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Kriftel: Lindenblütenfest im Wechselbad von Sonne und Regen

Pressemeldung vom 10. Juni 2011, 08:57 Uhr

Das 33. Lindenblütenfest in der Gemeinde begann am vergangenen Samstag bei Trockenheit und Sonnenschein. Alles ging gut am Anfang: Viele Besucher waren zur Eröffnung um 17 Uhr an die Linde gekommen, die Böllergruppe des Schützenvereins Kriftel hatte unter dem Schauer, der gegen 15 Uhr niederging, ihr Pulver trocken gehalten und feuerte ihre alten Pistolen jetzt einzeln und dann zusammen zum Auftakt des größten Straßenfests in Kriftel ab.

Michael Wipfler, Erster Vorsitzender der Kerbegesellschaft (KGK) sprach zur Begrüßung, Ex-Minister Heinz Riesenhuber schüttelte zahlreiche Hände und zeigte heitere Miene über der Fliege. Der neu gewählte Landrat Michael Cyriax dankte den Kriftelern mit seiner Ehefrau an der Seite mit seinem Besuch für das für ihn zur Landratswahl am höchsten im Kreis abgegebene Wahlergebnis, dann waren Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Franz Jirasek an der Reihe, das Fass Freibier anzustecken.

Lederschürze, Holzhammer, Maßkrug – zwei Schläge nur und das Bier floss! Da kam Beifall auf! Der Bürgermeister grüßte mit vollem Krug in die Menge – so kam das große Fest in Kriftel erneut in Fluss. Auch die anstehenden Besucher griffen gern zum gut gefüllten Becher Freibier.

Danach setzten sich die Ehrengäste, Rathausspitze, Ehrenbürgermeister und KGK-Vorsitzender in Bewegung, um die Festmeile Bahnhofstraße abzulaufen und die an Ständen und in Buden aktiven Besetzungen und Betreiber persönlich zu begrüßen. Schon zu dieser noch frühen Festzeit gegen 18 Uhr schwoll der Besucherstrom spürbar an. Es schmeckte den Gästen: An den Tischen und Bänken in den offenen Zelten kam italienische und spanische Kost auf die Teller, die großen Bierstände waren bereits umlagert, vom Schwenkgrill der Kerbegesellschaft wurden Bratwurst oder Steak weitergereicht – auch hier war die Schlange der Anstehenden so früh am Abend bereits lang.

Wipfler war im ersten Überblick mit Teilnahme und Aufbau zufrieden. Die Festmeile wurde von rund 50 Ständen flankiert. Dann setzte der Sound ein. Die Bands „Deja Vu“ und „New Tiebreakers“ spielten auf, und Besucher umstanden sie in Grüppchen und Gruppen. Leider kam mit der Musik auch der Regen – nicht „sinnlich“, wie von Landwirtschaft und Obstanbau sehnlichst erwünscht, sondern „prasselnd“.

Gastfreundliche Hoftradition

Die Zelte wurden voll, unter den Dächern der Stände wurde es eng, die Besucher rückten Schutz suchend zusammen: Der „Schirmherr“ war gefragt! Ja wo war er denn? Der Bürgermeister und der Erste Beigeordnete suchten Schutz und fand ihn „im Hof Geßner“ an der Bahnhofstraße. Otto Geßner und seine Ehefrau pflegen seit Jahren die Tradition des „offenen Höfchens“ für Bekannte. Früher war es auch so verbreitet üblich: Krifteler Bürger mit Haus und Hof öffneten zum Lindenblütenfest Hof und Scheune – beides, etwa beim „Nolle Gerhard“, war zur Festzeit über Jahrzehnte „Legende“ in Kriftel.

Familie Geßner hatte wieder alles getan, es ihren Gästen angenehm zu machen: Schmackhaftes aus Küche und Keller kam auf den Tisch, der Weinhändler brachte eine neue Lieferung in die Runde, und als Landrat in spe und Bürgermeister sowie Erster Beigeordneter trotz Regendachs nass zu werden drohten, zog die Gesellschaft um ins Gästezimmer – und der Wein zog mit. Das Fest am Abend kam auch draußen wieder richtig in Schwung, als die Wolken weiterzogen.

Sonntag mit Gesang

Am Sonntag lockte der Gesangverein Liederkranz mit seinem Auftritt an der Linde die Besucher zum Frühschoppen. Mütter setzten ihre Jüngsten ins Kinderkarussell in der Bahnhofstraße, viele nahmen ihr Mittagessen auf der Festmeile ein, der Sound setzte wieder „live“ ein, Clown „Kinki“ lockte die Jungen und Mädchen mit seinen Späßen an und wen noch? Wieder Regen! Ein Wechselbad von Sonne und Regen zum Lindenblütenfest – überraschend ist es nicht gekommen: Die Vorhersage hatte es angekündigt.

Das traditionelle „Baumstammsägen“ verlief noch trocken. Für die Sieger gab es zwei der T-Shirts mit Krifteler Wappen, die auch an einem Stand angeboten wurden und weiterhin im Bürgeramt der Gemeindeverwaltung erhältlich sind. Dann wurde es bald feucht und feuchter. Es empfahl sich, vorsichtshalber mit dem Erdbeerkuchen samt Sahne unters Zeltdach zu gehen. Natürlich passte der Regen zum Lindenblütenfest den Veranstaltern noch weniger als den Besuchern. Aber vielleicht bleibt dafür ja die Kerb 2011 trocken …

Vielseitiger Dank

Der Schirmherr, die Gemeinde und die Kerbegesellschaft Kriftel als Veranstalter danken allen Mitwirkenden an diesem Fest für ihren Einsatz. Ebenso der Feuerwehr, dem DRK und der Schutzpolizei für ihre Bereitschaft. Und erneut gilt jenen Bürgern und Anliegern an den Festmeilen Dank, die wieder in Freundlichkeit und Toleranz das Festtreiben unter ihren Fenstern verständnisvoll treiben ließen.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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