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Kriftel: Gegen Vandalismus ist kein Kraut gewachsen

Pressemeldung vom 23. September 2009, 10:38 Uhr

Kriftel. „Da müsste jeder einen Besen oder eine Harke in die Hand kriegen und dazu verpflichtet werden, die verursachten Schäden oder den Schmutz selbst zu beseitigen“, schimpft Bauamt-Mitarbeiterin Dorothea Böhmig. Sie weiß, wie oft die Kollegen im Außendienst unterwegs sind, um für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen, dort, wo sich jugendliche Rowdies wieder einmal ausgetobt haben. Da werden beispielsweise Äste an den Bäumen um den Weiher im Freizeitpark abgebrochen und zusammen mit anderem Unrat ins Wasser geworfen. „Der Weiher wird regelmäßig gereinigt“, so Böhmig. „Aber kaum haben wir saubergemacht, sieht es schon wieder schlimm aus“.

Über den Zustand insbesondere des Parkweihers wie auch der Kneipp-Anlage im Freizeitpark hatte sich in der letzten Woche ein Krifteler auf originelle Weise beschwert. Seine in Verse gefasste Kritik wurde in den „Krifteler Nachrichten“ veröffentlicht und ist natürlich auch im Rathaus „angekommen“. Die Gemeinde hatte bereits vor einigen Monaten auf Probleme durch verstärkten Vandalismus hingewiesen, ebenso hatte der Umweltbeauftragte Klaus Fabian sich besorgt dazu geäußert. U.a. wurde in dem Zusammenhang an Eltern appelliert, ihren Nachwuchs dazu anzuhalten, die öffentlichen Einrichtungen pfleglich zu behandeln.

Ein „Parkwächter“ – da allerdings widerspricht man im Rathaus dem dichtenden Krifteler – würde die Probleme nicht lösen. Er könnte nicht zu allen Zeiten im Park präsent sein. Und erfahrungsgemäß lassen sich jugendliche Vandalen von einer solchen Aufsicht kaum beeindrucken.

Auch „natürliche“ Probleme mit dem Weiher

Was den Weiher betrifft, kommen hier „natürliche“ Probleme hinzu: Im Sommer nimmt der Sauerstoffgehalt in dem stillen Gewässer ab, was zu Algenbildung führt. Das kann auch der künstlich angelegte Bach, der in den Teich mündet, nicht verhindern. „Wir prüfen, ob es Sinn macht, im nächsten Jahr gegebenenfalls wieder eine Pumpe und eine Fontäne im Weiher zu installieren“, teilt der Erste Beigeordnete Franz Jirasek mit. Dazu sollen zunächst Aufwand und Kosten ermittelt werden. Was den Teich übrigens auch belastet: Unbekannte setzen hier manchmal Fische aus, die kaum Überlebenschancen haben.

Die Kneipp-Anlage im Park ist jetzt gründlich gereinigt worden, das Laub wurde aus dem Becken entfernt. Im Zuge der Sanierung des Schwimmbades kann die Anlage nicht mit Wasser versorgt werden, weshalb sie in diesem Jahr nicht in Betrieb genommen wurde. Deshalb ist sie bei den Säuberungsarbeiten etwas vernachlässigt worden. Die Arbeiten laufen derzeit übrigens auf Hochtouren, denn die trockene Witterung führt dazu, dass sich Blätter früher als gewöhnlich von den Zweigen lösen. „Wir haben jetzt schon einen Laubfall wie sonst erst Ende Oktober“, hat Dorothea Böhmig beobachtet. Die Beseitigung des Laubs macht viel Arbeit. Aber so ist halt die Natur, das muss man einfach hinnehmen. Anders die mutwilligen Beschädigungen und Verschmutzungen, die auf menschlicher Dummheit beruhen – und gegen die ist bekanntlich kein Kraut gewachsen. Natürlich werden ertappte Übeltäter zur Rechenschaft gezogen. Doch wo die Einsicht fehlt, wird auch damit nichts erreicht.

Quelle: Gemeinde Kriftel – Pressestelle

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