Energiewechsel

Kriftel: Die KAS ließ sich zwei Tage durchleuchten

Pressemeldung vom 20. Februar 2013, 15:48 Uhr

Erneut waren die zwei „Tage der offenen Beruflichen Schulen“ an der Konrad-Adenauer-Schule (KAS) ein erfolgreicher Aufwand für Eltern, Schüler und Lehrbetriebe. Allen Besuchern wurde dabei auch der Wert der „Dualen Ausbildung“ in Deutschland vor Augen geführt. Bereits vor diesen zwei Tagen war die Schule in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt: Eine Minister-Delegation aus Griechenland erkundete hier den theoretisch-praktischen Teil der „Dualen Ausbildung“.

Schulstandort Kriftel

Die Gemeinde Kriftel hat sich als „Schulstandort“ im Main-Taunus-Kreis profiliert. Dieses Profil ist früh und geschickt angelegt und dann nach und nach erweitert worden. Die KAS ist in jüngerer Zeit durch den Kreis zu einer Art „Schul-Campus“ ausgebaut worden: Mit der Lehrküche und dem Lehrrestaurant „Lago“ konnten Kreisschüler aus der für den Kreis zu teuren Gastronomie-Ausbildung in Frankfurt abgezogen werden. Für die zweite Erweiterung an der Schule nutzte der MTK Konjunkturpakete von Bund und Land und baute von 2009 bis 2011 den „Marshall-Trakt“ an. Im September 2011 auch noch die neue Sporthalle an der Schule eingeweiht werden.

Schulzentrum

Über 2.000 Schülerinnen und Schüler werden hier für ihre Berufe und Studium ausgebildet. Demnächst wird die Schulverwaltung ausgebaut. Über 100 Lehrer unterrichten an der KAS. Die Schule hatte die beiden offenen Tage erneut umfassend vorbereitet und empfing die Besucher freundlich. An einem Informationstisch lagen verschiede Unterlagen bereit. Von dort konnten sich die Besucher zielgenau informieren und auch Probeunterrichtsstunden der Fachoberschule Wirtschaft über „Wirtschaftsinformatik“ und „Wirtschaft und Verwaltung“ teilnehmen. Sie erfuhren auch, wie stark der „Consulting Assistent“ in der Wirtschaft begehrt ist. Im engeren Raum um Frankfurt leben über 200 Consulting-Betriebe und -Agenturen vom „Beraten“.

Theorie und Praxis

Ausgebildete Kaufleute verlassen mit Zeugnis die KAS. Azubis in der Gastronomie und Hotellerie werden hier theoretisch und auch praktisch ausgebildet. Sie kommen mit praktischen Erfahrungen aus ihrem Lehrbetrieb in die Schulausbildung und kehren aus ihr mit dem nötigen „Know-how“ um Theorie und Anwendung wieder zurück. Friseure, Friseurinnen und Bäcker erhalten hier ebenfalls Ausbildung nach Lehrplänen und mit moderner Technik. Modernen Anforderungen in der Praxis des beruflichen Alltags gemäß.

Fremdsprachensekretariat, Höhere Handelsschule, Zweijährige Berufsfachschule, Berufsvorbereitungsjahr, Fachoberschule: Die KAS ließ jetzt in jede ihrer „Schulformen“ Einblick nehmen, und Eltern kommender Schuljahrgänge wie auch die Eltern von Schülern hier liefen durch die „Schulformen“ und hielten auch zu Gesprächen mit den Lehrkräften an. Erneut gewannen Beobachter den Eindruck, dass „Schule und Ausbildung“ zuhause ein Thema ist. Hinzu kommt die entspannte Gewöhnung an „sicheren“ Unterricht.

Früh wurde an der KAS „IT“ eingeführt. Inzwischen kann die Schule u.a. auch Lehr-Zusatzangebote anbieten wie z.B. den Erwerb eines „Europäischen Computerführerscheins („ECDL“). Des Weiteren auch das KMK Fremdsprachenzertifikat .

Ausland und Austausch

Auf einen weiteren „Zweig“ ihrer vielseitigen Ausbildung machte die KAS jetzt ebenfalls aufmerksam: Schüler können „Auslandspraktika“ wahrnehmen und auch „Praktika und Schüleraustausch USA“ buchen. In der Vergangenheit hat die Gemeinde Kriftel mehrmals französische Schülerinnen und Schüler im Austausch mit der KAS kennen gelernt und hier im Rathaus empfangen; mit Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde. Mit Solihull in England unterhält der Kreis ebenfalls eine Partnerschaft und als Schulträger auch Schüleraustausch dorthin, an dem sich die KAS ebenfalls beteiligt.

Hygiene und Körperpflege sowie Ernährungsberatung stehen ebenfalls auf den Lehrplänen der KAS, die ihre Schüler auch ins „gesunde“ Schwitzen bringt: Zwei Tag stand die Sporthalle jetzt den Besuchern offen, die darin Sport und Show erlebten. Im neuen Trakt besteht auch eine Mensa, die ebenfalls zum Eintritt einlud. Hier erkannten die Gäste, wie kurz der Weg von der Herstellung zum Verkauf ist: Was die Azubis unter Anleitung backten und brieten, kam preiswert auf den Teller.

„Schullaufbahn“

Die Schule gab auch Einblicke in ihre „Schullaufbahnberatung“. Woran man erkennt, wie stark Schule im Wandel steht. Die „Info“ am Beginn des Gangs durch die Schule ließ das bereits am Eingang der KAS erahnen. Sie gab ein sechsseitiges Faltblatt über „Innovatives Lernen im Einzelhandel“ weiter. Es informierte über „Das Projekt ViLBe an der KAS“. Das bedeutet PC im Einzelhandel, Ermittlung des korrekten Sprachbedarfs, Multimedialität, Recherchieren, Business Englisch u.a.

Der „Kofmichel“ im Kittel ist Vergangenheit: Bis in den „virtuellen Einzelhandelsbetrieb“ lernt sich der Azubi im Einzelhandel jetzt vor. Es waren zwei Tage in der KAS, in der auch „Gelernte“ noch einmal etwas gelernt haben: Dass alles Lehren und Lernen im Fluss ist. Das ist Einsicht und Mahnung zugleich: Das Lernen hört nie auf.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis