Energiewechsel

Kriftel: Caecilienverein präsentierte sich jung und vital

Pressemeldung vom 11. Oktober 2012, 11:02 Uhr

90 Jahre Caecilienverein Kriftel!
Es gibt in der Region nicht viele Kirchenchöre, die auf eine vergleichbare Tradition verweisen können. Wichtiger jedoch ist die Tatsache, dass sich dieser Chor ständig wachsender Vitalität, Qualität und daraus resultierender Sympathie erfreut, die nicht zuletzt dem großen Engagement seines Leiters geschuldet sind. Andreas Winckler fördert und fordert seine Sängerinnen und Sänger, führt sie bis an die Grenze des für Laien Machbaren, doch mit feinem Gespür nie darüber hinaus. Wie schön, bei jedem der Konzerte neue, junge Stimmen und Gesichter zu erleben, die sich akustisch und optisch nahtlos in das Chorensemble einfügen!

Dafür war das sehr gut besuchte Jubiläumskonzert vom letzten Sonntag Beweis und Bestätigung zugleich. Zur Aufführung kamen drei Werke des Barock von Dietrich Buxtehude, Antonio Vivaldi und Marc-Antoine Charpentier. Fernab vom momentanen Krisengerede, sind die drei Komponisten aus drei verschiedenen europäischen Ländern eindrucksvolle Garanten für eine wertvolle gemeinsame musikalische Tradition Kerneuropas – und das mit durchaus unterschiedlichen stilistischen Ansätzen. Vitus & Caecilia, wie sich der Chor heute nennt, zeigten sich den diversen Anforderungen an Homogenität, Intonation und stimmlicher Präsenz stets gewachsen.

Das Orchester sekundierte klangschön und aufmerksam. Beeindruckende Soli der Streicher, des Schlagzeugs, sowie der Holz- und Blechbläser, rundeten den positiven Eindruck ab. Andreas Winckler bewältigte die Herausforderung, Chor und Orchester zu beglückender Einheit zu verschmelzen, mit Bravour. Zum bejubelten Erfolg des Konzerts trugen nicht zuletzt die optimal aufeinander abgestimmten Solisten bei, die sich sowohl einzeln wie im Ensemble zu bewähren wussten: Mascha Bohn mit leuchtend warmem Sopran, Marie-Luise Reinhard mit erfolgreichem Kurzdebut in St. Vitus, Alexandra Gießler mit gewohnt präsentem Alt, Ralf Petrausch mit schönem lyrischen Tenor, sowie der stimmschöne Bass Christoph Kögel. Dass alle Fünf die meist durchaus sinnliche Musik (Vivaldi!) nicht ohne Vibrato sangen, erfreut den Verfasser dieser Zeilen, welcher der so genannten historischen Aufführungspraxis zuweilen skeptisch gegenüber steht.

Der Caecilienverein ist zweifellos erfolgreich unterwegs zu neuen Ufern, unterwegs zum Hundertjährigen!

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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