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Kriftel: Wieder sonniger Herbstmarkt in Alter Hofreite

Pressemeldung vom 4. Oktober 2012, 15:33 Uhr

Vielleicht war es die letzte Gelegenheit in der Gemeinde, in diesem Herbst 2012 noch einmal wie im vergangenen Sommer so sonnig im Freien zu sitzen und bei frischem „Süßen“ oder „Federweißen“ mit den Nachbarn in der Alten Hofreite und davor zu plaudern. Rolf Bockhacker und sein Team hatten im Grünen vor der Anlage ebenfalls Tische und Bänke sowie einen Stand mit Angeboten und Beratung platziert und damit den Besucherraum vergrößert. Auffällig hatte das Team auch die historischen Exponate aus der Landwirtschaft bis an den Straßenrand postiert, darunter Pflug und Traktoren. Die lockten weitere Gäste an.

Die Krifteler Heimat- und Festwagengesellschaft hatte erneut zu ihrem bunten Herbstmarkt eingeladen und freute sich über den regen Besuch von elf bis 17 Uhr und das starke Interesse der Besucher für die zum Kauf angebotene solide Handarbeit an dekorativen Textilien, ebenso für die frischen Gelees, Marmeladen, Zwiebel- und Blechkuchen sowie von „Obst und Gemüse von Krifteler Landwirten“. Ein Stand bot auch Pflegemittel „für Haut, Seele und Wohlfühlen“ an.

Für die Kinder gab es erneut das beliebte Schaukeltern von Apfelsaft. Das Backen von Stockbrot über der Feuerglut war ebenfalls beliebt, und wer wollte, durfte herbstliche Dekorationen basteln. Über dem Hof lag eine angenehme Ruhe. Einen wahrhaft „goldenen“ Herbsttag hatte sich die Gesellschaft für ihren Markt ausgesucht. Die Öffnung des gastronomischen Angebots auch vor die Hofreite führte auch zu einem verstärkten Besuch des „Bauerngartens“ an der Anlage.

Blick in Museum und „alte“ Zeit

Der Heimatverein kann auf seiner Anlage im Haus auf die ihm eigene museale Einrichtung hinweisen und auch Interessierte hineinführen. Das geschah jetzt mehrmals wieder: Die Gesellschaft erlaubte einen Blick in die „Museumsstube“ im ersten Obergeschoss und ließ u.a. ins „Wohnzimmer“ eintreten, wie es ältere Betrachter zumeist noch von ihren Großeltern her kennen: Saubere, ordentliche Tapete mit Streifen an den Wänden, großer Tisch mit Stühlen, Tischdecke und Vase drauf und längsseitlich davon das schwere, aus Holz in Handarbeit gefertigte und gedrechselte „Büffet“.

Alles recht ordentlich, so richtig die „gute“ Stube von damals um die Jahrhundertwende ins 20. unserer Zeitrechnung. Dann führte der Heimatverein weiter in die Küche. „Eigner Herd ist Goldes wert“ – der Blickfang Herd lässt zahlreiche Erinnerungen ans Kochen mit Kohlen aufsteigen. Stolz wies der Erste Vorsitzende auf den Herdhersteller hin: Bockhacker! Seine Familie stellte einst Herde her und versah sie auch mit ihrem Namen. Auch in der Küche wieder das bekannte Muster aus den Jahren mit den Großeltern: Der Küchenschrank mit seinen vielen Gefächern und den leicht zu ergreifenden Arbeitshilfen für Gewürze, Mehl und Zucker. Dann in der Mitte der Küchentisch mit der Lampe darüber. Um ihn herum einfache Stühle. Hier hat das Familienleben von morgens bis abends stattgefunden. Eine alte und weitgehend versunkene Welt: Der Heimatverein ruft sie noch einmal in die Erinnerung zurück. Die Besucher werden staunen und sich freuen, wenn sie hier eintreten. Sie werden sehr, sehr nachdenklich wieder austreten. Mit Gedanken an Vater, Mutter, Großmutter und Großvater. Der Heimatverein stellt mit diesen „Museumsstuben“ die Vergangenheit dar, und weckt damit die Erinnerungen an Familie, ihre Generationen und eigene, erste Lebensjahrzehnte.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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