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Kriftel: Markt wird zum offiziellen Markenzeichen der Gemeinde – „Krifteler Adventsmarkt“ erfüllt Ersten Adventssonntag

Pressemeldung vom 25. Oktober 2012, 09:25 Uhr

In der Mitgliederversammlung des Vereinsrings Kriftel hat Vorsitzender Bodo Knopf vor rund 30 Teilnehmern über die Umbenennung des Weihnachtsmarkts in „Krifteler Adventsmarkt“ gesprochen und wie in seinem Vorstand dafür nun auch vor den Vereinsrepräsentanten Zustimmung erhalten.

Damit erfährt die Veranstaltung am jeweils 1. Advent des Jahres eine Aufwertung: Die Typisierung liegt im „Krifteler“, die Abkehr von der Pauschalierung Weihnachtsmarkt liegt hin zum Konkreten in „Adventsmarkt“. Mit „Budenzauber“ entlang Straßen und rund um die Kirche sowie einem in der Region einzigartigen Kulturprogramm von Nachmittag bis Abend des 1. Advents in der Katholischen Pfarrkirche St. Vitus hebt sich dieser Adventsmarkt von Anfang an von dem üblichen „BBG“ – „Buden, Bratwurst, Glühwein“ – ab. Darauf weist auch das Programm hin, das zu diesem Markt seit Jahren herausgegeben wird.

Die Pfarrerin der Evangelischen Auferstehungsgemeinde, Carmen Schneider, stimmte der Umbenennung ebenfalls zu, da sie auch „die Zeit der Erwartung“ ausdrücke. Eine weitere Neuerung wird in den „Krifteler Adventsmarkt“ aufgenommen, der in diesem Jahr am Sonntag, 2. Dezember 2012, stattfindet: Er wird von 19 auf 20 Uhr um eine Stunde verlängert. Damit erhalten auch die Aktiven in St. Vitus Gelegenheit am Markt draußen teilzunehmen, die ihren Auftritt erst gegen 19 Uhr beenden. Die bewährte Verlegung der Bühne von der Ortsmitte hin zur Pfarrkirche wird beibehalten. Im vergangenen Jahr kam ebenfalls der Wunsch auf, bereits am Vorabend zu Einstimmung und Glühweinparty St. Vitus anzustrahlen. Vielleicht geschieht das in diesem Jahr. Das macht den Schauplatz heller und rückt die Pfarrkirche aus dem Schatten ins Licht der optischen Wahrnehmung.

Anerkennung für Jubiläen

Vorsitzender Knopf rief aber auch ganz weltliche Themen auf: Die Freiwillige Feuerwehr Kriftel sowie die Siedlergemeinschaft Kriftel hatten in diesem Jahr Jubiläum gefeiert, und der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Norbert Loreth, hatte den Schalk auf der Zunge, als er begeistert über Ausführung und Annahme des Feuerwehrjubiläums sprach und allen Kriftelern versprach: „So eine Jubiläumsfeier werden wir in 100 Jahren wiederholen!“ – Fein! Aber wir von heute werden nicht mehr kommen! „Es war ein schönes Fest!“ fasste er den

Gesamteindruck richtig zusammen und dankte auch der Kerbegesellschaft Kriftel, die die Bewirtung im Festzelt übernommen hatte. Für die Siedlergemeinschaft Kriftel dankte Erster Vorsitzender Horst Raab der Gemeinde und Bürgern für die große Anteilnahme am 75-jährigen Jubiläum, das im Rat- und Bürgerhaus, aber auch in Open-Air bei den Siedlern gefeiert wurde. Markus Kilb sprach über den Sonntag „Kriftel aktiv“, den „Verkaufsoffenen Sonntag“, den die VKS in Kooperation mit der Kerb in diesem Jahr durchgeführt hatte, über die sich aus den etwa 10.000 Besuchern rund 2.000 schriftlich äußerten, von denen aber lediglich nur zwei Besucher/Teilnehmer Kritik übten.
Wie erfolgreich jener Sonntag für die Veranstalter in Hallen und Freigelände verlief beweist die Bereitschaft der Teilnehmer, zu bisher 99 Prozent daran in drei Jahren erneut teilzunehmen.

