andere Ursachen. Unter anderem können Beinfehlstellungen, genetische Ursachen, Übergewicht oder die Folgen von Verletzungen die Erkrankung gleichfalls begünstigen. Der starke Verschleiß der Knorpelschicht fördert Entzündungen und Wassereinlagerungen im Gelenk. Die Folge sind vermehrt starke Schmerzen und eine Einschränkung der Mobilität. Lange Zeit war medizinische Hilfe nur sehr begrenzt möglich. Medikamente konnten bestenfalls Schmerzen lindern, mit zunehmend eingeschränkter Beweglichkeit mussten sich die Patienten dagegen arrangieren. Heute gibt es dank der rasanten Entwicklung in der Medizin individuelle Therapiemöglichkeiten. Im Anfangsstadium greifen auch hier Medikamente. Zudem kann Physiotherapie dazu beitragen, das Voranschreiten der Krankheit deutlich zu verlangsamen. Greifen konservative Methoden nicht oder ist der Verschleiß zum Zeitpunkt der Diagnose schon zu weit vorangeschritten, ist eine Operation notwendig, um dem Patienten gewohnte Lebensqualität zurückzugeben. Das geschädigte Gelenk wird dabei gegen ein künstliches Gelenk ausgetauscht. Das Patientenforum gibt Einblick in die am Kreiskrankenhaus praktizierten OP-Techniken und in die Entwicklung der so genannten Endoprothetik. Dank hochentwickelter Materialen sind Implantate heutzutage ebenso belastbar wie natürliche Gelenke. Das Einsetzen gilt als Routineeingriff. Aber auch komplexe Operationen werden von den Operateuren um Dr. Arnold vorgenommen. Beim Einbringen des Gelenks bedienen sich die Spezialisten der computergestützten Navigation. Das Verfahren, das bislang nur an wenigen Kliniken in Deutschland angewandt wird, ermöglicht das auf den Bruchteil eines Millimeters genaue Einpassen des Knies. Auch werden am Bergsträßer Kreiskrankenhaus spezielle Frauenknie eingesetzt, um der Anatomie weiblicher Gelenke gerecht zu werden. Beim Patientenforum wird dies gleichfalls Thema sein. Neben Arthrosepatienten sind alle anderen am Thema und an moderner Medizin Interessierte zu der Veranstaltung willkommen.

Das Kreiskrankenhaus im Internet: www.kkh-bergstrasse.de

Quelle: Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH

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