Energiewechsel

Kriftel: Die „Spiele im Park“ sind einfach einmalig

Pressemeldung vom 11. Oktober 2012, 10:58 Uhr

Erneut wurden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in diesem Jahr in Kriftel in der Zeit zwischen den Sommerferien und den Herbstferien im Freizeitpark „Familiennachmittage“ mit gemeinsamen Aktivitäten und Spielen angeboten. Am Sonntag, 26. August, hatten die „Spiele im Park 2012“ begonnen. Jetzt, am vergangenen Sonntag, 7. Oktober ist die im Main-Taunus-Kreis einzigartige Veranstaltungsreihe nach genau sieben Sonntagen beendet worden. Noch nicht ganz. „Es gibt doch wieder die Ausstellung im Bürgerhaus mit Rückschau und Preisvergaben?“ fragten einige Eltern.

Ja, es gibt sie: Am Dienstag, 6. November ab 18 Uhr, wird erneut das Herbstlaub im Rathausfoyer zur Dekoration ausgestreut sein und an Stellwänden wird man an diesem Abend und an den Tagen darauf viele Fotos von den Veranstaltungen betrachten können. Zur Eröffnung der Ausstellung wird es Musik und Gesang geben, der Bürgermeister wird die Gewinner von Wettbewerben aufrufen und Preise vergeben und Dr. Wolfgang Mazur, mobile beratung Kriftel, wird Eltern und Kindern für ihre wieder hohe Beteiligung danken und besonders natürlich auch den beteiligten Vereinen und Einrichtungen in der Gemeinde.

„Familienfreundliches Kriftel“

Die Gemeinde hatte das Logo „Familienfreundliches Kriftel“ an den Anfang des attraktiven Programmhefts zu diesen aktuellen Spielen gestellt und damit auch gleich buchstäblich „ins Schwarze getroffen“. Das ergaben diese „Spiele im Park“ auch wieder. Selbst an ihrem letzten Tag war das im Freizeitpark zu beobachten: Eltern und weitere Erwachsene aus den Familien strömten mit ihren Kindern hin zum „Radparcours“ der Polizei Hofheim und der Jugendverkehrsschule des MTK, zum „Kistenklettern“ unter hohen Bäumen, veranstaltet von der mobilen beratung Kriftel und des MTK-Jugendamtes, sowie zum „Streetsoccerfeld“, das der SV 07 Kriftel eingerichtet hatte.

Gutes Wetter – vielseitiger Einsatz

Der Bürgermeister schrieb in seinem Vorwort in der Broschüre, dass sich diese Spiele zu einem „Höhepunkt“ im Veranstaltungskalender der Gemeinde entwickelt hätten. So war es an allen sieben Sonntagen, die auch wieder von trockenem Spätsommerwetter und frühem, sonnigen Herbstwetter begünstigt waren. Am Kerbesonntag hatte es auch Zulauf aus dem Kerbetreiben gegeben.

Insgesamt hatten sich 30 Vereine und Einrichtungen an der Spiele-Reihe beteiligt: Die Handballabteilung der TuS, der Krifteler Karneval Klub, die Weingartenschule, der Arbeitskreis Senioren, die Heimat- und Festwagengesellschaft, Ausländerbeirat, Internationaler Freundeskreis, Umweltbeauftragter Klaus Fabian, der Lions Club Hattersheim-Kriftel, Jugendfeuerwehr Kriftel, Fachstelle für Suchtprävention im MTK, Lindenschule und ihr Förderkreis, KiTa Lichtblick und Spiele-Punkt Kriftel. Auch Kita Vogelnest, Musikschule Kriftel, Reit- und Fahrverein, Kleintierzuchtverein, Katholische Kirchengemeinde St. Vitus und der Liederkranz machten wieder aktiv mit. Weiterhin das Jugendrotkreuz Kriftel, die DRK-Kita Obstgärtchen, Modelleisenbahnfreunde Kriftel, Erster Frankfurter Schiffs Modellbau Club 1970 e.V., Dr. Valentin Gerein Stiftung, Freie evangelische Gemeinde Main-Taunus. Auch der SV 07 Kriftel, Polizei Hofheim und Verkehrsschule Main-Taunus Kreis, mobile beratung Kriftel und das Amt für Jugend und Schulen des Main-Taunus-Kreises zählten ebenso zu den Veranstaltern im Rahmen dieser Spiele.

