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Kriftel: Aufsuchende Seniorenberatung für Kriftel

Pressemeldung vom 10. Juni 2011, 13:53 Uhr

Nach einer langen Beratungs- und Diskussionsphase sind die Vorbereitungen für die Einrichtung einer aufsuchenden Seniorenberatung in Kriftel jetzt abgeschlossen: In der vorigen Woche ist ein Vertrag zwischen der Gemeinde Kriftel und dem künftigen Träger der Einrichtung, der DRK Main-Taunus Familiendienste gGmbH, zu deren Gesellschaften auch die DRK-Ortsvereinigung Kriftel gehört, unterzeichnet worden. Die Vertragspartner haben sich auch darauf verständigt, dass die Kriftelerin Gabriele Kortenbusch im Rahmen des neuen Angebotes als Seniorenberaterin tätig werden soll. Die Diplom-Sozialpädagogin braucht allerdings noch etwas Zeit, um sich intensiv in die komplexe Materie einzuarbeiten. Eine erste Sprechstunde im Krifteler Rathaus wird sie am Freitag, 5. August 2011 von 9 bis 12 Uhr anbieten. Und danach bis auf Weiteres an jedem Freitag um diese Zeit.

Erkennen, „wo es fehlt“

Ein Wesensmerkmal der aufsuchenden Arbeit ist es allerdings, dass die Beraterin auch zu ihren Klienten nach Hause kommt, beispielsweise nach einer Anforderung von Familienangehörigen, um zu sehen, wo es „fehlt“ und welche Hilfsmittel eingesetzt werden könnten. „Der mobile Dienst steht hier im Vordergrund“, betont Bürgermeister Christian Seitz. „Es kann sein, dass unter diesem Aspekt eine spätere Reduzierung der Rathaus-Sprechzeiten sinnvoll wird“. Das werden die Erfahrungen künftig zeigen. Der mit dem DRK vereinbarte Beschäftigungsumfang umfasst zehn Stunden pro Woche. Es besteht die Aussicht, dass der Main-Taunus-Kreis die Hälfte der Kosten im Zuge einer freiwilligen Leistung übernimmt.

Netzwerk mit vielen Aktivitäten

Der Vertrag ist zunächst auf ein Jahr befristet. „Wir hoffen aber, dass alles gut läuft und dass wir die Kooperation darüber hinaus zugunsten der Krifteler Seniorinnen und Senioren fortsetzen können“, so Seitz. Für den Rathauschef ist die aufsuchende Arbeit ein weiterer wertvoller Knoten im Netzwerk der vielfältigen Aktivitäten für die älteren Menschen in der Gemeinde. Zu diesem Netzwerk zählen neben Angeboten der Vereine, Verbände und Kirchengemeinden auch die ehrenamtliche Tätigkeit des Seniorenbeauftragten Hans-Peter Zimmer sowie die Anlaufstelle für Senioren in der Gemeindeverwaltung – das ist die Rathausmitarbeiterin Kerstin Köhler. Ebenso der Arbeitskreis Senioren der Gemeinde.

Gründliche Einarbeitung

Gabriele Kortenbusch wird zu allen Stellen Kontakte aufnehmen. „Wichtig werden für mich darüber hinaus die monatlichen Treffen der aufsuchenden Seniorenberater im Main-Taunus-Kreis sein“, ergänzt die Kriftelerin. Bei diesen Treffen werden aktuelle Fälle von Hilfebedarf besprochen und auch Informationen über neue Richtlinien und Gesetze weitergegeben. Derzeit nimmt Gabriele Kortenbusch die Gelegenheit wahr, den versierten Mitarbeitern der Seniorenberatungsstelle Vortaunus in Bad Soden über die Schulter zu schauen. Nicht nur im Büro, sondern auch bei Besuchen bei den Klienten.

„Das ist hilfreich, um ein Gespür dafür zu entwickeln, worum es bei dieser Arbeit im Einzelnen gehen kann“, sagte Stephan Racky, der Geschäftsführer der DRK Main-Taunus Familiendienste gGmbH, bei einem Treffen im Krifteler Rathaus. Racky hält daher die derzeitige „Orientierungsphase“ als Vorbereitung auf die praktische Arbeit für sehr sinnvoll und notwendig. Dennoch werde die Seniorenberaterin bei ihrer Tätigkeit künftig sicher auch mit manchen „ungeahnten“ Fragen und Problemen konfrontiert werden. In solchen Fällen ist es wichtig zu wissen, welche Stellen dann weiterhelfen können. Die Beraterin wird sich auch auf diesem Gebiet einen Überblick verschaffen. Für das Rote Kreuz in Kriftel begrüßte dessen Vorsitzender, der Erste Beigeordnete Franz Jirasek, die Kooperation zwischen DRK und Gemeinde auch in diesem Bereich. Das DRK ist u.a. Betreiber das Kindergartens „Obstgärtchen“ in Kriftel.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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