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Kriftel: Offene Türen bei der Kita Lichtblick

Pressemeldung vom 25. Juni 2015, 11:05 Uhr

Ein echter Lichtblick an der Lindenschule

Kriftel. Am vergangenen Sonntagnachmittag zogen wieder zahlreiche Krifteler Familien zu Kita und Hort „Lichtblick“ an der Lindenschule. Sie schauten sich die Einrichtung der Gemeinde an, informierten und unterhielten sich, besuchten einen großen Flohmarkt und erfrischten sich an der alkoholfreien „Cocktailbar“ auf dem Hof, während sich die Kinder bei Sport, Spiel und Geschicklichkeit amüsierten. Einige Familien bahnten auch schon Anmeldungen für die Schulkinderbetreuung in der Zukunft an.

Zahlreichen Eltern sind Kindertagesstätte und Hort natürlich durch ihre Kinder bekannt. Für sie war dieser Besuchstag daher eine weitere Möglichkeit, die Kontakte mit Leitung, Erzieherinnen und Betreuung aufzufrischen. Auf Stellwänden präsentierte der Hort seine Bereiche Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Hortzeit und Feriengestaltung. Die weit über 200 Kinder, die hier betreut werden, sind zwischen sechs und zehn Jahre alt. Stefani Petermann hält die Verbindung von der Verwaltung zur Kita.

Kita, Hort und Elternbeirat waren nach den positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr auf einen Ansturm vorbereitet. Ein Kuchenbuffet mit Kaffeeausschank in der Cafeteria lud die Besucher zum Verweilen ein. Das „grüne“ Klassenzimmer der Lindenschule bot einigen Eltern mit Kindern naturnahen Auslauf bei sommerlicher Temperatur.

Am Ende waren Stefani Petermann, Kitaleiterin Luisa Doce-Almeida und ihr Team mit Verlauf und Annahme dieses Besuchstags „sehr zufrieden“. Die Leiterin dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Nach ihrer Einschätzung gibt es einen Trend hin zur Ganztagsschule. Hort und Kita werden die Lindenschule dabei unterstützen und Betreuung anbieten. Das Modul „B“, die Betreuung bis 15 Uhr, sei sehr gefragt. Die Nachfrage nach Betreuung wachse, so Almeida. Der Bedarf könnte auf bis zu 75 Prozent anwachsen. Dann wird es auch eine richtige „Mensa“ an der Lindenschule geben müssen.

Man begann mit 22 Kindern

Mitte November 2009 feierte der „Lichtblick“ sein 15-jähriges Bestehen. Kitaleitung und Team verstehen ihre Aufgabe als „Familienergänzend“. Insgesamt sind hier zurzeit rund 30 Personen für das Wohl der Kinder aktiv. Sie erfahren Bildung und ihnen angemessene Erziehung. Die Leitung vertritt die Auffassung, dass die Eltern Vorrang in der Erziehung haben. Daher liege die Hauptverantwortung auch bei ihnen.

Die Kita ist aus dem Evangelischen Kinderhort hervorgegangen. Daher besteht die Einrichtung in Kriftel schon über 20 Jahre. Seit über 20 Jahren ist die Gemeinde Träger des Horts. Sie unterhält auch den Bau. Er entstand als Neubau an die Lindenschule, Lindenstraße 14, und wurde 1994 für die Kinder geöffnet.

Er war damals nur für 80 Kinder entworfen worden. 22 Kinder zogen zunächst ein. Dann stieg die Zahl auf rund 185 Plätze 2009, jetzt auf rund 220. Kinder der Grundschule von erster bis vierter Klasse werden hier aufgenommen. Bis 2003 durften Kinder noch bis zum Alter von zwölf Jahren in den Hort. Vor Kindergarten und Hort hat der Anbau wechselnde Einrichtungen für Kinder in der Gemeinde als Nutzer gehabt: Montessori-Kindergarten, „Pusteblume“ und auch die „Waldgruppe“ waren hier untergebracht.

Liebevolles, flexibles Team

Zum 15-jährigen Bestehen, das damals mit einem Aktionstag „Offenes Haus“ gefeiert wurde, dankte Bürgermeister Seitz dem Team im Namen der Gemeinde „für ihr liebevolles Kümmern um Ihre Kinder, für seine Bereitschaft zur Flexibilität, zur Bewältigung struktureller Veränderungen, längerer Öffnungszeit und für sein Bestreben, Neues zu wagen, mit der Lindenschule zu kooperieren, die sich zur Ganztagsschule entwickeln werde“. Der Rathauschef drückte auch seine Überzeugung aus, dass die Gemeinde mit dem Hort „eine große Abdeckungsrate und ein gutes Angebot“ für Eltern und Familien in der Gemeinde biete.

Die Hortleiterin fasste damals den vom Gesetzgeber übertragenen Bildungs- und Erziehungsauftrag so zusammen: Die „gegenseitige Wertschätzung und persönliche Bildung“ sei die Voraussetzung für die „geistige und seelische Entwicklung der Kinder“. Im Hort werde jedes Kind zu Gemeinschaft in der Gesellschaft und zu Verantwortung in ihr erzogen. Das geschehe in einer freien Atmosphäre, in der sich jedes Kind wohlfühle und sich auch entfalten könne. Es finde hier Anerkennung, werde auch ernst genommen, erhalte Schutz und Geborgenheit. Die individuelle Unterschiedlichkeit eines jeden Kindes werde geachtet. Man nehme Rücksicht auf Entwicklungstempi und die Verschiedenheit häuslicher Bedingungen des Kindes. Schulkinder aus verschiedenen Kulturen finden hier Freizeitangebote.

Den Hort zeichne aus: seine zentrumsnahe Lage in der Gemeinde, der persönliche Kontakt zur Schule, pädagogische Fachkräfte in der Betreuung, feste Bezugspersonen für die Kinder, ein motiviertes und engagiertes Erziehungs- und Betreuungsteam, Freiraum für Kinder, Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen und Projekten der Gemeinde Kriftel, wenige Schließzeiten und Ferienbetreuung.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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