Energiewechsel

Kriftel: Barrierefreier Um- und Ausbau von Bushaltestellen

Pressemeldung vom 10. März 2017, 10:33 Uhr

In einer ehemaligen Apotheke auf der Kaiserstraße wurden heute Vormittag rund 40 Gramm Pikrinsäure gefunden. Pikrinsäure wird üblicherweise in Apotheken verwendet und als fester Stoff in Wasser gelagert. Bei unsachgemäßer Lagerung, insbesondere wenn der trockene Stoff mit Luft in Verbindung kommt, handelt es sich um einen hochexplosiven Gefahrstoff, der eine Detonation auslösen kann. Die Säure befand sich in einem geschlEines der großen Projekte, in die die Gemeinde Kriftel 2017 investieren wird, ist der barrierefreie Um- und Ausbau der Bushaltestellen. Hintergrund ist das novellierte Personenbeförderungsgesetz, das für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit fordert. Dass die Gemeinde Kriftel dieses Gesetz zeitnah umsetzt, wird vor allem auch von den Mitgliedern des Bündnis barrierefreies Kriftel begrüßt.

„Der Um- beziehungsweise Ausbau von acht Bushaltestellen wurde von uns bereits 2015 zur Förderung bei Hessen Mobil angemeldet, sechs Haltestellen wurden als förderwürdig anerkannt“, teilt der Erste Beigeordnete Franz Jirasek mit. Es geht um folgende Haltestellen: Friedhof Ost und West, Bürgerhaus Ost, Josef-Wittwer-Seniorenzentrum Nord und Süd sowie Kirche Süd. Bei den Bushaltestellen Kirche Nord und Bürgerhaus West sind aufgrund der engen Platzverhältnisse die bautechnischen Voraussetzungen für eine Förderung nicht gegeben. 35.000 Euro an Ingenieurskosten und 176.000 Euro Baukosten fallen voraussichtlich an.

Keine Angebote, neue Ausschreibung

Der Zuwendungsbescheid der Landesbehörde Hessen Mobil (Straßen- und Verkehrsmanagement) über 74.400 Euro ging Ende Juli 2016 ein. Bereits in den Jahren 2015 und 2016 waren insgesamt 144.000 Euro für den Um- und Ausbau im Haushalt eingestellt. Mit der Ausführungsplanung, Objektbetreuung und Bauüberwachung hatte der Gemeindevorstand bereits eine Firma beauftragt, da nach dem Zuwendungsbescheid vier Monate nach Zustellung des Bescheides mit dem Vorhaben begonnen werden muss. „Die Aufträge sollten im November erteilt sein“, so Jirasek. Auf Grundlage der abgeschlossenen Planung erfolgte im Oktober 2016 die öffentliche Ausschreibung der Bauleistungen. Da zum Submissionstermin keine Angebote von Unternehmen eingingen, wurden die Leistungen erneut öffentlich ausgeschrieben. „Am 1. März gingen jetzt zum zweiten Submissionstermin drei Angebote von Unternehmen ein. Sie werden derzeit geprüft.“ Geplant ist bereits am 6. April mit den Bauarbeiten zu beginnen.

Ziel: vollständige Barrierefreiheit

An den genannten Haltestellen soll das Niveau der Bussteige angehoben werden, damit Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer künftig beim Ein- und Aussteigen keine Höhenunterschiede mehr überwinden müssen. Außerdem werden Rillenplatten zur Orientierung und Führung von sehbehinderten Menschen eingebaut.

2018 sollen in einem zweiten Bauabschnitt dann auch die Bushaltestellen an der Konrad-Adenauer-Schule und an der Weingartenschule sowie in der Königsberger Straße und in der Oberweidstraße umgebaut werden. „Wir haben bereits ein Ingenieurbüro damit beauftragt, eine genaue Kostenschätzung zu erstellen. Liegt diese vor, wird der Antrag auf Förderung an Hessen Mobil herausgeschickt“, so Jirasek.

Mit dem Förderbescheid wird noch in diesem Jahr gerechnet, dann kann 2018 plangemäß mit den Arbeiten im zweiten Bauabschnitt begonnen werden. In den Haushaltsplan 2018 sollen dafür weitere Mittel in Höhe von 210.000 Euro für die Bauleistungen eingestellt werden. Für die Realisierung des zweiten Bauabschnitts wurden in den Haushaltsplan 2017 bereits Planungskosten von 42.000 Euro eingestellt.ossenen Behälter, so dass zwar keine akute Gefahr bestand, Teilbereiche der Kaiserstraße aber vorsorglich vollgesperrt wurden. Polizei sowie Ordnungsamt und Feuerwehr der Stadt Würselen waren im Einsatz, auch der Fachberater Chemie der Feuerwehr der StädteRegion Aachen wurde hinzugezogen. Das Landeskriminalamt hat den Gefahrstoff sachgerecht unschädlich gemacht, so dass hiervon keine Gefahr mehr ausgeht. Der Apotheker wurde vom Ordnungsamt zur Entsorgung verpflichtet.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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