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Kriftel: Stabile Hortgebühren – Anpassungen in Kindergärten

Pressemeldung vom 9. Juni 2011, 09:02 Uhr

Mit dem neuen Betreuungskonzept für ihren Kinderhort „Lichtblick“ hat die Gemeinde Kriftel in Abstimmung mit der Lindenschule dafür gesorgt, dass trotz der gestiegenen Platznachfrage auch im nächsten Schuljahr für alle Schulkinder, deren Eltern dies wünschen, eine Betreuung angeboten werden kann. Gute Nachricht für diese Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten: Die Gebühren bleiben stabil. Zwar ist ein stärkerer Personaleinsatz erforderlich, doch andererseits gehen durch die Erhöhung der Zahl der Plätze auch insgesamt mehr Gebühren ein. Der Gemeindevorstand hat jetzt dem Sozialausschuss und dem Haupt- und Finanzausschuss entsprechende Vorschläge und die Berechnungsgrundlagen dafür vorgelegt.

Vorteilhafte Neukonzeption

Nach der Kalkulation wird die Gemeinde im kommenden Schuljahr rund 683.000 Euro für den Hortbetrieb ausgeben und Gebühren in Höhe von voraussichtlich ca. 374.725 Euro einnehmen, mit denen knapp 55 Prozent der Betriebskosten gedeckt werden können. Eine jetzt vorgeschlagene Neufestsetzung der Betreuungsgebühren beinhaltet lediglich kleinere Änderungen in den Strukturen der einzelnen Module für die Betreuung. „Die haben aber keine finanziellen Auswirkungen auf die Eltern oder Erziehungsberechtigten“, stellt Bürgermeister Christian Seitz fest, der stolz auf das Ergebnis der umfangreichen Bemühungen ist, die der Aufstellung der Neukonzeption für den Hort vorausgegangen sind. Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass das Konzept nicht allein dazu führt, dass künftig noch mehr Schulkinder betreut werden können – es ist auch in pädagogischer Hinsicht vorteilhaft.

Sozialverträgliche Anpassung

Mit der schnellen Planung und Umsetzung des DRK-Kindergartens „Obstgärtchen“ am Platz von Airaines war es der Gemeinde gelungen, den sprunghaft gestiegenen Bedarf an Kindergartenplätzen zeitgerecht zu befriedigen. Der Finanzierungsanteil der Gemeinde am Betrieb der Kindergärten (mit dem „Obstgärtchen“ sind es jetzt fünf Einrichtungen in Kriftel) ist in von vier Jahren um fast 800.000 Euro gestiegen. Ganz klar: Das kann nicht ohne Auswirkungen auf die Betreuungsgebühren bleiben. Nach den Berechnungen des Gemeindevorstandes wäre die angestrebte Deckung eines Drittels der in diesem Jahr zu erwartenden Kosten durch die Kita-Gebühren nur durch eine zehnprozentige Anhebung der Gebührensätze möglich. „Wir möchten die notwendigen Anpassungen aber sozialverträglicher gestalten“, erklärt Seitz. Danach sollen die Gebühren in diesem Jahr (ab 1. August) zunächst nur um fünf Prozent steigen.

0,96 Euro für eine Betreuungsstunde

Der Vorschlag, mit dem sich in dieser Woche auch der Sozialausschuss beschäftigt hat, ist in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe entwickelt worden. Gleichzeitig wird aber auch die Notwendigkeit einer weiteren Anpassung der Gebühren im nächsten Jahr um mindestens fünf Prozent gesehen. Der genaue Umfang wird von der weiteren Kostenentwicklung abhängen. Nach den Gebührenvorschlägen, die der Gemeindevorstand entwickelt hat, würden die Eltern im nächsten Betreuungsjahr für eine Betreuungsstunde 0,96 Euro zahlen. Die Vormittagsbetreuung würde z.B. im Kindergarten Linsenberg 106 Euro kosten statt bisher 100 Euro. Das ist im Vergleich zu den Gebühren in anderen Kommunen immer noch ein eher geringer Betrag.

Wenn das Parlament den Vorschlägen des Gemeindevorstandes zustimmt, wird man eine entsprechende Empfehlung an die Träger der Einrichtungen weitergeben. Mehr als beachtlich ist und bleibt das finanzielle Engagement der Gemeinde für den Kindergartenbetrieb: Nach aktuellen Berechnungen wird man dafür in diesem Jahr insgesamt rund 1,24 Millionen Euro ausgeben.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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