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Kriftel: Ersatz für die alte Bürgerlinde

Pressemeldung vom 18. August 2009, 15:54 Uhr

Kriftel. „Bürgerlinde nicht mehr zu retten“ – in den „Krifteler Nachrichten“ vom 31. August 1979 kündigte die Gemeinde die Fällung der großen alten Linde in der Hofheimer Straße an, die im Jahre 1913 „zur 100jährigen Wiederkehr des Jahrestags der Erhebung Preußens“ (gegen Napoleon) gepflanzt worden war. Der stattliche Baum weise so starke Schäden auf, dass er nach Ansicht mehrerer Fachleute nicht mehr erhalten werden könne.

Eine Sanierung wäre nur durch einen Rückschnitt der gesamten Krone bis auf den Stamm möglich und eine Aushöhlung des Stamms bis auf das verbliebene gesunde Holz. „Wobei niemand die Gewähr übernehmen kann, dass die Maßnahme auf Dauer Erfolg hätte“, teilte die Gemeinde mit. Zugleich wird die Pflanzung einer neuen Linde an gleicher Stelle angekündigt.

Auf die erste „Bürgerlinde“ weist noch heute ein (durch den Bewuchs etwas verdeckter) ein Gedenkstein in der Grünanlage an der Hofheimer Straße hin, in Höhe des Parkbades. Er soll durch Rückschnittarbeiten im nächsten Frühjahr wieder besser wahrnehmbar sein. Die heute an der Stelle stehende Linde ist mit einer Höhe von ca. 8 Metern ebenfalls recht stattlich. Die ausführliche Begründung der geplanten Fällung der ersten Linde vor 30 Jahren belegt die damals stark bereits ausgeprägte Sensibilität in Fragen des Umwelt- und Naturschutzes. U.a. gab es eine in Kriftel sehr aktive „Ökumenische Arbeitsgruppe für Umweltfragen im Main-Taunus-Kreis“, die sich zu allen umweltrelevanten Vorgängen zu Wort meldete.

In Kriftel gibt es mehrere Bäume mit Symbolcharakter. „Prominenteste“ Vertreterin ist die Ortslinde am Lindenplatz, die daran erinnert, dass es in früherer Zeit dort eine Linde gab, in deren Schatten alle wichtigen Angelegenheiten des Ortes besprochen wurden. Der Baum, der heute auf dem Platz steht, ist 1999 gepflanzt worden. Im Freizeitpark steht ein Mammutbaum mit einer Gedenktafel davor, auf der zu lesen ist, dass dieser Baum am 31. Mai 1981 anlässlich des Beginns der offiziellen Städtepartnerschaft zwischen Kriftel und Airaines (Frankreich) gepflanzt wurde.

Ein zweites Exemplar dieser Gattung findet man seit September 2006 im Ziegeleipark – die Pflanzung erfolgte im Rahmen der Feiern zum 25jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft, deren Wurzeln in viel frühere Zeiten zurückreichen. An den ersten „Baumtag“ zum Schutz des Regenwaldes im Oktober 2000 in Kriftel erinnert ein Amberbaum in der Grünanlage am Zeilsheimer Weg. Die Krifteler Firmen Bechstein und Tropica hatten diesen Baum im Beisein des Botschafters des Staates Costa Rica gepflanzt.

Quelle: Gemeinde Kriftel – Pressestelle

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