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Kriftel: Vortrag über Comics in der Gemeindebücherei – „Vom Schundheft zur anspruchsvollen Literatur“

Pressemeldung vom 26. Februar 2015, 08:47 Uhr

Die Gemeindebücherei Kriftel bot jetzt einen Abend zum Lesen und Schauen zugleich: Unter dem Motto „Entenhausen ist überall“ wurde das Thema „Comics“ aufgeblättert, darüber erzählt und visualisiert. Ein Kenner war gekommen: Wolfgang Schmidt, Dozent und Lektor, ist ein ausgewiesener Fachmann. Er unterhält die „Comic Distribution Frankfurt“ und berät 200 Büchereien und Bibliotheken in ganz Deutschland hinsichtlich der Anschaffung von Comics, unter anderem die Krifteler Gemeindebücherei.

Höhlenmalereien Vorform der Comics

Bei „Entenhausen“ denken wir an die US-Großfamilie Donald Duck, doch sie ist im Vergleich zur Entstehungsgeschichte des Comics jung und modern, denn Bildergeschichten entstanden bereits in der Steinzeit, von der man annimmt, sie sei die älteste (früheste) Stufe menschlicher Kulturentwicklung. Antike Vorläufer sind die Bildgeschichten der Altägypter. Bibelgeschichten und „Stundenbücher“ im Mittelalter machten „das Buch der Bücher“ und Glaubensgeschichten noch populärer. Wilhelm Busch, so Schmidt, gelte als „Vater des deutschen Comics“. Mit Max und Moritz habe er zwei Originale geschaffen.

Comic-Schwemme

Seinen Vortrag mit dem Thema „Die Geschichte des Comics – Der Weg vom Schundheft bis zur anspruchsvollen Literatur“ lockerte Schmidt mit Beispielen auf. Der Frankfurter, Jahrgang 1956, ist mit Comics aufgewachsen. Damals waren sie in der Schule verboten, man las sie heimlich. In den 60er Jahren galten sie als Schundliteratur.

Es dauerte lange bis sie anerkannt waren. Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen, Comics für Kinder und Erwachsene sind entstanden – und auch für die Zielgruppe „Frauen“. Mittlerweile gibt es anspruchsvolle „Graphic Novels“ und „Mangas“. Der Comic habe seine zwei Seiten, so Schmidt: Bild und Text sollen gleich stark sein.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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