Energiewechsel

Kriftel: Haupt- und Finanzausschuss berät über neues Abfallkonzept

Pressemeldung vom 26. Februar 2015, 11:18 Uhr

Kriftel. Am Donnerstag der kommenden Woche (5. März) berät der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Kriftel über ein neues Abfallentsorgungskonzept, das ab 2016 umgesetzt werden soll. „Dieses wird notwendig, da der bestehende Abfallentsorgungsvertrag mit der Firma Meinhardt zum 31. Dezember 2015 ausläuft“, erklärt Bürgermeister Christian Seitz. Nach den Regularien des Vergaberechtes kann er nicht mehr verlängert werden. Die Abfallentsorgung muss europaweit neu ausgeschrieben werden.

„Das gibt uns die Möglichkeit, das bestehende Konzept zu überdenken und gegebenenfalls zu verändern, mit dem Ziel, Entsorgungskosten zu sparen. Wir wollen den Gebührenzahler so gering wie möglich belasten“, so Seitz. So schlägt der Gemeindevorstand unter anderem vor, vom kostenintensiven, flexiblen Leerungssystem zu einer zweiwöchentlichen Leerung der Restmülltonne zu wechseln.

„Denn gerade die verpflichtende Einführung der Biotonne ab dem 1. Januar 2015 schafft neue Voraussetzungen“, so Seitz. Der Müll, der in der schwarzen Restmülltonne lande, werde noch weiter reduziert. „Nach den Erfahrungen aus anderen Kommunen wird sich das Volumen um 15 Prozent verkleinern“, so der Bürgermeister. Eine kleine Restmülltonne kann beantragt werden. Ab 2016 soll sogar eine Restmülltonne mit einem Volumen von 60 Litern angeboten werden. Die Biotonne wird weiterhin vierzehntägig, von Mai bis September aus hygienischen Gründen wöchentlich entleert.

Die bisher gültige Flexibilität, zu entscheiden, ob die Restmülltonne an die Straße gestellt wird oder nicht, würde damit im kommenden Jahr nach den Plänen des Gemeindevorstands entfallen. „Doch es ändert sich faktisch gar nicht viel: Viele Krifteler nutzen schon jetzt noch nicht einmal die Mindestzahl von 22 Leerungen im Jahr. Diese entspricht einer zweiwöchigen Leerung“, erklärt Seitz das Konzept, das nun in die parlamentarische Diskussion geht. Die großen 1.100-Liter-Container sollen weiterhin wöchentlich entleert werden.

Weitere Vorschläge: Bei der freiwilligen Nutzung der Altpapiertonnen soll es bleiben, die Anzahl der Standorte für die Altpapiercontainer allerdings halbiert werden. Der vierzehntägige Rhythmus für die Möglichkeit der Sperrmüllabholung könne durch einen vierwöchigen Rhythmus ersetzt werden, so der Plan. Der Grünabfall wird weiterhin an sieben Terminen im Jahr nach telefonischer Anmeldung beim Entsorger abgeholt werden, der Elektromüll im vierwöchigen Rhythmus bei telefonischer Anmeldung beim Entsorger abgeholt.

Eine weitere Einsparungsmöglichkeit sind die Öffnungszeiten der Abfallsammelstelle. Sie sollen um drei Stunden pro Woche reduziert werden. Bis auf Altreifen bleibt die Entsorgungsmöglichkeit der bestehenden Abfallfraktionen weiter erhalten – wird dem neuen Abfallentsorgungskonzept am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss zugestimmt.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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