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Kriftel: Freiheitsrechte sind keine Selbstverständlichkeit

Pressemeldung vom 27. August 2009, 13:15 Uhr

Kriftel. Was verstehen Schüler von heute unter dem Begriff Freiheit? Dazu befragte Heidrun Merk, Leiterin des Ausstellungsprojektes „Geist der Freiheit“ der KulturRegion FrankfurtRheinMain die Schülerinnen und Schüler aus drei Klassen der Weingartenschule am vergangenen Mittwoch im Rat- und Bürgerhaus Kriftel. Dort war an diesem Tag noch die Wanderausstellung der Gesellschaft „KulturRegion“ zu sehen. Sich frei entscheiden können, reisen, wohin man möchte, auch die Freiheit der Religionsausübung – das waren einige der Schülerantworten, die in ihren unterschiedlichen Nuancen die Projektleiterin überraschten.

Merk, die zuvor von Bürgermeister Christian Seitz herzlich begrüßt worden war, versuchte, die jungen Leute durch persönliche Fragen aus der Reserve zu locken und einzubeziehen. Es sollte kein „trockener“ Vortrag werden, sondern eher ein lebendiger Dialog. Vor allem um die wichtigste Botschaft, die mit der Wanderausstellung gerade jungen Menschen vermittelt werden soll: Die freiheitlichen Rechte, über die wir heute in Deutschland verfügen, in Bezug auch auf Meinungsäußerung oder Berufsausübung, sind keine Selbstverständlichkeit: Sie mussten in harten und teilweise auch blutigen Auseinandersetzungen von unseren Vorfahren erkämpft werden.

Geist der Freiheit in der Region „greifbar“

Die Ausstellung stellt einige Persönlichkeiten aus der Region, die sich in früherer Zeit um Demokratie und Freiheitsrechte große Verdienste erworben haben, beispielhaft vor. Einer der Schwerpunkte ist dabei die Frankfurter Paulskirche, in der in den Jahren 1848/49 das erste frei gewählte deutsche Parlament tagte. Durch solche Schauplätze werde der Kampf um Freiheit und Demokratie in der Region ganz besonders „greifbar“, sagte Heidrun Merk den Schülern. Sie erzählte ihnen auch Einiges über die Ursprungsgedanken der Demokratiebewegung in der Französischen Revolution und erklärte, warum auf den Tafeln auch Texte in koreanischer Sprache und Schrift zu sehen sind: In Seoul in Südkorea ist diese Ausstellung erstmals gezeigt worden, bevor sie ihre Reise durch zahlreiche deutsche Kommunen antrat.

Den Ausstellungsmachern war es ein Anliegen, Schüler für das Thema zu erwärmen – daher ist auch ein Wettbewerb veranstaltet worden, in dem Schüler aufgefordert waren, Beiträge zu verschiedenen Themen um den Begriff Freiheit zu schreiben. Aus der Gemeindeverwaltung in Kriftel ist der Vorschlag gemacht worden, die Präsentation der Objekte im Bürgerhaus der Obstbaugemeinde nicht mit einer „Vernissage“ zu eröffnen, sondern lieber Schulklassen zur Besichtigung einzuladen. Der Vorschlag ist von der Weingartenschule gerne aufgegriffen worden. Und auch Projektleiterin Merk kam gerne in die Gemeinde, um mit der Jugend über die Ausstellung zu sprechen und an sie zu appellieren, stets wachsam zu sein und sich dafür einzusetzen, dass die mühsam erworbenen freiheitlichen Rechte nicht verloren gehen.

Quelle: Gemeinde Kriftel – Pressestelle

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