Beliebtes „Park-Café“

Von Anfang an waren die Spiele gut besucht. Sie wurden erneut von der Gemeinde ideell und praktisch unterstützt. Die Winde schoben Wolken zur Seite, und tüchtige Damen aus Vereinen und Einrichtungen backten sieben Mal Kuchen, belegten Torten, schenkten Kaffee und „Limo“ aus und hielten Sonntag für Sonntag von 14 bis etwa 17 Uhr das „Park-Café“ im Freien für die Besucher offen. Auch diese tüchtigen Teams um Kuchen und Kaffee verdienen Dank für ihren Einsatz. Die Krifteler mögen dieses improvisierte dauerhafte „Park-Café“, wo man in schöner Umgebung gemütlich sitzen und miteinander plaudern kann.

Koordiniert werden die Spiele im Park von der mobilen beratung Kriftel, die auch den ersten Anstoß dafür gegeben hatte. Besonders gilt es da dem Leiter der Beratungsstelle, Dr. Wolfgang Mazur, zu danken, der die Spiele vor über zwanzig Jahren Spiele kreiert und im Lauf der Jahre damit und daraus einen Krifteler „Markenartikel“ geschaffen hat. Er hat sich selbst im Laufe der Jahre nicht etwa aus dem aktiven Geschehen zurückgezogen, sondern steht zum Beispiel immer noch mit dem Seil in der Hand an der Kletterwand oder am Kistenstapel, wenn es darum geht, Kindern beim Klettern die nötige Sicherheit zu geben und sie aber auch zu ermutigen, ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen spielerisch kennenzulernen. Das stärkt sie und gibt ihnen Selbstvertrauen.

Was Besucher über die Parkspiele sagen …

Am letzten Tag der „Spiele im Park“ und sicher auch an den Sonntagen zuvor kamen auch Besucher aus der „Nachbarschaft“ und sogar aus weiter entfernten Orten in den Freizeitpark. Hans Pfeffer aus Kriftel war mit seinen Enkelkindern Frana und Jakob gekommen. „Sie wohnen in Mainz und nehmen heute zum ersten Mal an diesen Spielen teil. Es ist für sie ein großer Spaß. In Mainz gibt es zwar auch ein großes Angebot für die Jugend. Aber ein Angebot wie die Spiele im Park besteht dort nicht.“

Emma (8) und Leonie (7) sind schon einmal auf Kisten geklettert „und haben fast alle geschafft“. Sie haben mehrere Sonntage der Spiele hier im Park erlebt und fassen ihre Erlebnisse kurz und bündig zusammen: „Es war zu 100 Prozent (!) immer was Gutes dabei!“ Darüber freute sich auch ihre Mutter Astrid Blumenstein. „Entenrennen, Klettern, Handball, Fahrradparcours … alles war super!“ sprudelt Mitia (6), die an diesen Sonntagen immer „gut dabei war im Freizeitpark“. Birgit Rieger, Ehefrau des Gemeindebrandinspektors, war mit Tochter Christina auch bei den Parkspielen. Beide ließen sich ihr Fahrrad von der Polizei „codieren“. „Damit haben wir immerhin die Chance, es bei Diebstahl vielleicht doch wiederzubekommen“, hofft die Mutter.

Bewegung ist wichtig

Polizeioberkommissar Günther Bredefeld ordnet den Ablauf für die Jugend auf dem Fahrradparcours. Die Verkehrspolizei geht auch in die vierten Klassen der Grundschulen und bereitet die Schüler dort aufs Radfahren im Straßenverkehr vor. Die Schüler können eine praktische und theoretische Prüfung machen und nehmen auch Anregungen um die Verkehrssicherheit an ihrem Rad und die Verkehrsregeln an.

