Energiewechsel

Kriftel: Gustav Feldmann feierte den 95sten

Pressemeldung vom 1. April 2015, 16:04 Uhr

Kriftel. Der Jubilar genoss den Trubel an seinem 95sten Geburtstag sichtlich: Am 26. März kam nicht nur seine Familie – mit Tochter, Enkel und Urenkelin – ins Kursana Domizil Kriftel, wo er seit zwei Jahren zuhause ist. Auch Bürgermeister Christian Seitz gratulierte ihm persönlich und hatte Zeit für einen Plausch mitgebracht.

Gustav Feldmann hat viel zu erzählen: Er wurde am 26. März 1920 in Blankenburg im Harz als elftes von 14 Kindern geboren. Sein Vater war Stellmacher und stellte Räder für Bauernwagen her. Im Krieg kam Gustav Feldmann mit 19 Jahren als Soldat nach Frankfurt. Dort lernte er Anni kennen, die er drei Jahre später, 1942, heiratete. Auch seine Tochter Renate wurde in Frankfurt geboren. "Nach dem Krieg arbeitete mein Vater beim Nachforschungsamt der Post, da er sehr gut Englisch sprechen konnte", erzählt seine Tochter. Seit 1964 war er bis zur Rente Buchhalter bei der Betriebskrankenkasse.

Ein Jahr vor Rentenantritt verstarb mit nur 60 Jahren seine Frau Anni, ein schwerer Schlag für ihn. Fortan musste er alleine klarkommen. "Mein Vater ist viel gereist. Wenn er zuhause war, war er allerdings sehr häuslich. Er hat gerne gekocht und gebacken. Zu Weihnachten gab es für alle einen Stollen." Auch gebastelt hat er gerne. "Die Bilder, die er gestickt hat, hängen jetzt in seinem Zimmer im Kursana", so die Tochter.

1991 zog Gustav Feldmann von Frankfurt in eine Wohnung in Hattersheim, wo er sich bis zum 93sten Lebensjahr noch selbst versorgte. "Er ist geistig auch heute noch fit und war immer allem aufgeschlossen", erzählt seine Tochter Renate stolz. "Mit 80 Jahren hat er sich noch einen Computer gekauft und oft daran gesessen." Aber als er 2012 einen leichten Schlaganfall bekam, baute er körperlich ab. Nach mehreren Stürzen zog er vor zwei Jahren ins Kursana Domizil Kriftel um, und ist inzwischen auf einen Rollator angewiesen. "Da mein Mann pflegebedürftig ist, konnte ich meinen Vater nicht aufnehmen. Aber so ist er in meiner Nähe und ich besuche ihn täglich", sagt seine Tochter Renate Schien, die seit 26 Jahren in Kriftel in der Rossertstraße wohnt.

Ihr Vater fühle sich wohl im Seniorenwohnheim, sagt sie. Als einer der wenigen Männer ist er bei den Mitbewohnerinnen sehr beliebt. "Letztens erst sagte eine Dame zu mir: ‚Ihr Papa ist der höflichste Mann hier im Heim‘, freut sich seine Tochter.

Quelle: Gemeinde Kriftel

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis