Energiewechsel

Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH: Wieder gesund unterwegs

Pressemeldung vom 2. Februar 2015, 10:03 Uhr

PATIENTENFORUM ORTHOPÄDIE AM KREISKRANKENHAUS BERGSTRASSE RICHTET BLICK AUF DIE HÜFTENDOPROTHETIK // BEI STARKER ARTHROSE KANN EIN KÜNSTLICHES GELENK SCHMERZFREIHEIT UND BEWEGLICHKEIT ZURÜCKGEBEN

KREIS BERGSTRASSE | Januar 2015 | Es sind interessante Einblicke in die Medizin und deren Möglichkeiten, aber auch in die Arbeit im OP, die das Kreiskrankenhaus Bergstraße mit seinen Patientenforen gibt. Zugleich sind die Veranstaltungen in Heppenheim eine Einladung an alle Interessierten zum Dialog mit Ärzten. Der Zuspruch den die Reihe erlebt ist groß, so auch dieser Tage bei der Auftaktveranstaltung 2015 der Orthopädie. Thema war die Hüften-doprothetik. Bei starker Arthrose, einem Verschleiß der Knorpelschicht in Gelenken, kann die operative Medizin mit einem Implantat Menschen ein schmerzfreies Leben und verlorengegangene Mobilität zurückzugeben.

Die Möglichkeiten der Operateure haben in den vergangenen Jahren neue Standards erreicht. Die Weiterentwicklung der Operationsmethoden und der Prothesen tragen dazu bei. Das gilt auch für die Behandlung der Hüftarthrose. Beim Patientenforum wurde dies immer wieder deutlich, es war eine Zeitreise und Standortbestimmung zugleich. Hochbelastbare Materialien, zumeist Metalle, oft in Kombination, Kunststoffe oder Keramik, ermöglichen inzwischen eine extreme Belastbarkeit der künstlichen Gelenke und uneingeschränkte Funktionalität. Auch ist die Formgebung optimiert und eine individuelle Anpassung an die Anatomie des Patienten möglich. Dennoch hält PD Dr. Peter Arnold daran fest, dass eine Operation erst dann Thema sein sollte, wenn konservative Behandlungen mit Physiotherapie und Medikamenten nicht mehr wirkungsvoll anschlagen, wenn Schmerzen zu stark werden und die Beweglichkeit zu massiv eingeschränkt ist.

Der Chefarzt der Orthopädie hat die Hüftendoprothetik zu einer der Spezialitäten am Kreiskrankenhaus gemacht und um sich ein Expertenteam aufgebaut, das Patienten aus allen Teilen des Kreisgebiets und angrenzenden Regionen behandelt. Dr. Arnold weiß sehr genau welchen Strapazen die Gelenke in der Hüfte eines Menschen ausge-setzt sind. Beim Patientenforum nannte er Zahlen, die manchen Zu-hörer staunen ließen: Zwei bis drei Millionen Mal wird das Gelenk im Laufe eines Jahres bewegt, oft muss es die drei- bis zehnfachen Be-lastung des Körpergewichts aushalten. Das gilt für natürliche Gelen-ke wie für künstliche. Unter normalen Bedingungen kann eine Hüftendoprothese heutzutage 20 Jahre und länger fest sitzen. Unterschiedliche Methoden der Verankerung im Knochen, mit und ohne Zement, geben dem Implantat Halt. Die Dauerbelastung über Jahre hinweg aber auch der menschliche Alterungsprozess und die damit einhergehende Veränderung der Knochenstruktur fordern allerdings irgendwann ihren Tribut und ein Austausch des Implantats ist unabwendbar.

Die Operation zum Einsetzen eines künstlichen Gelenks oder auch zum Austausch gilt als weitgehend unkompliziert, Dr. Arnold spricht von einer „mittelgroßen Standardoperation“. Die Zeit des Klinikauf-enthalts betrage im Durchschnitt zehn bis zwölf Tage. Einen kürze-ren Aufenthalt sieht der Chefarzt als kritisch an, der Grund: Vor der Entlassung zur Rehabilitation muss die Operationswunde ausreichend heilen und trocknen. Im Anschluss an die Reha emp-fiehlt sich in vielen Fällen Krankengymnastik.

Diagnostiziert wird die Hüftarthrose zumeist bei älteren Menschen. Ein ungewöhnlich starker Verlust der Knorpelschicht im Gesamten oder in Teilen eines Gelenks kann aber auch in Einzelfällen in jungen Jahren auftreten. Begünstigt wird die Arthrose durch genetische Veranlagung, einen Unfall, Übergewicht, Rheuma oder die Fehlstellung der Beine. Grundsätzlich kann jeder Mensch betroffen sein. „Die Arthrose selbst ist nicht schmerzhaft“, erklärte Dr. Arnold. Vielmehr sind es in Folge auftretende Entzündungen, die den zunehmenden Schmerz hervorrufen. Schwellungen und Ergüsse schränken zudem die Beweglichkeit des Patienten ein. Auch wird das Gelenk zusehends instabil.

Quelle: Kreiskrankenhaus Bergstraße GmbH

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis