Energiewechsel

Kriftel: Sicherheit bleibt „Herausforderung“ im Kreis

Pressemeldung vom 9. April 2015, 12:51 Uhr

Weniger „Fälle“ in Kriftel, Hochheim, Eschborn und Bad Soden

Die Strategie von Polizei und Verwaltung im MTK geht weiterhin auf: „Der Kreis ist und bleibt für Verbrecher ein unsicheres Pflaster“, betont Landrat Michael Cyriax an der Seite von Polizeidirektor Jürgen Moog bei Vorstellung der Kriminalstatistik 2014.

Die Statistik ist in Zahlen eindeutig: Die zur Anzeige gekommenen Straftaten nahmen gegenüber 2013 zu und stiegen von 10.422 auf 11.084 (plus 6.4 Prozent). Die Aufklärungsquote sank im Vergleich zum Vorjahr von 59,8 auf 57,4 Prozent. Der Landrat zieht daher eine „gemischte“ Bilanz. Diese Mischung ist keine Vorhaltung an die Polizei: Sie deckt eher auf, dass „wir uns nicht auf unseren Lorbeeren (hohe Aufklärungsquote u. a.) ausruhen können, und dass Sicherheit eine ständige Herausforderung ist“, urteilt Cyriax. Es muss berücksichtigt werden: Der Ballungsraum Rhein-Main lockt Straftäter an. Die Schlupflöcher zu ihrem Entkommen scheinen nahezu „halbwegs“ für sie sicher: Airport, Hauptbahnhof, Autobahnen.
In vier der zwölf Kommunen im MTK sank die Zahl der Fälle. In Eschborn sogar „erheblich“.

Moog betonte seinerseits, dass es der Polizei seit Jahren gelinge, die Aufklärungsquote deutlich über 50 Prozent zu halten. Eine Könnerschaft, die der Polizei zunächst so hoch und dauerhaft nicht zugesprochen worden sei. Doch sie habe mit Erfolg ihre eigenen Strategien dazu entwickelt. „Wir werden die 55 Prozent an Aufklärung nicht mehr unterschreiten“, sagt der Polizeidirektor daher selbstbewusst. Für Cyriax bleibt der MTK „nach wie vor einer der sichersten Kreise in Hessen“. So darf er auch urteilen, denn im Fall der „Häufigkeitszahl“ liegt der Kreis mit 4.861 Straftaten laut aktueller Statistik „deutlich unter dem Landesdurchschnitt“. Der steht sehr hoch: mit 6.566 Fällen pro 100.000 Einwohner („Häufigkeitszahl“).

„Reisende“ Täter

Die „Diebstähle“ sind 2014 um 505 Fälle gestiegen, ebenso Rauschgiftdelikte um 152 Anzeigen. Die Polizei stellt eine „gravierende Veränderung“ in der Kriminalitätsstruktur in Kreis und rückblickend über zwei Jahrzehnten fest: Die Einbruchsdiebstähle, die zur Hälfte der Gesamtkriminalität zählten, konnten um 50 Prozent halbiert werden.
Es gab aber einen Anstieg auf anderen Feldern: Vermögens-, und Fälschungs- und Rohheitsdelikte (etwa Körperverletzung).

Im vermögenden MTK liegt der Diebstahl „deutlich über dem hessischen Durchschnitt“, konstatiert die Polizei. „Der Kreis zieht reisende Tätergruppierungen an,“ fasst Moog zusammen.
Er nennt im Rückblick auf fünf Jahre den auffälligen Rückgang der Kriminalität und den beachtlichen Anstieg der Aufklärungsquote ein „hervorragendes Ergebnis“. Dazu habe die „systematische Optimierung der Kriminalitätsbekämpfung“ beigetragen. Auch die „Prävention“ zeige Wirkung. Die Vorbeugung gelinge auch mit den Bürgern. „Gute und wachsame Nachbarschaft“ zeige Erfolge. Cyriax dankte Moog für seinen erfolgreichen Einsatz über Jahre: Der Leiter der Polizeidirektion Main-Taunus hat Ende April des Jahres das Ende seiner Dienstzeit erreicht.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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