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Kriftel: Ausbildung in der Gemeindeverwaltung – Trend geht zu „Dual“ – Arbeiten und Studieren

Pressemeldung vom 16. Februar 2015, 12:58 Uhr

Mit einer Drucksache zu „Ausbildung bei der Gemeindeverwaltung Kriftel 2015“ hat Erster Beigeordneter Franz Jirasek den Ausschüssen für Soziales und Haupt und Finanz (HFA) sowie der Gemeindevertretung dargelegt, dass die Verwaltung auch weiterhin bereit sei, geeignete Bewerberinnen und Bewerber auszubilden und zu fördern.

Es solle weiterhin nach Bedarf ausgebildet werden. Das örtliche Programm zur „Förderung zusätzlich geschaffener Ausbildungsplätze“, das schon länger ausgelaufen sei, solle aber nicht wieder reaktiviert werden, weil es nicht mehr „zeitgemäß“ sei. 2015 soll wie 2014 wieder ein Ausbildungsplatz im Rathaus angeboten werden. Jirasek macht auf einen Trend unter jungen Ausbildungswilligen aufmerksam, der in der Verwaltung Kriftel derzeit noch schwer zu realisieren ist: Junge und qualifizierte Bewerber suchen nach Ausbildungsstätten, die ihnen zugleich ein Studium ermöglichten. In der Verwaltung wird also in gewisser Weise auch nach dem „Dualen System“ nachgesucht, das es in Wirtschaft, Betrieben, Konzernen und Großverwaltungen bereits differenziert für qualifizierte Bewerber gibt. Diese Möglichkeit kann die an sich „schlanke“ Verwaltung in Kriftel noch nicht anbieten. Hinzu kommt, dass es im Rathaus der Gemeinde nach erfolgreicher Ausbildung nicht immer zu einer Weiterbeschäftigung kommen kann. Das liegt einfach daran, dass Stellen noch gut besetzt sind. Allerdings zieht es auch Auszubildende nach ihrer Ausbildung häufig raus aus der Verwaltung und hin zur Universität.

Das Krifteler Rathaus hält aber an seiner Linie fest, die Ausbildung junger, bereitwilliger und für die Verwaltung qualifizierter Bewerber im eigenen Haus zu fördern. Sogar mit dem Blick auf Weiterbeschäftigung, denn 2015 und danach werden Positionen frei, die auch wieder besetzt werden sollen. Es bestünde also Aussicht auf Zukunft für junge Bewerberinnen und Bewerber in Kriftel. Gleichzeitig will die Verwaltung aber auch an ihrem Sparkurs festhalten und jeweils prüfen, ob und wie freigewordene Positionen erneut besetzt werden sollten.

Des Weiteren macht Jirasek auf Praktikumsstellen in Wirtschaft und Verwaltung in der Gemeinde aufmerksam. Schüler könnten so ihre Vorstellung und Eignung auf „Verwaltung oder Wirtschaft“ selbst feststellen. Daher unterstützt die Gemeinde den jeweiligen Tag des „Offenen Betriebs“ im Jahr. Er gibt der Schülerschaft ausreichend Gelegenheit, sich im weiteren Bereich Arbeit „vor Ort“ zu informieren. Doch 2014 war das Interesse der Schüler daran gering.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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