Lebensbaum

Gastgeberin der Mitgliederversammlung war die Evangelische Auferstehungsgemeinde, und Pfarrerin Carmen Schneider hatte sich erkennbar Mühe gegeben, den Vereinsring freundlich zu empfangen: Ein Lebensbaum mit Äpfeln schmückte den Versammlungsraum und zum Lebenswasser stellte sie auch Wein. Diese Symbolik griff Bürgermeister Christian Seitz in seinem Grußwort auf und dankte der Kirchengemeinde für ihre Bereitschaft, im Rahmen dieser Veranstaltung die „Zivilgemeinde“ Kriftel auch als „Gemeinde zum Wohlfühlen“ mit einzurichten.

Seitz: Besonderes Jahr 2012

Der Bürgermeister hatte Anlass, dem Vereinsring und Dieter Deyhle für die Ausrichtung der „Ferienspiele“ zu danken und sprach Deyhle seinen besonderen Dank aus, der bereits seit 18 Jahren auf die Einhaltung der Spielregeln „vor Ort“ und auf die Organisation achte. Des Weiteren dankte Seitz für die Zusammenarbeit mit dem Vereinsring hinsichtlich der zu Ende gegangenen „Spiele im Park“ dieses Jahres.
Nach Einschätzung des Rathauschefs ist 2012 bisher ein „besonderes“ Jahr gewesen: Mit dem Open-Air Auftakt im Mai, mit „Mai Ziegelei“ ,sei dem Kulturforum Kriftel die Einrichtung eines neuen Kunst- und Kulturfestes für Bürger und Besucher im neuen Ziegeleipark im Norden der Gemeinde gelungen. Mit dem „Brillant-Feuerwerk“ zum Abschluss des Feuerwehrjubiläums sei etwas über Kriftel am Abend aufgestiegen, „was es in der Gemeinde schon lange nicht mehr gegeben hat!“
Darüber hinaus lenkte der Bürgermeister auf die Kerb und VKS und ihre Erfolge und zog die Positivbilanz, dass diese Erfolge nur dadurch zustande kämen, „weil wir in Kriftel an einem Strang ziehen! Diese Einstellung und Aktivität daraus soll auch weiterhin Bestand haben!“ bekräftigte der Bürgermeister seine Einstellung

Rathaus: Einschnitte und Belastungen!

Seitz war aber nicht nur in Feststimmung: Er äußerte sich auch über die „schwere Zeit“, die über Kommunen hinsichtlich ihrer finanziellen Situation gekommen ist. Welche dramatischen Auswirkungen das haben kann sei gerade in der Nachbarstadt zu beobachten. Die Entwicklung der Wirtschafts- und Bankenkrise habe in Kommunen zu unausgeglichenen Haushalten über Jahre geführt. Auch Kriftel hat mit „erheblichen Schwierigkeiten“ zu kämpfen und seit 2010 keinen ausgeglichenen Haushalt mehr. So wird es auch hier zu Leistungseinschränkungen und Mehrbelastungen für die Bürger kommen. Aus diesem Grund habe er bereits vor ca. zwei Jahren eine interfraktionelle Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Gemeindefinanzen beschäftig. Alle Parteien arbeiten dabei sehr konstruktiv zusammen. In diesem Zusammenhang ging Seitz noch einmal auf das große ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde ein. Nur mit diesem Engagement können die vielfältigen Angebote, die Kriftel so lebenswert machen, aufrechterhalten und auch finanziert werden. „Mit diesem Engagement kommen wir auch durch die diese schwere Zeit.“ Nachdrücklich äußerte Seitz: „Auf alle Fälle wollen wir die Dinge selbst in den Griff bekommen, und nicht unter einen Rettungsschirm schlüpfen müssen!“ Dieser Vorsatz fand sehr starken Beifall in der Mitgliederversammlung.

