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Kriftel: Kinderbetreuung – Förderbescheid eingegangen

Pressemeldung vom 28. Februar 2013, 08:27 Uhr

Alle hessischen Kommunen erhalten in diesem Jahr Zuschüsse vom Land für ihre Aufwendungen im Bereich der Kinderbetreuung. Die Mittel sollen den Mehraufwand teilweise ausgleichen, der den Kommunen durch die Umsetzung der vom Land beschlossenen Mindestverordnung entstanden ist. Der Personalschlüssel für die Kinderbetreuung ist mit dieser Verordnung von 1,5 auf 1,75 Fachkräfte pro Kind angehoben worden.

Der Bescheid über die Landeszuwendung für die Gemeinde Kriftel ist kürzlich im Rathaus eingegangen. Wie bereits angekündigt, erhält die Gemeinde eine Zuwendung in Höhe von 129.046 Euro. Natürlich ist die „Finanzspritze“ aus Wiesbaden in allen Kommunen willkommen. Den Löwenanteil der Kosten für die Betreuung tragen allerdings weiterhin die Kommunen. So muss die Gemeinde Kriftel jedes Jahr insgesamt rund 1,33 Millionen Euro zur Deckung der Betriebskosten im Bereich Kindergartenbetreuung beisteuern.

Expertenanhörung zu Kinderförderungsgesetz

Mit Beginn des Jahres 2014 ist die Mindestverordnung hinfällig, denn zu diesem Zeitpunkt soll ein neues Kinderförderungsgesetz des Landes in Kraft treten, über dessen Einzelheiten derzeit gesprochen wird. Demnächst findet im Landtag eine Expertenanhörung statt, nach der die Landesregierung darüber entscheiden will, ob Änderungen an der Gesetzesvorlage vorgenommen werden sollen.

Info-Veranstaltung für Träger und Leitungen

Zudem sollen auch Träger und Leitungen der Betreuungseinrichtungen umfassende Informationen über die geplanten Änderungen bekommen und die Gelegenheit erhalten, ihre Auffassungen dazu zu äußern. Für den Main-Taunus-Kreis hat der Kreisbeigeordnete Wolfgang Kollmeier diesen Personenkreis jetzt zu einer Informationsveranstaltung am 22. März ins Kreishaus eingeladen. Staatsminister Stefan Grüttner wird den Gesetzesentwurf dabei persönlich erläutern.

Höhere Landesförderung durch neues System

Die hessische Landesregierung ist davon überzeugt, dass mit dem Gesetz die Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung nicht nur deutlich verbessert werden, sondern auch gerechter und flexibler. So soll künftig die Anzahl der betreuten Kinder in einer Einrichtung die Bemessungsgrundlage für die Förderung sein und nicht die Anzahl der Gruppen ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Kinderzahl.

Zudem würde bei der Umstellung auf das vorgeschlagene neue Förderungssystem viel mehr Geld in die Betreuung fließen: 425 Millionen Euro jährlich von 2014 an statt 355 Millionen im vergangenen Jahr.

Kritiker befürchten dennoch insgesamt einen Qualitätsverlust in der Betreuung und machen dies an einzelnen Veränderungen bei den Mindeststandards fest. So sieht die Gesetzesvorlage u.a. vor, dass die Träger die Möglichkeit haben sollen, künftig teilweise auch Personal einzusetzen, das nicht über eine pädagogische Ausbildung verfügt. Damit will man dem Fachkräftemangel begegnen. Voraussetzung soll aber in jedem Einzelfall eine Genehmigung durch das Jugendamt sein. Die Einstellungen sind zudem an gewisse Kriterien geknüpft.

Seitz: Gleichbleibende Betreuungsqualität in Kriftel

Die Gemeinde Kriftel habe keine Veranlassung, zum jetzigen Zeitpunkt inhaltlich zu der Gesetzesvorlage Stellung zu beziehen und sich an der Diskussion darüber zu beteiligen, stellt Bürgermeister Christian Seitz fest. Zugleich sichert er den Eltern und Erziehern in der Gemeinde eine gleichbleibende Betreuungsqualität in den Einrichtungen für die Zukunft zu. „Durch das Gesetz wird sich im Kita-Alltag praktisch nichts ändern, da wir in Kriftel schon immer mehr erfüllt haben als die gesetzlichen Mindestanforderungen. Wir achten weiterhin darauf, dass unsere Kinder eine optimale und pädagogisch wertvolle Betreuung erhalten“.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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