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Kriftel: VdK im Kreis sieht auf „stattliche Erfolge“ in 2011-2012 zurück

Pressemeldung vom 24. Oktober 2012, 14:44 Uhr

In der Jahressitzung des VdK-Kreisverbands in der Kleinen Schwarzbachhalle in Kriftel konnte Erster Vorsitzender Hans Peter Zimmer, zugleich VdK-Ortsverbandsvorsitzender in Kriftel, in seinem Geschäftsbericht von „stattlichen Erfolgen“ sprechen, die dem VdK-Kreisverband zwischen 2011 und 2012 gelungen waren.
Der Kreisverband betreut derzeit über 4.660 Mitglieder. Die Betreuung wird von Menschen geleistet, die selbst an Gebrechen leiden oder aus Überzeugung und Idealismus für den VdK und seine Mitglieder eintreten.

Zimmer legte dar, dass sich die VdK-Arbeit und sein Einsatz in den 60 Jahren seit Gründung verändert haben und auch den Vorstand zwingen, sich weiter zu schulen.Der VdK habe von Bund und Land ausgehend erkannt, wie wichtig die Verzweigung bis in die Gemeinde sei. Nur so könne eine „starke Interessensgemeinschaft die Voraussetzung zur Sicherung des sozialen Netzes“ schaffen. Dabei will der Sozialverband „die Solidarität mit den sozial schwachen Bevölkerungsschichten wahren“.Das gelingt dem Verband im MTK, der hier mit 16 Ortsverbänden auftritt. Für sie sind 85 Damen und Herren im Ehrenamt aktiv. Die Neueintritte belegen, dass die Bevölkerung an die Wirkung des größten Sozialverbands in Deutschland glaubt. Der VdK in Hessen-/Thüringen hat derzeit rund 227.000 Mitglieder: Tendenz steigend. Im Bezirksverband Wiesbaden gehören rund 27.500 Mitglieder dem VdK an. Die Beratungszeit für die Mitglieder im Kreis-VdK ist hoch angesetzt: Zimmer allein verbrachte als Kreisvorsitzender über 275 Stunden in Kelkheim, in Kriftel über 110 Stunden. Hinzu kommen noch seine Anwesenheit in Sulzbach sowie viele telefonische Kontakte.

Die Mitglieder haben Bedürfnis nach Beratung: Hartz IV, Patientenverfügung, Anträge verschiedener Art, Barrierefreiheit, Pflege werden stark nachgefragt. Zimmer gab einen Einblick darüber, wie stark der Vorstand sich schulen müsse, um der Nachfrage nach Beratung in ihren oft schwierigen Inhalten realistisch nachzukommen: Sitzungen, Konferenzen, Fach-Ausschüsse, Integrationsbeirat, Besuche auf Baustellen hinsichtlich Wohnen und Betreuung sowie Barrierefreiheit, Ausschüsse und Treffen sind Pflichtaufgaben des Vorstands.

Er muss auch stark die aufkommenden Tendenzen beobachten, um daraus die richtigen Schlüsse zu fassen: Altersarmut, Niedriglohnsektor mit seinen Folgen für das Alter, Überschüsse der Krankenkassen, Demenz, Rentenanpassung, Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, Warnung vor Sozialabbau, Pflege.
Des Weiteren wies Zimmer darauf hin, dass nicht alle Streitfragen mit dem Gesetzgeber einvernehmlich gelöst werden könnten: Die VdK-Rechtsabteilungen zogen für rund 7.900 Fälle 2011 vor Gericht und erstritten Nachzahlungen in zweistelliger Millionenhöhe. In der Hauptsache ging es um Erwerbsminderungsrente, häusliche Krankenpflege, Unfallrente, Wiedereingliederung und Hartz IV.
Gast der Kreisverbandstagung war auch Bürgermeister Christian Seitz, der ebenfalls die Bedeutung des VdKs erkennt und ihm seine weitere Unterstützung in Kreis und Kriftel zusagte. Bund und Land hinterließen sicher mit ihrer Sozialgesetzgebung Lücken wie auch Fragen oder Strittiges, das aber die auch sozial ausgebildete BRD mit ihren finanziellen Mitteln nachbessern könne. Man lebe in einem Rechtsstaat.

Der Bürgermeister dankte Zimmer für seinen hohen Einsatz für seine Mitglieder in der Gemeinde wie im Main-Taunus-Kreis. Die Gemeinde Kriftel ihrerseits tue Nützliches, den Anregungen des örtlichen VdKs nachzukommen, was seinerseits auch anerkannt werde.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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