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Kriftel: Weingartenschüler arbeiten bei Provadis

Pressemeldung vom 18. Februar 2015, 14:46 Uhr

Kriftel. Der Unterricht in den Naturwissenschaften an der Weingartenschule nimmt Fahrt auf. Im Laufe des neunten Schuljahres fahren die „Naturwissenschaftler“ dreimal in die Labore von Provadis, um dort praktisch zu arbeiten. Nachdem in den beiden letzten Jahren Testläufe mit freiwilligen Schülern durchgeführt wurden, ist die Kooperation mit Provadis in diesem Schuljahr erstmals fester Bestandteil des Unterrichts. Schüler, die sich im Realschulzweig für die naturwissenschaftliche Ausrichtung entschieden haben, führen nun in den Ausbildungslaboren von Provadis unter der Leitung von Ausbilder Gerhard Obermann und ihrem Naturwissenschaftslehrer Dr. Christoph Richter Versuche durch.

Neues Fach „Naturwissenschaften“

Die Vor- und Nachbereitung der Versuche sind Bestandteil des neu eingeführten Faches „Naturwissenschaften“, kurz „Nawi“ genannt.

„Die drei Labortage sind so geplant, dass sie sich in Komplexität und Durchführung steigern“, so Gerhard Obermann. „Im Herbst haben die Schüler mit Säuren und Laugen pipettiert und in einer anschließenden Analyse die Masse an Schwefelsäure bestimmt. Hier ging es hauptsächlich darum, den Schülern das Arbeiten im Labor nahe zu bringen und ihnen Sicherheit im Umgang mit den Laborgeräten zu geben.“

Am zweiten Labortag im Januar wurden die Experimente schon deutlich komplexer. Die Schüler hatten verschiedene Arten von Wurst mitgebracht und ihre Aufgabe war es, die Bestandteile mit Hilfe von Extraktionen, durch Eindampfen und Verglühen zu bestimmen. „Am coolsten war das Verbrennen“, so Christopher Hein aus der R9a, „danach hat man richtig Lust auf Pizza gehabt“. Katharina aus der R9b ergänzt: „Ich esse nie wieder Salami. Da ist ja nur Fett drin. Ohne Fett sieht die aus wie ein ekliger, alter Kaugummi.“

Dritter Labortag im Mai

Während die Schüler beim ersten Besuch noch lernen mussten, wie man sich in Laboren verhält, bewegten sie sich diesmal bereits sicher und zielgerichtet, wussten, wo die Laborgeräte stehen und wie man sie verwendet. „Die Labortage hier sind eine absolute Bereicherung unseres Unterrichts“, so Dr. Richter „Wir können hier Versuche durchführen, welche an der Schule trotz der neuen guten Ausstattung in der Schule nicht möglich sind. Der dritte Termin in diesem Schuljahr wird im Mai stattfinden. Dort sollen organische Substanzen mittels Chromatographie aufgetrennt werden. „Die Detailplanung zusammen mit Herr Obermann ist nicht nur effektiv und auf das ausgerichtet, was die Schüler im Labor brauchen, sondern macht zudem auch Spaß. Hier stimmt eben die Chemie.“

Klare Berufsvorstellung vor einer Bewerbung

Der Leiter der Chemielaborantenausbildung bei Provadis, Stefan Eckardt, findet: „Die Zusammenarbeit mit der Weingartenschule funktioniert sehr gut. Die Schüler wissen anschließend, worauf sie sich einlassen, wenn sie sich bei uns bewerben. So haben sie eine klare Vorstellung, ob es wirklich das ist, was sie wollen, oder eben nicht. Auf diese Art können wir alle von der Kooperation profitieren.“

Stefan Eckardt und Dr. Richter sind sich einig: „Als Naturwissenschaftler freuen wir uns besonders über eine noch engere Zusammenarbeit und über die Kombination von Theorie und Praxis. So lernen die Schüler kennen, was sie in naturwissenschaftlichen Berufen erwartet.“ Weitere Gesprächstermine stehen an, um die Möglichkeiten einer noch intensiveren Zusammenarbeit zu besprechen.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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