Energiewechsel

Kriftel: Johanna Sturm wurde 90

Pressemeldung vom 17. Juni 2011, 11:51 Uhr

Über Besucher aus ihrer Heimatgemeinde freut sich die Kriftelerin Johanna Sturm, die im Pflegeheim Martha-Else-Haus in Hofheim wohnt, ganz besonders. Anlässlich ihres 90. Geburtstages kam nun Bürgermeister Christian Seitz zu ihr, um ihr herzlich zu gratulieren und Glückwunschurkunden der Gemeinde, des Main-Taunus-Kreises und des Landes Hessen zu überreichen. Dort traf Seitz auch auf die Schwester der Jubilarin, Gisela Lieven, die Johanna Sturm häufig besucht. Eine weitere Schwester lebt in Frankfurt-Schwanheim, wo alle Drei geboren sind.

Der Vater war in den Farbwerken Hoechst beschäftigt. Als das Unternehmen seinen Mitarbeitern den Erwerb von Grundstücken in Kriftel zur Errichtung von Eigenheimen anbot, bewarb er sich darum und erhielt auch eine Zusage. Die Wohnungspolitik von Hoechst führte bekanntlich u.a. zum Entstehen der Krifteler „Siedlung“. Und zu den Siedlern, die sich ihren Traum vom Eigenheim erfüllten, dafür allerdings auch beim Hausbau kräftig mit anpacken mussten, gehörte die Familie von Johanna Sturm. Sie selbst war damals, 1936, fünfzehn Jahre alt.

Nach ihrer Schulzeit arbeitete sie in verschiedenen Betrieben. In Schwanheim hat sie manchmal noch Veranstaltungen besucht und bei einer dieser Gelegenheiten dann ihren späteren Mann kennengelernt. Gerhard Sturm lebte damals, Anfang der 1950er Jahre, in einem Flüchtlingslager in Frankfurt-Griesheim. Er stammte aus Ostpreußen, hatte seine Heimat nach dem Krieg verlassen müssen. 1955 heiratete das Paar in Kriftel. Innerhalb der Gemeinde, in der sie sich wohlfühlten, sind die Eheleute, die kinderlos blieben, später einige Male umgezogen. Als Gerhard Sturm nach schwerer Operation pflegebedürftig wurde, zog seine Frau mit ihm zunächst in ein Pflegeheim in Bad Soden und später ins Hofheimer Martha-Else-Haus. Dort ist der Ehemann der Jubilarin vor zwei Jahren verstorben.

Johanna Sturm ist trotz ihres hohen Alters rüstig und geistig hellwach. Sie erinnert sich gerne an frühere Zeiten und erzählte jetzt dem Bürgermeister beispielsweise davon, wie schön und gemütlich es einst im ehemaligen Gasthaus „Zur Eisenbahn“ gewesen ist, das sich am Eingang zum Bahnhofsplatz (heute Platz von Airaines) befand. Im Sommer wurden die Gäste in einem Biergarten unter der großen Kastanie neben der Markthalle der ROWG bewirtet. Die älteren Krifteler werden sich daran sicher auch gerne erinnern.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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