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Kriftel: Schule im besten Lebensalter – mit guten Perspektiven

Pressemeldung vom 2. Juni 2015, 14:44 Uhr

Kriftel. Die zweitägige Geburtstagsfeier zum 40-jährigen Bestehen der Weingartenschule (WGS) in Kriftel begann am Montag, den 1. Juni, am Morgen mit einer Akademischen Feier in der Aula, in der die musikalischen, gesanglichen und bühnenkünstlerischen Vorführungen der Schule ebenso bestachen wie die kurzen Grußworte der Ehrengäste, die Begrüßung der Schulleiterin Silvia Schmidt und der von ihr verlesene Glückwunschbrief des ehemaligen, langjährigen Schulleiters (23 Jahre) Johann Georg Schröder aus Kriftel.

Zwei Schulleiterinnen (Monika Freytag-Baumgartner und derzeit Schmidt) und zwei Schulleiter bisher (Horst Specht und Schröder), „engagierte und vorbildliche Lehrerkollegien“ (O-Ton Erster Kreisbeigeordneter Wolfgang Kollmeier, zuständig im MTK für das Schulwesen) sowie eine aufgeschlossene und berufs- wie lernorientierte Schülerschaft haben für die WGS seit ihrer Eröffnung 1975 als Haupt- und Realschule mit Förderstufe, seit 1977 als Gesamtschule und ab Schuljahr 1977/78 mit Gymnasialzweig zu stabilem Ansehen und dauerhaft hoher Schulwahl seitens der Eltern und Schüler geführt. Der Anspruch der Schule, ihre Schüler „fit fürs Leben“ zu machen, sie zu wertvollen sozialverantwortlichen und -verträglichen Mitmenschen zu formen, wird seit vier Jahrzehnten erfüllt.

Familie, Wohnen, Schule

Bürgermeister Christian Seitz wies in seinem Grußwort auf den Zusammenhang von Familie, Wohnen und Schule hin: Eltern schauten genau hin und informierten sich auch bei Umzug im Kreis gründlich hinsichtlich Schule und Wohnen und fällten nach dieser Parallele auch ihre Entscheidung für Kriftel als Wohnort. Das sei bereits in den Planungsjahren um Grundstücke und um Ansiedlung dieser WGS von der Verantwortlichen in der Gemeinde wohl bedacht worden. Bürgermeister Seitz wie Staatsminister Axel Wintermeyer, ehemals WGS-Schulsprecher, und die Vorsitzende des Ausländerbeirats Kriftel, Carmen Jimenez, sprachen daher in ihren Grußworten bewusst von „ihrer“ Schule, die sie gern besucht hätten, weil sie rasch erkannten, in ihr „fit für die persönliche Zukunft“ dank der gebotenen Bildungs- und Zukunftschancen zu werden.

Diese Schule biete diese Chancen nicht nur, sie verlange dafür auch aktive Teilnahme. Jimenez gab einen kurzen Einblick in die Zeit ihrer Teilnahme an der WGS, die eine junge Ausländerin (Spanien) damals schon vor Herausforderungen gestellt hätte. Heute sei das Entgegenkommen bis zur „Willkommenskultur“ in der BRD sprichwörtlich. Die WGS öffnete sich seit Bestehen: Man verkehrt miteinander kooperativ und innovativ. Das offene Freizeithaus ist dafür ein weiteres Beispiel. Betreuung mit Vereinen zu schaffen, ist typisch für die Gemeinde und ihren Vereinsgeist.

Beachtliche Erfolge

Schulleiterin Schmidt sowie Erster Beigeordneter Wolfgang Kollmeier wiesen auf den IHK-Schulpreis hin, den die WGS zweimal in Folge, 2012 und 2013, gewinnen konnte. Ihre Öffnung bis in Betriebe der freien Wirtschaft, bis hin zu Partnerschaften, ist Teil der Absicht, sich auch der Berufsnähe zu stellen. Berufsvorbereitung wie Spracherziehung tragen dazu bei, „hervorragende Jahrgänge“ in Berufsausbildung oder schulische Weiterbildung zu entlassen, wie es Kollmeier nach Art der Winzer mit Blick auf die Namensgebung der Schule ausdrückte. Schmidt: „Wir haben auch Schüler ausgebildet, die später Karriere gemacht haben. Wie etwa Bürgermeister und Staatsminister“. Kein Wunder, dass Staatsminister Wintermeyer der Schulleitung riet: „Machen Sie in Zukunft so weiter!“

Die WGS ist vom Baustil her kein Solitär: Sie hat baugleiche „Schwestern“ im Kreis, die sich ihr auch verwandt fühlen können. Die Direktorin wies in ihrer Begrüßung darauf hin – als Ausdruck einer Idee von schulischer Einheit und Geist. Beides habe sich bewährt: „Die WGS hat ein gültiges Schulprofil. Die Rückkehr zu G8 ist seitens der Eltern begrüßt worden“. Im Staatlichen Schulamt in Rüsselsheim, ist man der WGS zugetan. Allerdings sieht man dort das Modell Gesamtschule in die Krise geraten, sagte jetzt Geburtstagsgast Nowak. Das hänge auch allgemein mit der Krise um „Bildung und Erziehung“ zusammen, die bereits länger bestehe, was auch die Philosophin Hanna Arndt in ihrem Referat „Krise der Erziehung“ aufgeschrieben habe. Dennoch sei der Wunsch an die WGS lebendig und aufrichtig: „Weitere 40 Jahre unterrichten und wieder erfolgreiches Schaffen darin!“ Für die WGS bedeutet das auch ein „passgenaues Schulangebot von Beruflichem bis hin zur Naturwissenschaft“, so Direktorin Schmidt.

Musische Noten

Die Akademische Feier drückte erneut auch das musische Profil dieser Schule aus: Schulchor, musikalische Intermezzi auf der Gitarre (Ole Bechtold), Cello mit Klavier und Begleitung (M. Mann), Schwarzes Theater (Gründerin Anne Richter), Schulchorleiter Jan Szymanski auf Orchester-Blockflöten als Solist – das waren kulturelle Feinheiten von Erwachsenen wie Jugendlichen, die vorstellten, dass in der WGS auch die Kultur wichtig ist. Der zweite Tag der Geburtstagsfeier der WGS, am 2. Juni 2015, war der Schülerschaft „von gestern, heute und morgen“ gewidmet. Sport und Spaß, Theater und Verköstigung, Kommunikation und Live-Sound luden dazu von 16 bis 21.30 Uhr aufs Schulgelände ein.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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