Die Beobachtungen des Polizeioberkommissars fallen nüchtern aus: „Die Defizite um die Motorik der jungen Menschen nehmen zu.“ Wie das, die sind doch in Bewegung, oder? „Ja! Sie sind in Bewegung. Aber zu viel im Auto. Die Mutter fährt Sohn oder Tochter zu dem und dem Verein. Die Kinder dürfen viel machen und können unter einer Vielzahl von Freizeitangeboten auswählen. Es ist für sie aber vorteilhafter, die Wege zu Fuß zurückzulegen. Dann können sie vielleicht nicht mehr so viele Termine wahrnehmen, haben aber für sich selbst mehr Bewegung und gewinnen Sicherheit in der Motorik.“

„Familiennachmittage“

In der „Jakobi-Arena“ herrscht schon vor Beginn der letzten „Spiele im Park“ lebendige Spielfreude: Jungen und Mädchen halten mit dem Ball auf die Tore, und junge Torhüter schlüpfen durch einen Nebenausgang aus dem Tor, wenn die Torfolge zu hoch wird. Aber es kommt rasch Ersatz. Nina-Sophia, zwölf Jahre alt, geht in die siebte Klasse und kommt aus Berlin. Sie hat schon Herbstferien und ist das erste Mal in den „Spielen im Park“. „Nein! In Berlin gibt es so etwas nicht. Das gefällt mir hier. Das sollte es auch bei uns zuhause geben!“ fasst sie ihre Eindrücke zusammen.

Die Eltern Markus und Dana Cschloßnack genießen an Tisch und Bank das Sonnenbad. Sie schauen ihrem Sohn zu, der spielt natürlich in der „Arena“ Fußball. „Für Kinder ist das einfach ideal!“ freut sich der Vater, der diese aktuellen Spiele mit seinem Sohn schön häufiger besucht hat. „Die Kinder wollen raus aus der Wohnung! Wir alle sind sonntags in der Familie immer zusammen. Und an den vergangenen Sonntagen meistens hier im Park!“

„Das wird wieder eine schöne Veranstaltung!“ ahnt Ralf Schmidt, Erster Vorsitzender des SV 07 Kriftel, schon früh. „Wir haben über 220 Kinder und Jugendliche im Verein. Da ist es einfach eine Pflicht für uns, hier an diesen Spielen beteiligt zu sein! Wir wollen mitmachen. Vielleicht gewinnen wir dadurch auch Jugendliche für unseren Verein!“ Tochter Julia hat er schon dafür gewonnen.

Für Ute Spengler vom Allgemeinen Sozialen Dienst, Jugendarbeit MTK, dienen die Parkspiele in Kriftel auch dazu, im Kreis „Sozialkontakte zu knüpfen und zu verknüpfen“. Sie weiß, dass es im November im Rat- und Bürgerhaus Kriftel wieder eine Ausstellung über die Spiele geben wird. „Natürlich komme ich zur Eröffnung und ich freue mich, dass der Chor der Lindenschule dort auftreten wird.“

Pädagogisch wertvoll

„Die Spiele sind erneut sehr gut angenommen worden“, zieht Dr. Mazur seine Bilanz. „Sie sind inzwischen über Kriftel hinaus bekannt. Bürger aus Nachbargemeinden kommen mit ihren Kindern an jedem Sonntag in den Freizeitpark. Auch Großeltern bringen ihre Enkel mit. Ich glaube, die Vereine sind mit dem Ablauf wieder zufrieden. Das Wetter hat auch einmal mehr mitgespielt.“

Dr. Mazur hat beobachtet, dass Eltern den Zusammenhang zwischen Prävention und Familie erkennen. Diese Sonntagnachmittage dienen nicht der „Unterhaltung“. Sie sind pädagogisch wertvoll, weil Eltern und Kinder gemeinsam dabei aktiv sind. „Familien haben die Gelegenheit, sich bei der kostenlosen Teilnahme an den vielfältigen Aktivitäten als Familie neu und anders zu entdecken“, meint der Leiter der mobilen beratung. Die gemeinschaftlichen Freizeitaktivitäten führten auch zu positiven Erlebnissen wie zu „Freude und Freundschaften“.

„Wir werden als Runder Tisch von Vereinen, Schule, Gemeinde und Institutionen ehrenamtlich am Konzept dieser Spiele weiterarbeiten“, kündigt Dr. Mazur an. „Ich glaube, das Ganze ist in Kriftel schon zu einem echten Klassiker geworden.“

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis