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Kriftel: Hortkinder besuchten das L‘ Alligatore

Pressemeldung vom 19. August 2009, 13:28 Uhr

Kriftel. Ganz schön grimmig schaut Anna Melissa die Bartagame an, die ihr Orazio Martino präsentiert. Diese Begegnung fand bei einem Besuch von Mädchen und Jungen aus dem Krifteler Kinderhort „Lichtblick“ bei Martino statt, dessen Eigenheim in Dietzenbach auch Wohnstätte von zahlreichen Reptilien ist. Vom Wohnzimmer der Familie Martino aus konnten die Kinder nach unten in ein Becken schauen, in dem sich mehrere Alligatoren tummelten. Sie konnten auch kleinere Tiere wie Leguane, Schildkröten oder Schlangen anfassen oder auf Martinos Schultern durch die belebten Bassins spazieren.

Seit 1988 beschäftigen sich der Dietzenbacher und seine Frau Andrea intensiv mit der Pflege von Reptilien. Mit drei jungen Brillenkaimanen in der damaligen Eigentumswohnung hatte alles begonnen. Schon bald wurde mehr Platz gebraucht, und das Paar entschied sich für den Bau eines Eigenheims, das den Anforderungen des Zusammenlebens von Menschen und Tieren gerecht werden sollte. Die Umsetzung erforderte eine Vielzahl von Sondergenehmigungen.

Am Ende stand der „offizielle Segen“ der Behörden für ein Wohnhaus mit einer 70 qm großen Krokodilanlage im Untergeschoss. Auch Teile des Erdgeschosses sind von Reptilien bevölkert. In den restlichen Räumen und im Obergeschoss lebt Martino mit seiner Frau und zwei Kindern. Dieses ungewöhnliche Lebensmodell hat früh öffentliches Interesse geweckt, das bis heute anhält und viele Besuchergruppen anzieht. Die Pflege des stetig erweiterten Tierbestandes betrieb die Familie bis vor vier Jahren noch als Hobby. Danach entschied man sich für den professionellen Betrieb der Anlage.

Viele Ausflugserlebnisse in den Ferien
Der Besuch in Dietzenbach war nur eine von vielen Ferienaktivitäten, die der Kinderhort „Lichtblick“ in den ersten fünf Sommerferienwochen organisiert hat. Es gab auch Ausflüge zum Barfußpfad in Bad Orb, in die Schwimmbäder von Hattersheim und Kronberg, in die Kiesgruben Weilbach und in den Schwanheimer Wald. Angeboten wurden darüber hinaus ein Besuch im Dialogmuseum in Frankfurt und eine Fahrt zum Kletterwald Würzberg. Besondere Erlebnisse gab es für die Teilnehmer einer Fahrt zum Besucherbergwerk Grube Fortuna bei Solms. Beim spannenden Aufenthalt „unter Tage“ in den alten Bergwerksstollen ist den Kindern gezeigt worden, wie dort früher gearbeitet wurde.

Cai Pirinha schmeckt auch ohne Alkohol
Im Hort konnten die Mädchen und Jungen in den Ferien ebenfalls an vielen besonderen Angeboten teilnehmen. Es wurden z.B. Blumentöpfe mit Mosaik verziert oder Duftsäckchen genäht und mit Lavendel gefüllt. Daniela Tille, als Erzieherin im Hort tätig, brachte den Kindern einige Yoga-Übungen bei. Auch einfache „Musikinstrumente“ sind gebastelt worden: Eine Papprolle, mit Körnern gefüllt, erzeugt ein Geräusch, das sich wie Regen anhört. In der „Geschmackswerkstatt“ mixten die Kinder unter Anleitung verschiedene Cocktails. „Cai Pirinha“ und „Pina Colada“ schmeckten so köstlich und erfrischend, dass einigen Kindern davon ein bisschen übel wurde. Nicht wegen der Promille (natürlich waren die Getränke alkoholfrei), sondern einfach, weil sie zuviel davon getrunken hatten …

An den wochenweise angebotenen Ferienaktivitäten haben bis zu 82 Kinder teilgenommen. Es waren für sie preiswerte Vergnügungen. Zur Kostendeckung erhob der Hort nur eine relativ geringe Gebühr.

Quelle: Gemeinde Kriftel – Pressestelle

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