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Kriftel: Wuchernde Sträucher als Gefahrenquelle

Pressemeldung vom 18. Februar 2015, 14:41 Uhr

Kriftel. Manchmal lohnt ein Blick über den eigenen Gartenzaun: Ragen Bäume, Hecken und Sträucher an Grundstücksgrenzen in den Gehweg hinein, können die wuchernden Äste vor allem für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Gefahrenquelle darstellen. „Das betrifft vor allem Senioren mit Gehilfen, Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte. Aber auch Eltern mit Kinderwagen“, erläutert Franz Jirasek, Erster Beigeordneter der Gemeinde Kriftel. Er bittet daher alle Krifteler Bürger, in den nächsten Tagen einmal hinter ihre Gartenzäune zu blicken und möglichst noch bis Ende Februar in öffentliche Gehwege wuchernde Sträucher und Hecken zurückzuschneiden.

Der Gartenbesitzer haftet

Wie sehr Menschen mit eingeschränkter Mobilität durch Äste behindert werden, zeigten mehrere „Heckenspaziergänge“ durch Kriftel im Frühjahr 2014. Diese hatte Karin Muhr, in Kriftel lebende Sprecherin des Arbeitskreises Barrierefreiheit im Behindertenbeirat des Main-Taunus-Kreises, in Abstimmung mit der Gemeinde durchgeführt. „Den Spaziergängern wurde damals ein Schreiben für Grundstückseigentümer mit auf den Weg gegeben, die es mit dem Rückschnitt zu üppigen Bewuchses nicht so genau nehmen. Dieses sollte auf die Verpflichtung aufmerksam machen, den Gehweg von Ästen freizuhalten“, so Jirasek. „Denn sollte es zu Unfällen kommen, die auf eine vernachlässigte Rückschnittpflicht zurückzuführen sind, muss der Gartenbesitzer für die Schäden haften. Und die können, zum Beispiel durch Dornen, erheblich sein.“ Mit einem weiteren Schreiben wurden Grundstückseigentümer noch einmal Anfang September an diese Rückschnitt-Pflicht erinnert.

Rückschnitt noch vor dem 1. März

Die Gemeindeverwaltung möchte jetzt noch einmal daran erinnern, die Rückschnitte von Hecken und Sträucher an öffentlichen Wegen rechtzeitig durchzuführen. Denn nach dem neuen Bundesnaturschutzgesetz, Paragraph 39, ist es verboten, „Bäume, die außerhalb des Waldes, (…) Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden.“ Wilder Aktionismus ist aber nicht nötig. „Ein schonender Form- und Pflegeschnitt ist auch ab März noch zulässig“, weiß Martin Mohr vom Bauamt der Gemeinde Kriftel. „Zumindest bis zum Austrieb des Vorjahres. Man muss allerdings darauf achten, dass sich keine Brutstätten wild lebender Tiere in Hecke oder Strauch befinden.“ Wer unsicher ist, kann sich jederzeit an die Gemeinde oder die Untere Naturschutzbehörde des Main-Taunus-Kreises mit Sitz im Kreishaus wenden, empfiehlt Martin Mohr.

Quelle: Gemeinde Kriftel

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