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Kriftel: Beraten und Starten – Wirtschaftssenior Bergmann fördert „Gründer“

Pressemeldung vom 26. Februar 2015, 08:35 Uhr

Hinter dem Namen Bergmann verbirgt sich in der Deutung auch „Aufstieg und Gipfel“. Beides stellt der ehemalige Banker und Wirtschaftssenior Hans Friedrich Otto Bergmann aus Kriftel in Beratungen für Unternehmen jenen in Aussicht, die Probleme haben oder die ihre berufliche Selbständigkeit suchen, ihn um Rat fragen und auch während ihres Wegs und „Aufstiegs“ zum „Gipfel“ dann Kontakt mit ihm halten.

Es ist eine freiwillige Leistung, die Bergmann seit über elf Jahren gewährt und die jedes Jahr zu einem „Jahresbericht“ führt. Den Bericht von 2014 legte Bergmann jetzt dem Gemeindevorstand vor. Für den Ersten Beigeordneten Franz Jirasek, zugleich Leiter der Wirtschaftsförderung Kriftel, ist dieser Bericht hochinteressant. Er bittet Bergmann gern zu sich zu Erläuterung und Gespräch.

Große Nachfrage

„Arbeitsreich, sehr interessant, erfolgreich“ beschreibt der Wirtschaftssenior im Rückblick 2014 sein ehrenamtliches Engagement und belegt es auch mit Zahlen: Genau 42 Beratungen haben zu 35 erfolgreichen Abschlüssen geführt; also eine Erfolgsquote von 83 Prozent.

Jirasek erfuhr, dass sich der Wirtschaftssenior von seinen Klienten nichts „erzählen“ lässt, zwar zuhört, aber rasch einhakt, wenn es „hakt“ und dann auch zu einem anderen Inhalt und Ausführung von Selbständigkeit rät. Der Senior kann so dem „Junior“ in bester Absicht rechtzeitig Hilfestellung geben, die auch seine Unterstützung bei Rückzug und Findung einer neuen Anstellung sein kann. Das gehört nämlich auch zur Beratung: Im kritischen Fall eher zum Rückzug in die Anstellung zu raten.

Bergmanns „Logo“ ist ein übersichtliches, fast geographisch angelegtes „Puzzle“ von Orientierung, in dessen Mitte die „Hilfe zur Selbsthilfe“ eine Puzzle-Stanze ausmacht, die sich an den Rändern eindrückt in weitere Teile von „Existenzgründung“, „Existenzsicherung“, „Unternehmensnachfolge“ und „Coaching“.

Tiefgang vor Zerstreuung

Der „Wirtschaftspate“ von einst peilt also die naheliegende Übersicht an, mit der Leute auf Absicht Selbständigkeit sicher handeln sollten und nicht die vielversprechende Zerstreutheit, die letztlich für die ersten Schritte vage bleibt.

„Am Ende ist das Erstaunen groß“, entfuhr es auch Jirasek im Gespräch mit Bergmann, als er die Auflistung seiner Stunden für die Wirtschaftsberatung las: 1.157 Vollzeitstunden 2014! Das sind 145 Arbeitstage im Jahr gewesen bei Zugrundelegung der üblichen acht Stunden täglich Arbeitszeit.

Für den Leiter der Wirtschaftsförderung erhellen sich die Zahlen rasch, denn um jedes Gespräch gibt es einen hohen Aufwand an Vor- und Nachbereitung. Allein das „Coaching“ verschlang rund 780 Stunden. Berichte, Recherchen, Unternehmensmodelle, Businesspläne kann auch der erfahrene Bergmann nicht aus dem Ärmel schütteln: „Das muss individuell erarbeitet werden. Ich muss als erstes wissen, was Sache ist. Da lerne ich auch manchmal in diesem weiten Spektrum hinzu. Das kostet Zeit. Aber alles nützt dem Klienten.“

Bundesagentur für Arbeit, Handwerkskammer, Sozialgericht, Businesstage, Gründermessen, Veranstaltungen, Berichtswesen: Schlagworte im Bericht Bergmanns, die aufdecken, wie profund seine Beratung und Bearbeitung in Tiefe und Breite geht.

Projekterfolge

Einst berichtete auch die Presse ausführlich über ihn: Mit einem Schulprojekt vor fünf Jahren machte er in Hessen und in dieser Region darauf aufmerksam, wie wichtig Wirtschaftskenntnisse und Abläufe für die berufliche Selbständigkeit bereits für junge Leute sein können, die auch beruflich selbständig „wirtschaften“ wollen. „Es war ein erfolgreiches Projekt“, urteilt er zu recht. Das Projekt „elektrisierte“ auch Banken und Sparkassen. Sie luden Schüler zu ernsten Börsenspielen mit Gewinn und Verlust ein und gaben im Erfolgsfall auch Prämien weiter. So lernten sie kraft „Planspiel Börse“ das Börsen- und Aktienwesen kennen.

„Erster Kunde!“

Eine gewisse Erfolgsformel kennt Bergmann auch für den jungen Selbständigen, den „Gründer: „Sie müssen den ersten Kunden gewinnen!“ Dann folgt in der Regel alles Weitere. Manchmal dann auch die „Klemme“. Sie zu überwinden hilft Bergmann auch weiter. Wenn alles gut geht, führt es zum „Gipfel“. Doch Bergmann kennt auch die andere Deutung seines Namens, die „Grube“: Er rät also auch dazu, von Beginn der Gründung das „Schiefgehen“ mit zu beachten. „Es muss dann ein Ausweg begangen werden“, weist der Wirtschaftssenior seine bisher etwa 500 Klienten auch auf ein Scheitern ihrer Absicht hin, in der dann die persönliche Existenzrettung gelingen sollte.

Auch Krisenberatung

Daher gehört zu Bergmanns Beratungsleistungen 2014 auch die „Unterstützung bei schwierigen Lebenssituationen“ wie der Weg „aus der Arbeitslosigkeit“. Bergmann hört genau zu und beobachtet auch ebenso genau: Ihm fallen daher „Scheinselbständigkeit“, „unrealistische Umsatzerwartungen“, „mangelndes Interesse“ und auch schlicht „Insolvenz“ auf. Er kann helfen, Bankprobleme zu lösen, „Managementberatung für höhere Qualifikation“ anzubieten wie im Gegenteil auf „erhebliche Qualifikationsmängel“ hinzuweisen.

Immer wieder: „Aufstieg vor Gipfel“

Am Ende seines „Jahresberichts 2014“ weist ein Blatt auf die „Anzahl der Klienten und erfolgreichen Gründungen 2004 bis 2014“ hin: Daraus wird ersichtlich, dass der Wirtschaftssenior Bergmann in seinem ehrenamtlichen Engagement selbst „Aufstieg und Gipfel“ kennenlernt: Jeder neue „Gipfel“ fordert auch ihm neuen „Aufstieg“ ab. Dazwischen gibt es Täler mit Höhen. Aber keine „Grube“. Und Dank an ihn gibt es auch: Eine junge Dame bedankt sich bei ihm „für die Inspirationen – aus denen ich immer gern etwas lerne!“

Bergmann bleibt aufgeschlossen: „Auch Schüler und Studenten kommen mit Super-Ideen!“ So ist seine Sprechstunde im Rat- und Bürgerhaus für jedes Unternehmen und jeden Gründer offen. An jedem zweiten Dienstag im Monat von 16 bis 19 Uhr. Er bittet um Anmeldung vorab unter 06192-43622 oder per E-Mail: wirtpatekri@t-online.de

Quelle: Gemeinde Kriftel

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