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Kriftel: Auch „politische“ Enten schwammen mitc

Pressemeldung vom 23. September 2009, 10:36 Uhr

Kriftel. Die bevorstehende Bundestagswahl hat auch einige Teilnehmer des „Entenrennens“ auf dem Schwarzbach am vergangenen Sonntag zu kreativen Gestaltungen um die Themen Steuern oder Verschuldung inspiriert. Die kommunale Politik schlug mit einer „Igel“-Ente („Hände weg von Kriftel“) zum Dauerthema B 519 durch. Das zeigte, dass nicht nur Kinder, sondern auch erneut viele Eltern die Anregung des Lions-Clubs gerne aufgegriffen haben, die kleinen gelben Plastikentchen mit Phantasie zu dekorieren.

Philipps Ente war als erste im Ziel
Etwa 250 Enten sind beim diesjährigen „Rennen“ der „Lions“ pünktlich am Mittag nach dem Startschuss von Bürgermeister Christian Seitz an der Schwarzbachbrücke in Hofheim losgeschickt worden, um von dort in Richtung Kriftel zu schwimmen. Nach etwa 90 Minuten erreichte die Ente von Philipp Esser als erste das Ziel im Krifteler Freizeitpark, im Bereich der Schwarzbachhallen. Die zweitschnellste Ente gehörte Mia Brunn, die dritte Jakob Hesse. Während nach und nach das „Hauptfeld“ eintrudelte, unterhielt der Chor der Weingartenschule die Besucher mit fröhlichen Klängen.

„Lady Duck“ – die „Schönste im Land“
Carsten Harder, Präsident des Lions-Clubs Hattersheim-Kriftel, holte die ersten Enten eigenhändig aus dem Wasser und nahm später im Park mit weiteren Clubmitgliedern und Bürgermeister Seitz die Ehrung der Sieger vor. Dabei wurden wie gewohnt auch die nach Ansicht einer Jury „schönste“ Ente ausgezeichnet (die perlengeschmückte und mit einem Krönchen versehene „Lady Duck“) und das originellste Exemplar – die Ente war als Iglu gestaltet, davor stand ein Mini-Eskimo mit einem Speer, um Fische aus dem Schwarzbach zu fangen.

„Zementine“ konnte nicht schwimmen
Einen Sonderpreis erhielt der Schöpfer von „Zementine“, der seine Ente mit einem Sockel aus Zement ausgestattet und damit natürlich auch schwimmuntauglich gemacht hatte. Eine kleine Belohnung gab es schließlich für alle Kinder, die an diesem Rennen teilgenommen hatten. Erstmals vergab der Club noch einen „Trostpreis“ für den Besitzer des Entchens, das als letztes im Ziel eintrudelte.

Erlös für gemeinnützige Zwecke
Das lustige Entenrennen auf dem Schwarzbach geht auf die Initiative des früheren Präsidenten des Lions-Clubs Hattersheim-Kriftel und ehemaligen Kriftelers Detlev Kantelberg zurück. Der hatte vor drei Jahren den Anstoß zu dem spaßigen Wettbewerb gegeben. Seitdem ist es ein beliebter Event im Krifteler Veranstaltungskalender, auch wenn die Beteiligung in diesem Jahr nicht ganz so hoch war wie bei den ersten Rennen. Doch immerhin ca. 450 Euro hat der Club nun dabei eingenommen (dabei ist auch den „Verkaufsstellen“ – Kindergärten, Hort und Schreibwaren Maurer – zu danken, in denen die Enten zum Erwerb angeboten worden waren). Der Erlös ist für gemeinnützige Zwecke bestimmt.

Jugendfeuerwehr war wieder aktiv
Nach Auskunft von Club-Pressesprecher Dr. Ludwig Böhm soll die Krifteler Jugendfeuerwehr davon 100 Euro erhalten, als Belohnung für ihren erneut starken Einsatz beim Entenrennen. Die Mitglieder hatten sich auch trotz einer laufenden 24-Stunden-Übung die Zeit genommen, den Wettbewerb zu begleiten und sich anbahnende kleine Dramen zu verhindern, indem sie Enten befreiten, die sich im Gestrüpp verfangen hatten, damit sie ihren Weg vor den Augen ihrer besorgten jungen Besitzer bis ins Ziel fortsetzen konnten.

