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Kriftel: Hexerei im Rathaus – von „schön bis schauderhaft“

Pressemeldung vom 18. Februar 2015, 14:45 Uhr

Kriftel. Alles fing wieder harmlos an: Von einem „Hexensturm“ am Abend der Altweiberfastnacht auf das Rathaus war zunächst kaum eine Spur. Zunächst schien es, als sei vor der Tür des Rat- und Bürgerhauses eher zufällig eine Hexe vom Besen abgestiegen. Die Ruhe machte Bürgermeister Christian Seitz unruhig: Als er die Rathaustür einen Spalt öffnete, wurde er einer wundersamen „Hexenvermehrung“ gewahr. Fast wie aus dem Nichts standen sie plötzlich alle vor dem Eingang und begehrten Einlass.

Im Saal boten die Hexen ein Abbild von „schön bis schauderhaft“: Die „Junghexen“ zeigten viel Haut, die „gestandenen“ Hexen beeindruckten mit ihren furchterregenden Masken.

Der Bürgermeister glaubte sich im „Kostüm“ des TüVs vor dem Ansturm von rund 80 Hexen zunächst sicher. Sein Plan: Die Besen einer „technischen Überwachung“ zu unterziehen, in der Hoffnung, die ganze „Brocken-Bagage“ wegen fauler Reiser am Holz zur Umkehr zu zwingen. Aber er schaffte es mehr, auch nur eine aus dem Saal zu weisen.

Die Hexen hatten den Bürgermeister schnell am Arm und trieben ihn vor sich her – mit einer Polonaise durch das Rat- und Bürgerhaus. Darauf lenkte Christian Seitz ein: Willkommen und Begrüßung, Musik und die Rufe „Kriftel Helau!“ machten den Hexen deutlich, dass sie im Krifteler Rathaus an Weiberfasnacht stets willkommen sind.

Sie dankten auf ihre eigene Art: Die einen bekamen ein paar Spritzer Parfum in den Nacken, andere „Herzen ohne Schmerzen“ mit Lippenstift auf die Wangen und Stirn gemalt und Herren mit schütterem Haupthaar wurde buntes Konfetti auf die blanke „Platte“ gestreut. Eine bunte „Light-Show“ tauchte den vollen Saal in wechselnde Farben. Dann kamen kräftige Tänzer vom „KKK“ in den Raum: Keine Cowboys, die auch noch tanzen und Ballett können. Da überlegten die Damen dann doch: Hexe bleiben oder Cowgirl werden?

Nach 1 1/2 Stunden gab die „Oberhexe“ das Zeichen zum Aufbruch, um nach dem Rathaus das übrige Kriftel zu erstürmen.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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