Vereinshinweise

Vorsitzender Knopf machte auf den „Tag des Ehrenamts“ im MTK aufmerksam, der am 5. Dezember des Jahres stattfindet und für den noch Einreichungen verschiedener Art gemacht werden können.
KKK-Vorsitzender Heinz-Günther Eberth machte auf seinen neuen zweiten Vorsitzenden aufmerksam und stellte Daniel Weiß vor. „Die Kampagne hat für uns bereits begonnen!“ äußerte er mit Blick auf die Vorbereitungen zu den Sitzungen, für die der Vorverkauf im November des Jahres einsetze. Für das „Erdbeerkomödchen“ lud Kurt Mitternacht Vereinsring und Bürger zum Theaterwochenende 27. und 28. Oktober in der Kleinen Schwarzbachhalle ein und sprach von einem „Kulturimbiss“ nach Art „leichter Muse“, der für den geringen Eintritt von „zwei Pils“ als Gegenwert (sechs Euro) eingenommen werden könne.
Darüber hinaus dankte Mitternacht dem Kulturforum Kriftel für den „Unterschlupf“ des „Erdbeerkomödchens“. Für die „Bürgerstiftung Kriftel“ warb Bürgermeister Seitz: Die Stiftung werde bald 50.000 Euro Stiftungskapital haben und werde von den Bürgern etwa bei Geburtstagen und Jubiläen unterstützt. Auch Vereine könnten durch Aktionen zur Unterstützung dieser Stiftung beitragen.
Auch Gabriele Bentscheck wies auf den Erfolg des Reit- und Fahrvereins Kriftel in diesem Jahr hin, was den Verein veranlasse, im nächsten Jahr zu zwei „größeren Veranstaltungen“ einzuladen. Der Verein werde sich um die Ausrichtung der Hessischen Meisterschaft im Voltigieren bemühen. Im September 2013 werde es ein „großes Reitturnier“ geben. Der Gesangverein Liederkranz werde am 7. Juli 2013 zu einem großen Konzert in die Schwarzbachhalle und dazu bis zu 120 Sänger einladen. „Er lebe hoch!“ werde das Motto heißen, was zu einer „szenisch-konzertanten“ Aufführung führen werde.
Im Oktober nächsten Jahres sind die Bürger zum Auftritt des Männerchors nachmittags eingeladen. Der Caecilienverein Kriftel, Katholischer Kirchenchor „Vitus und Caecilia“, dankte für „Besuche und Unterstützung“ an seinen Veranstaltungen anlässlich seines 90-jährigen Bestehens. Er dankte auch der DLRG für die Bewirtung seiner Anlässe.

Großjubiläum 2013

Der Radfahrerverein Germania 1913 Kriftel besteht 2013 hundert Jahre. Er wird dieses Jubiläum vermutlich in Kooperation mit dem Kegelclub „Gut Holz“ feiern, der im nächsten Jahr 50 Jahre besteht.
Die Jubiläumsfeier in der Kleinen Schwarzbachhalle soll „keine hochsportliche, aktive Veranstaltung“ werden. „Wir brauchen Nachwuchs! 40-Jährige werden jetzt gut!“ warb in diesem Zusammenhang Erster Vorsitzender Kurt Mitternacht für seinen Kegelclub. Pfarrerin Carmen Schneider machte auf das 60-jährige Bestehen der Evangelischen Auferstehungsgemeinde in Kriftel 2013 aufmerksam. Dieses Jubiläum werde die Gemeinde am Sonntag, 25. August, mit den Bürgern feiern. Und am nahen Horizont schimmert bereits das nächste Jubiläum auf: TuS-Vorsitzender Paul Dünte machte auf das 125-jährige Bestehen der TuS in 2015 aufmerksam.
Der Bürgermeister ahnt, was da an Jubiläums-Wünschen auf die Gemeinde zukommen kann und bremst jetzt vorzeitig: „Irgendwie haben sich die Zeiten geändert, etwas Geld fehlt!“

Quelle: Gemeinde Kriftel

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