Energiewechsel

Kriftel: Große Abschlussfeier mit Zeugnis nach mehreren bestandenen Prüfungen

Pressemeldung vom 27. Juni 2011, 12:08 Uhr

Erneut hat die Weingartenschule in Kriftel zahlreiche Schüler „ins Leben“ zu weiterer Ausbildung oder hin zu weiterführenden Schulen im Rahmen einer großen Abschlussfeier entlassen.

„…doch heute werdet Ihr endlich den Lohn für Eure Mühen erhalten, das magische Blatt Papier, Euer Abschlusszeugnis!“ machte es die Kommissarische Schulleiterin Silvia Schmidt in ihrer Begrüßung und Rede an Schüler, Eltern und Gäste im Foyer der Schule spannend. Sie hob besonders ihre Haupt- und Realschüler hervor, denen sie „von ganzem Herzen“ zu ihrem persönlichen Erfolg, des bestandenen Schulabschlusses in der Weingartenschule gratulierte. Vor ihren Erfolg hatten die Götter tatsächlich ihren Schweiß gesetzt: Projektprüfung, Präsentation bzw. mündliche Prüfung, danach weitere schriftliche Prüfungen in Deutsch, Mathematik und Englisch waren die Hürden, die sie von Herbst 2010 bis Frühjahr 2011 meistern mussten und es auch schafften. Einige von ihnen treten jetzt eine Lehre an oder lernen auf Fachoberschule oder in der gymnasialen Oberstufe bis zum Fachabitur oder der allgemeinen Hochschulreife weiter.

Die angehenden Gymnasialschüler wissen, was auf sie zukommt: In der Sekundarstufe I ist die Schulzeit um ein Jahr verkürzt worden. Das hat zur Folge, dass jetzt zwei komplette Schülerjahrgänge in die Oberstufe drängen. Die Kommissarische Schulleiterin machte aber auch darauf aufmerksam, dass alle ihre Schüler, die jetzt abgingen, „Vorreiter für die Unterrichtsentwicklung“ gewesen seien: „Bei jeder neu entwickelten Kompetenzspirale wart Ihr die ersten Schüler, mit denen die jeweilige Spirale durchgeführt wurde.“ Mit der positiven Folge, effektiv in Team oder Gruppe zusammenzuarbeiten, Arbeitstechniken zu erlernen, Ergebnisse ansprechend zu präsentieren. Die Schüler beherrschen jetzt also „Grundkompetenzen“ über das Fachwissen hinaus. Fünf Jahre konnten sie für diesen Erwerb lernen und arbeiten. Schmidt machte auch darauf aufmerksam, dass diese erworbene Eigenschaft derzeit noch keine Selbstverständlichkeit an Hessischen Schulen ist. Dieser Bildungsstandard soll erst mit dem neuen Schuljahr ab Herbst Selbstverständlichkeit in allen Schulen werden.

„Pioniere“ für das von der IHK-Frankfurt entwickelte „curriculare Konzept für die betriebliche Praxis“ sind die Hauptschüler in der Weingartenschule gewesen. Damit waren sie auch „Vorreiter für ganz Hessen“. Sie erwarben einen „Quali-Baustein“, der ihre Einstellungschancen deutlich verbessert. Dieses neue IHK-Konzept überzeugte dank der Hauptschüler hier in dieser Schule und wird daher auf ganz Hessen übertragen.

Jirasek: Solider Grundstein

Für die Gemeinde Kriftel wandte sich Erster Beigeordneter Franz Jirasek an die Abgangsschüler und zeigte sich überzeugt von ihren schulischen Leistungen, mit denen sie auch Personalchefs überzeugen werden. In der Weingartenschule sei ein „solider Grundstein“ für berufliche Entwicklung und schulische Weiterentwicklung in sie gelegt worden. Er könne das durchaus beurteilen, da er für die Gemeinde Kriftel als Personalchef für Einstellungen mitverantwortlich sei. Er sprach dem Lehrerkollegium der Weingartenschule seinen Dank auch dafür aus, die Schüler über die Benotung hinaus zu Engagement anzuleiten. Schülermitverwaltung, Schülerzeitung, vielseitiger Einsatz in der Schule über den Unterricht hinaus seien dafür positive Beispiele. Auch im Beruflichen werde Einsatz und Mitverantwortung über die Arbeitszeit und Arbeitstätigkeit hinaus erwartet.

Die Schüler heute stellten sich diesem Engagement. Das sei nicht immer so gewesen, schilderte Jirasek in seiner Rede auch einen Teil seiner Jugendzeit, in der „lange Haare und Parker“ eher Ausdruck einer Haltung waren, für Leistung und gesellschaftliche Verpflichtung reserviert einzustehen. Doch diese Zeit ist vorbei. Jugend und Heranwachsende engagieren sich heute bewusst.

Jirasek dankte der kommissarischen Schulleitung für die bereitwillige Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kriftel. Die Schule stehe weiterhin in gutem Ruf und trage dazu bei, dass in Kriftel jeder fußläufig von der Grundschule bis zum Abitur zur Schule gehen könne. Der Schulstandort Kriftel in Region und Kreis sei eine bevorzugte Adresse. Wer von hier mit einem guten Zeugnis abgehe, werde vom Arbeitsmarkt aufgenommen. Die Firmen schätzen die Qualität der Ausbildung hier.
Jirasek dankte auch dem Ausländerbeirat für seine nützliche Absicht seit Jahren, die besten ausländischen Schülerinnen und Schüler des Schulabgangsjahrgangs für ihre Leistungen auszuzeichnen. Das wecke auch Ehrgeiz in den Heranwachsenden. Des Weiteren dankte der Erste Beigeordnete dem ehemaligen Schulleiter der Weingartenschule, Johann Georg Schröder, erneut dafür, wieder einen Johann-Georg-Schröder-Preis zu verleihen. Da Schulabgang häufig in Feiern mündet, bat Jirasek die Schulabgänger, bei aller Feierlust „die Gemeinde heil zu lassen“!

Großer Abgang

Die Abschlussfeier in der Weingartenschule ist eine Programmfolge von über zwei Stunden: Chorleiter Werner Leismann trat mit seinem Chor auf, Schüler sangen, Klassenlehrerin und Klassenlehrer hielten Reden, die Schulsprecher Michele Mondella und Christian Sachse wandten sich an Schüler und Lehrerkollegium, Musikalisches Intermezzo, Carmen Jimenez ehrte die besten ausländischen Schülerinnen und Schüler, Ex-Schulleiter Schröder verlieh den von ihm gestifteten Johann-Georg-Schröder-Preis, Schüler dankten ihren Lehrern mit guten Worten und Geschenken, dann gaben Schulleiterin und Klassenlehrerin wie -lehrer die begehrten Zeugnisse aus. Danach setzte der gesellige Teil der Abschlussfeier ein.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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