Soccer und Schiffsmodelle
Das Entenrennen war in diesem Jahr der lebhafte Auftakt zu weiteren Aktivitäten im Rahmen der „Spiele im Park“, die sich daran lückenlos anfügten. Die Jugendabteilung des SV 07 hatte auf dem Festplatz im Park wieder ein Kleinspielfeld aufgebaut. Darin konnten interessierte Jungen und natürlich auch Mädchen Fußball spielen. Gerne nutzten die Kinder auch das Angebot des Frankfurter Schiffs-Modellbau-Clubs zum Navigieren der Boote, die auf dem Parkweiher schwammen. Etwas getrübt wurde der Spaß dadurch, dass einzelne Kinder Steine in den Weiher warfen und Hundebesitzer ihren Vierbeinern ein Bad in dem Gewässer erlaubten: Im aufgewühlten Wasser schlangen sich Algen um die Antriebsschrauben der Schiffsmodelle, die dann nicht mehr weiterfahren konnten.

Modellschau 2010 wieder im Schwimmbad
Insgesamt hatten die Modellbauer etwa zwanzig Schiffsmodelle zum Bestaunen mitgebracht. Im vergangenen Jahr waren sie im Parkbad zu Wasser gelassen worden, was jetzt wegen der laufenden Sanierung des Bades nicht möglich war. Im nächsten Jahr möchte Dr. Wolfgang Mazur, Leiter der mobilen beratung Kriftel und Koordinator der Spiele, diesen Programmpunkt möglichst wieder ins Parkbad verlegen.

„Fühlparcours“ und Webbilder

Damit waren die Angebote an diesem Sonntagnachmittag im Grünen aber noch lange nicht erschöpft. Erstmals beteiligte sich die Valentin-Gerein-Stiftung mit Sitz in Hattersheim an der Veranstaltungsreihe. Die Verantwortlichen hatten zahlreiche Kinderspiele vorbereitet und auch einen „Fühlparcours“ aufgebaut. Dort konnten kleine Besucher viele unterschiedliche Naturmaterialien mit den Händen „ertasten“. Auch Kinderschminken wurde angeboten. Die Krifteler Kindertagesstätten luden gemeinsam zu verschiedenen Bewegungsspielen ein und zum Weben von großflächigen Bildern mit Naturmaterialien, was besonders die Jüngsten gerne taten. Zwischendurch konnten sie von der großen Kuchentheke naschen, die von den Einrichtungen aufgebaut worden war.

Ponyreiten wieder sehr beliebt

Die Einladung vom Ausländerbeirat und Internationalen Freundeskreis zum Boule spielen wurde vor allem von Eltern rege angenommen. Für die Kinder gab es um 15 Uhr noch eine weitere Attraktion: Ponyreiten mit dem Reit- und Fahrverein Kriftel. Der Verein hatte dazu fünf Pferde mitgebracht. Praktisch: Damit die Kinder nicht lange anstehen mussten, bis sie an die Reihe kamen, wurden ähnlich wie in manchen Arztpraxen oder Friseurläden Nummern ausgegeben. So konnte man sich nach der Anmeldung zum Reiten erst einmal anderweitig beschäftigen, bis die entsprechende Nummer aufgerufen wurde. Viele Kinder hatten, der Empfehlung in der Ankündigung folgend, Fahrradhelme zum Reiten mitgebracht. Beim Verein konnte aber auch einige Helme ausgeliehen werden.

Entspanntes Familienvergnügen

Dieser vierte Sonntag der „Spiele im Park“ 2009 war derjenige mit dem größten und vielseitigsten Gesamtangebot. Dementsprechend hoch war die Besucherzahl. Bei überwiegend schönem Wetter kamen wohl an die 1000 Besucher in den Park. Manche Eltern setzten sich einfach auf die Wiese und schauten dem Treiben ihrer Kinder entspannt zu. Zwei kurze Regenschauer vertrieben sie zwar von dort, taten aber der Veranstaltung insgesamt keinen Abbruch. Man flüchtete nur kurz unter die großen Schirme, um die Schauer vorüberziehen zu lassen, was nicht lange dauerte. An den nächsten beiden Sonntagen werden die „Spiele im Park“ fortgesetzt. Einen Rückblick auf sie gibt es dann wie gewohnt in Form einer Ausstellung im Bürgerhaus. Zur Eröffnung am Dienstag, 10. November um 17 Uhr sind dann Eltern und Kinder wieder herzlich willkommen.

Quelle: Gemeinde Kriftel – Pressestelle

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