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Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH: Wie Brüche bei älteren Menschen bestmöglich behandelt werden können

Pressemeldung vom 8. Juni 2015, 16:35 Uhr

PATIENTENFORUM ORTHOPÄDIE AM KREISKRANKENHAUS BERGSTRASSE MIT FOKUS AUF SCHULTER- UND SCHENKELHALSBRÜCHEN // OBERARZT DR. MATTHIAS LEINER STELLT AM 12. JUNI (FREITAG) KONSERVATIVE UND OPERATIVE THERAPIEANSÄTZE VOR

KREIS BERGSTRASSE | JUNI 2015 |Die Reihe der Patientenforen der Orthopädie und Unfallchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim hat sich zu einem viel gefragten Veranstaltungsangebot entwickelt. In diesem Monat wird die Reihe fortgesetzt. Thema ist die Behandlung von Brüchen bei älteren Menschen. Die zentrale Frage dabei: Wann ist eine konservative Behandlung sinnvoll, wann ein operativer Eingriff notwendig? Veranstaltungstermin ist der 12. Juni (Freitag), Beginn 14.30 Uhr, Ende gegen 16 Uhr, Ort die Cafeteria des Kreiskrankenhauses. Referent wird Dr. Matthias Leiner, Oberarzt in der Fachabteilung Orthopädie und Unfallchirurgie, sein. Der Eintritt ist kostenfrei.

Dr. Leiner gibt mit dem Forum einen Einblick in die moderne orthopädische Unfallchirurgie, der am Kreiskrankenhaus als Notfallstand-ort besondere Bedeutung für die gesamte Region zukommt. Ein Expertenteam um Chefarzt PD Dr. Peter Arnold, Sektionsleiter Dr. Josef Rossmann und Dr. Leiner versorgt jährlich rund 1.300 Menschen operativ, die bei Unfällen, oft im Straßenverkehr, oft aber auch in Haus und Garten, verletzt wurden. Nicht selten werden dabei vor allem bei älteren Patienten Brüche im Schultergelenk diagnostiziert. Bei guter Konstitution des Patienten reicht in vielen Fällen eine konservative Behandlung, um die gewünschten Heilungserfolge zu erzielen. Will heißen, die Schulter wird ruhiggestellt, um einen optimalen Heilungsprozess zu ermöglichen. Im Anschluss wird die Therapie mit gezielter Krankengymnastik fortgesetzt, damit die Beweglichkeit der Schulter wieder hergestellt werden kann. Ist eine Operation notwendig, lässt sich der Bruch mit einer Platte und Schrauben stabilisieren, sodass der Knochen gesunden kann. Ein Eingriff, der von orthopädischen Unfallchirurgen vor allem bei vergleichsweise jüngeren Menschen bevorzugt wird. Bei älteren Patienten kann es, wenn der operative Eingriff unabdingbar ist, sinnvoll sein, bei einer Schulterfraktur das geschädigte Gelenk durch ein Implantat zu ersetzen. Gleichfalls Thema beim Forum: Schenkelhalsbrüche. Eine Verletzung, die ebenfalls nicht selten Folge eines Sturzes ist und die besonders oft bei älteren Menschen diagnostiziert wird. Auch hier gibt es die Möglichkeit der konservativen Behandlung. Also ruhigstellen. Ist eine Operation aus Sicht der Ärzte geboten wird, wenn möglich, mit einer so genannten dynamischen Hüftschraube der geschädigte Knochen stabilisiert, entlastet und so das Zusammenwachsen der Fraktur gefördert. Gänzlich ausgeschlossen ist eine konservative Behandlung bei einer so genannten pertrochantären Femurfraktur, eine spezielle Form der Verletzung des Oberschenkelknochens. Hier ist das Einbringen einer Hüftschraube oder eines Nagels eine Option der Behandlung. Vor allem bei Patienten unter 65 Jahre ist oberstes Ziel der Mediziner das Gelenk zu erhalten. Bei älteren Patienten ist es dagegen oft sinnvoller, eine Prothese oder eine Teilprothese einzusetzen, um die Mobilität zurückzugeben. Operiert wird zumeist minimal-invasiv, die Belastung für den Patienten ist so deutlich geringer als bei einem offenen Eingriff, die Heilung verläuft entsprechend schneller.

Das Patientenforum zeigt auf, wie unterschiedlich die medizinischen Ansätze der Unfallchirurgie in Abhängigkeit von der Verletzung und dem Patienten sein können. Zugleich bietet Dr.Leiner den Veranstaltungsbesuchern die Möglichkeit zum Dialog und beantwortet Fragen.

Quelle: Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH

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