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Kriftel: Die Harira-Suppe war sehr begehrt

Pressemeldung vom 16. September 2009, 15:56 Uhr

Kriftel. Die Harira Suppe ist eine marokkanische Spezialität mit Lammfleisch und Gemüse. Im Fastenmonat Ramadan wird traditionell mit dieser Suppe die abendliche Mahlzeit eröffnet. Faouzia Haimeur, die Ehefrau von Ausländerbeiratsmitglied Mohamed Raouia, hatte einen großen Topf mit dieser Spezialität zubereitet und zum Ramadan-Treffen des Ausländerbeirats am vergangenen Samstag im Saal des Josef-Wittwer-Hauses mitgebracht. Die Suppe schmeckte den Besuchern offenbar ausgezeichnet, denn immer wieder wurden die Teller damit gefüllt.

Darüber hinaus waren viele weitere Speisen sowie Getränke zu dem Treffen mitgebracht worden, die den Gästen ebenfalls mundeten. In lockerer Atmosphäre setzten sich Muslime und auch etliche Deutsche christlichen Glaubens zu Tisch, um gemeinsam zu essen und sich zu unterhalten. Das Gespräch, das gegenseitige Kennenlernen, das war der eigentliche Zweck dieser Zusammenkunft. Und der Vorsitzende des Krifteler Ausländerbeirats, Taha Sultan, kann erfreut feststellen, dass das auch bestens gelungen ist. Insbesondere der ungezwungene und offene Umgang von Männern und Frauen, der in den Herkunftsländern vieler Muslime nicht selbstverständlich ist, habe ihn beeindruckt, stellt Sultan fest. „Unsere Bemühungen um Integration haben auch hier viel bewirkt“.

Zwischen 50 und 70 Besucher sind nach einer Schätzung Sultans zu dem Treffen gekommen. Unter ihnen auch Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Franz Jirasek sowie Vertreter der politischen Parteien, Krifteler und Auswärtige. Die „Mischung“, stellt der Ausländerbeiratsvorsitzende fest, sei „noch besser“ gewesen als in den Vorjahren. Gefreut hat er sich auch über den Besuch des Vorbeters der muslimischen Gemeinde in Hofheim. Der Bürgermeister hielt sich an den Wunsch Sultans, den Gesprächen möglichst viel Raum zu lassen und fasste sich kurz bei seinen Begrüßungsworten, in denen er für die anwesenden Muslime gute Wünsche zum Ramadan aussprach.

Ausländerbeirat setzt Integrationsarbeit fort

Jetzt am Sonntag, 20. September, geht der diesjährige Fastenmonat der Muslime zu Ende. Wünschenswert wäre es, wenn die bei der Zusammenkunft geknüpften Kontakte weiterbestünden und vielleicht noch vertieft würden. Der Ausländerbeirat wird seine Bemühungen auf jeden Fall fortsetzen. Derzeit gibt es Überlegungen, wie man gezielt ausländische Jugendliche in Kriftel ansprechen kann. In Planung ist außerdem eine Veranstaltung über Kroatien am 7. November. Dabei sollen Informationen über das Land im Vordergrund stehen. In diesem Jahr verzichtet der Ausländerbeirat auf ein großes Internationales Fest zugunsten mehrerer kleiner Veranstaltungen. Es gibt auch Kontakte zu in Kriftel lebenden chinesischen Familien im Hinblick auf ein mögliches Veranstaltungsangebot.

Indessen laufen die Kurse wie gewohnt weiter, in denen ausländischen Einwohnern von Kriftel vom Kindergarten- bis ins Erwachsenenalter Kenntnisse der deutschen Sprache vermittelt werden. Gemeinde und Ausländerbeirat sind auf dem Gebiet der Sprachförderung besonders aktiv, da sie eine Schlüsselfunktion bei der Integration besitzt. Auf eine besonders lange Tradition kann hier die Lernstube Kriftel zurückblicken: Seit 40 Jahren gibt es jetzt schon die Einrichtung, in der ausländische Schulkinder bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben betreut werden. Das soll nach Auskunft von Taha Sultan Ende des Jahres oder Anfang Januar 2010 mit einem kleinen Jubiläumsfest gefeiert werden.

Quelle: Gemeinde Kriftel – Pressestelle

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