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Kriftel: Lesen in Muttersprache erweitert den Horizont

Pressemeldung vom 17. Juni 2011, 15:56 Uhr

Bereits zum dritten Mal hat die Vertreterin der ausländischen Kinder an der Lindenschule, Flavia Sorba, mit Unterstützung des Ausländerbeirates und der Eltern einen Lesenachmittag für mehrsprachige Kinder veranstaltet. Die Kinder können dabei aus einem ihrer Bücher in ihrer jeweiligen Muttersprache Geschichten vorlesen, während das Publikum die Illustrationen der Bücher auf einer Leinwand verfolgt. Zum besseren Verständnis erzählen die kleinen Leserinnen und Leser vorher in deutscher Sprache, worum es in ihrer Geschichte geht.

Flavia Sorbia erklärte jetzt noch einmal, was sie zu dieser Veranstaltung bewogen hat: Die Lesenachmittage zählen nicht nur zu den wenigen Gelegenheiten, bei denen Kinder mit Migrationshintergrund zeigen, was sie außer dem, was sie in der Schule lernen, noch können. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Mädchen und Jungen in ihrer Muttersprache lesen und möglichst auch schreiben können. Denn nur dann werden sie mehr und besser verstehen lernen und sprechen können, als sie in ihrem Elternhaus vernommen haben.

Gelesen haben zehn Kinder in sechs verschiedenen Sprachen: Ben Voigtländer und Maximilian Lonnen in Englisch, Joon Park in Koreanisch, Zekiye Gencer, Sinem und Ceren Yesil sowie Semira Buch in Türkisch, Roberto Lanzano in Chinesisch, Silvia Vitt in Spanisch und Adriano Zenobio in Italienisch. Besondern gefreut hat sich Flavia Sorba über die Teilnahme von drei Erstklässlern und fünf „Wiederholungslesern“, die auch schon in den Jahren zuvor etwas vorgetragen hatten. Roberto Lanzano hatte letztes Jahr in Englisch gelesen, dieses Jahr sogar in Chinesisch – ein besonderes Lob an ihn!

Die Veranstalterin und die Teilnehmer freuten sich auch über das Interesse des Ausländerbeirates und der Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Christian Seitz und mehrere Mitglieder des Ausländerbeirates. Ausländerbeiratsmitglied Carmen Jimenez verteilte Einkaufsgutscheine an die Kinder, als Belohnung für ihre guten Leseleistungen. Für die Lindenschule, die die Räumlichkeiten und die Technik zur Verfügung gestellt hatte, war Rektorin Sandra van de Weyer gekommen, um die Schüler ebenfalls zu loben.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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