Energiewechsel

Kriftel: Selten so gelacht – Erdbeerkomödchen brillierte

Pressemeldung vom 30. Oktober 2012, 12:50 Uhr

Dass man sich im Oktober nach den leckeren Krifteler Erdbeeren sehnt, kann jeder nachvollziehen. Aber was tun, wenn es nun einmal im Herbst keine gibt? Dann sieht man sich eine Vorstellung des Krifteler Erdbeerkomödchens an – und schon erhellen sich die Gesichter wieder! Auf der Bühne der sehr gut besuchten Kleinen Schwarzbachhalle traten am Samstagabend (und am Sonntagnachmittag) kleine und große Akteure auf und brachten die vielen Zuschauer schnell zum Lachen.

Henrik Henkel und Manuela Leitner-Schultes gaben dem „Zeugnistag“ eine lustige Wende, und Simone Schiefer löste mit ihrem Opa – eine der Rollen, die Horst Suhl übernommen hatte – mit ulkigen Wortspielen umständlich ein „Kreuzworträtsel“: Da reimte sich auf „Pinsel“ das Wort „Winsl“, damit man auf die notwendigen fünf Buchstaben kam. Beim Rendezvous-Desaster kam noch Zeichensprache dazu – von Marion Mitternacht überzeugend dargestellt. Wenn da nur nicht ihre Freundin gewesen wäre, die alles missverstand …

Heiratsantrag mit Sprachfehler

Kurt Mitternacht hatte die Lacher schon vom ersten Satz an auf seiner Seite. Seine Fragen als Reporter nach einem „Goldschatz“ waren eigentlich gar nicht „schlüpfrig“ – er wusste ja nicht, dass dieser Schatz ein zwölf Pfund schwerer Nachwuchs war, der im Goldstaat Kalifornien zur Welt gekommen war. Ganz eindeutige Missverständnisse gab es beim „Heiratsantrag“: Heinz Suhl vollbrachte eine wahre Meisterleistung als Heiratskandidat mit Sprachfehler. So wurde aus Tante eine Tunte, aus Pate eine Pute, aus Betrag ein Betrug, aus Nadel eine Nudel und aus Hammer und Zange wurde Hummer und Zunge! Das konnte nur zu Missverständnissen mit seiner Angebeteten Manuela Leitner-Schultes führen, und das Publikum lachte aus vollen Herzen.

„James“ und „Sophie“ Mitternacht

Diesem absoluten Höhepunkt der Sketche konnten Marion und Kurt Mitternacht noch ein Sahnehäubchen aufsetzen: Passend gekleidet als Miss Sophie und Butler James brachten sie das Publikum zum Rasen. Von nun an hat auch Kriftel einen Butler: James Mitternacht! Bei beiden Protagonisten stimmten Bewegungen und Gestik – so wie sie wohl jedem Zuschauer aus der berühmten Silvester-Vorstellung „Dinner for One“ bekannt sind. Miss Sophie-Marion sprach gekonnt vornehm und Butler James-Kurt stolperte über den Tigerkopf, tischte auf (u.a. eine Schwarzbachforelle), schenkte ein und trank und sprach genauso wie die vier (verstorbenen) Gäste! Das alles auf Hessisch. Die Rolle des Butlers James ist Kurt Mitternacht auf den Leib geschrieben, und der wohlverdiente Applaus wollte zu Recht nicht enden.

Eigenproduktion

Trotz des langen ersten Teils (die Umbauten dauerten oft recht lange) war die Stimmung im Publikum auch nach der Pause großartig, denn es gab viel zu lachen und zu erzählen, bevor dann alle Mitwirkenden im zweiten Teil des kurzweiligen Abends im „Etablissement“ auftraten. Monika Gürtel, die diesen Sketch schrieb und als Hauptdarstellerin ihr Doppel-Talent unter Beweis stellte, führte die Pensionsgäste ungewollt auf eine falsche Fährte, was ihren Beruf anbetraf: Sie kam aus dem hohen Norden, bevorzugte Lack- und Leiderkleidung, und ihr Geschäft hieß „Halsband und Leine“.

So nahmen einmal mehr Missverständnisse in Form von Gedanken und Worten ihren Lauf. Die Herren fanden „den Beruf“ spannend, die Damen waren da geteilter Meinung. Köstlich hier Renate Müller als Ehefrau mit langjähriger Erfahrung! Für das Publikum gab es wieder viel zu lachen, denn allen war natürlich klar, dass es sich hier um ein „Hunde-Etablissement“ handelte. Renate Müller merkte man nicht nur in dieser Rolle die langjährige Erfahrung als Ehefrau und Mutter an. Routiniert hat sie auch die einzelnen Sketchen angesagt und die Umbaupausen überbrückt.

Bürgermeister Christian Seitz bedankte sich bei jedem Mitglied des Erdbeerkomödchens, zu dem auch die „Sufflöse“ Claudia Schiefer gehört, für den unterhaltsamen Abend. Kurt Mitternacht schloss sich an mit einem herzlichen Dankeschön an die Sponsoren (Kulturforum, Tropica und Metzgerei Wüst) und alle Helfer vor und hinter der Bühne.

Die Laienspielgruppe ist offen für weitere Mitspielerinnen und Mitspieler jeden Alters. Wer sich dafür interessiert, darf gerne einmal bei einer Probe zusehen. Das Erdbeerkomödchen probt immer donnerstags ab 18.15 Uhr im Haus der Vereine. Unter Tel. (06192) 45199 erteilt Renate Müller weitere Auskünfte.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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