Energiewechsel

Kriftel: Der Winter ist eine günstige Ausschreibungszeit

Pressemeldung vom 31. Oktober 2012, 12:29 Uhr

In diesem Jahr werden die Wasserleitungen in den vier Stichwegen der Beethovenstraße nicht mehr erneuert. Die Gemeindewerke könnten jetzt zwar mit der Ausschreibung der Bauleistungen beginnen, da alle Vorbereitungen dafür getroffen wurden. Doch man möchte das gegen Ende des Jahres oder Anfang 2013 in Angriff nehmen. „Um diese Zeit suchen viele Firmen Arbeit“, weiß der Technische Betriebsleiter Michael Walter und rechnet daher mit „ordentlichen Angeboten“. „Wir wollen ja auch im Interesse der beitragspflichtigen Anwohner möglichst günstig bauen“, so Walter. „Dazu gehört eine vernünftige Zeitplanung“.

Und gründliche Vorbereitungen. So wurden vorab Bodengutachten eingeholt, Vermessungen vorgenommen, Hausanschlüsse begutachtet, und die Leitungen wurden mit einer Spezialkamera befahren, um ein verlässliches Bild über ihren Zustand zu erhalten. Letzteres habe etwas länger gedauert als ursprünglich geplant, teilt der Betriebsleiter mit. Die Kameras sind auch in die Hausanschlussleitungen geschickt worden, von denen, das hat dabei sich bestätigt, die meisten ebenfalls erneuert werden müssen. Abgeschlossen werden konnten die Untersuchungen später als geplant.

Leitungen in den Stichwegen sind zu klein und zu alt

Dass die Gussleitungen in den Stichwegen der Beethovenstraße in Richtung Eichendorffstraße, durch die das Trinkwasser über die Hausanschlüsse in die Haushalte fließt, zu alt und auch aus heutiger Sicht zu klein sind, ist schon länger bekannt. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Leitungen nur auf einer Seite an das Versorgungsnetz angeschlossen ist. An den Einmündungen der Stichwege in die Eichendorffstraße gibt es keine Netzanschlüsse. Weil das Wasser nicht immer in Bewegung ist, haben sich mit der Zeit Ablagerungen gebildet, die den Wasserdruck mindern.

„Wenn es in diesem Bereich zu einem Brandfall kommt, muss die Feuerwehr Hydranten in benachbarten Straßen anzapfen, weil das Löschwasser in den Stichwegen zu träge fließt“, stellt Walter fest. „Deshalb ist es erforderlich, dass wir neue Leitungen legen und einen Ringschluss herstellen“. Bei solchen Gelegenheiten ist es sinnvoll, auch die Hausanschlüsse unter die Lupe zu nehmen und noch vorhandene alte Eisenrohre durch die heute üblichen Rohre aus Kunststoff zu ersetzen.

Nach den Verlegungsarbeiten ist eine grundlegende Erneuerung der Straßen fällig. An den Kosten dafür muss die Gemeinde die Anlieger gemäß Straßenbeitragssatzung beteiligen. Rund 30 Haushalte in der Beethovenstraße sind davon betroffen. Der Erste Beigeordnete Franz Jirasek hatte den Anliegern Anfang des Jahres versprochen, dass die Gemeinde sie in einer Versammlung rechtzeitig über das informieren werde, was auf sie zukommt, „sobald verlässliche Zahlen vorliegen“. Das wird jetzt umgesetzt. In den nächsten Tagen erhalten die Anlieger von der Gemeinde Einladungen zu einer Informationsveranstaltung, die am 21. November im Rathaus stattfinden wird. Geplant ist u.a., dass die schmalen Stichwege einen Pflasterbelag erhalten sollen, anstelle der bisher vorhandenen Asphaltdecke. Die Kosten für den Straßenbau sind mit rund 230.000 Euro kalkuliert. Die Erneuerung der Hauptleitung für die Wasserversorgung und der veralteten Hausanschlüsse kostet voraussichtlich rund 270.000 Euro. An den Kosten für die Verlegung der neuen Hauptleitung werden die Anlieger nicht beteiligt.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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