Energiewechsel

Kriftel: I like to be in Kriftel…..

Pressemeldung vom 27. Juni 2011, 12:10 Uhr

Kriftel – Die zahlreichen Zuhörer in der Großen Schwarzbachhalle hörten begeistert und aufmerksam den Melodien aus (vornehmlich) Amerika zu. Der Applaus war verdient, denn die Chöre unter der Leitung von Alexander Grün sangen sauber, deutlich und mit viel Engagement. Die sparsame und sehr klare Gestik und überzeugende Mimik des jungen Dirigenten waren geradezu ansteckend – er hatte alle im Griff: die große Schar der Sängerinnen und Sänger und die ausgezeichnete Combo. Beteiligt waren an diesem Konzert vier Chöre unter Grüns Leitung, die häufig auch gemeinsam auftraten: Kammerchor Quintessenz Kriftel, Gemischter Chor Eintracht Mittel-Gründau, Frauenchor Mittendrin Nauheim und Gemischter Chor Eintracht Nauheim.

Die Schwarzbachhalle war entsprechend dem Thema „Amerika“ umgestaltet: Rot-Weiß-Blau beherrschte die Wände der Halle und die Kleidung der Choristen an diesem Nachmittag. Während der eine Teil der Halle mit Ständen mit snacks (hot dogs, French fries, ketchup and more) für das leibliche Wohl der Zuhörer vor und nach dem Konzert sorgte, war der andere Teil für das Konzert in stimmungsvolles rotes Licht getaucht und so sprang der Funke gleich beim musikalischen Eröffnungsstück „I like to be in America“ aus der Westside Story von Leonard Bernstein über. Der Funke erlosch während des gesamten Nachmittags nicht: sei es bei den Vorträgen von „Dream a little dream“ (wunderbar Neicy Ackermann als „Mama Cass“), „Mister Sandmann“, „Smile“ (Musik von Charlie Chaplin – was so manchen sicher überraschte) oder das „Lullabye“ von Billy Joel und „Walkin‘ in Memphis“, einer hommage an Elvis Presley.

Besonders gefiel der Frauenchor (auch hier mischten sich die Choristinnen der verschiedenen Chöre wieder) mit seiner Diktion, Intonation und seinem warmen und klaren Klang. Alle Stimmlagen bei allen Chören waren gut aufeinander abgestimmt und das Publikum war begeistert von den Medleys „California dreamin‘ “ mit den Evergreens „Monday, Monday“ und „Happy together“ (sogar zwei Hippies waren plötzlich dabei mit tollen Perücken und Sonnenbrillen) „Twentiana“ mit u.a. „Tea for Two“ aus „No, No Nanette“ und „Hallelujah“.

Stücke wie „Liebling, mein Herz läßt dich grüßen“ und „Guter Mond“ paßten trotz rein deutscher Worte in das Programm, da die Komponisten oder Texter zeitweise in den USA lebten oder auch die Staatsangehörigkeit angenommen hatten – die Gründe sind vielen bekannt.

Unbedingt erwähnt werden müssen die Mitglider der Combo mit Frank Rosenberger am Klavier, Christian Keul am Bass und Christian Standke am Schlagzeug! Rhythmisch sicher und nie überladend begleiteten sie die Chöre, was mit entsprechendem Applaus belohnt wurde.

Verena Blecher verband das musikalische Amerika mit Gedichten und Gedanken von Schnitzler, Bukowski, Twain und Thurber. Manche Beiträge anderer Dichter waren allerdings nur schwer nachvollziehbar – dies sei der Rezensentin als USA-Kennerin (Kultur, Sprache, Musik, Literatur) gestattet zu erwähnen.

Da es keine Ansage gab, war das Programmheft (mit alten schwarz-weiss Aufnahmen) sehr hilfreich mit Angaben und Übersetzungen der Musikbeiträge.

Einen besonderen Leckerbissen hatte Alexander Grün noch parat: Maria Mucke, die vielen bekannte Sängerin – vornehmlich durch ihre Chansons und ihre Zusammenarbeit mit Willy Berking und Paul Kuhn – war anwesend und für sie hat der junge Dirigent „Somewhere over the rainbow“ für Chor arrangiert! Wir hoffen, noch viele Arrangements dieses hochbegabten Musikers zu hören!

Klaus Gallenbacher, der ErsteVorsitzende, dankte allen Beteiligten für die großartige Zusammenarbeit und Geduld und Hingabe. Das Kulturforum und Musikforum Kriftel hatte wieder Gelegenheit, einen kurzweiligen und niveauvollen musikalischen Nachmittag anzubieten und kann getrost sein 60jähriges Jubiläum feiern.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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