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Kriftel: Zwei Mal im Jahr gibt es ein „Lindenblättchen“

Pressemeldung vom 26. Februar 2013, 14:30 Uhr

„Ich habe ganz viel erfahren, was ich noch nicht wusste!“ stellt Cekiye (9) fest. Sie besucht eine dritte Klasse der Lindenschule und nimmt seit diesem Schuljahr an der Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung teil. Für die kommende Ausgabe des „Lindenblättchens“ schreibt die Schülerin einen Beitrag über die „Sieben Weltwunder“ der Antike. Zu den Bau- und Kunstwerken, die dazu gezählt werden, gehören beispielsweise die Pyramiden von Gizeh.

Cekiye hat sich über ihr Thema im Internet informiert und sich darüber hinaus ein Sachbuch aus der Schulbücherei ausgeliehen. So machen das alle jungen Redakteure des „Lindenblättchens“. Fünfzehn sind es in diesem Schuljahr. „In den vergangenen Jahren haben meistens so um die 25 Kinder mitgemacht“, sagt Lehrerin Gabriele Rauh, die schon seit 1999 diese Arbeitsgemeinschaft leitet. „Dass es jetzt etwas weniger sind, hängt vielleicht damit zusammen, dass das Angebot an freiwilligen AGs für die Lindenschüler noch vielfältiger geworden ist“. Seit diesem Schuljahr gibt es hier auch eine Kooperation mit der Weingartenschule.

„Schreiben macht Spaß!“

Dass die Redaktion etwas geschrumpft ist, ist sicher kein Nachteil. So ist vielmehr ein noch intensiveres Arbeiten möglich. Die Mitarbeit an der Schülerzeitung bringt den Kindern durchaus viel. „Sie lernen nicht nur, ein Thema zu bearbeiten. Sie werden dabei auch selbständiger, trauen sich mehr zu“, hat Lehrerin Nina Weilbächer beobachtet. Die Lehrerin unterstützt seit ca. eineinhalb Jahren ihre Kollegin Gabriele Rauh in der Leitung der Arbeitsgemeinschaft. „Wir achten darauf, dass die Kinder ihre Beiträge selbst formulieren, dass sie sie mit ihren eigenen Worten schreiben“. Gerade das gefällt Cekiye. „Schreiben macht Spaß!“ findet die Schülerin.

Lucy und Disha finden das auch. Und für eine Zeitung zu schreiben, das ist für die beiden achtjährigen Mädchen eine schöne Vorstellung. Lucy hat bereits für die Weihnachtsausgabe des „Lindenblättchens“ im letzten Jahr einen Artikel über eine Schultheateraufführung verfasst. Jetzt hat sie sich zusammen mit Disha einige Informationen über die berühmte Freiheitsstatue in New York beschafft, um einen Beitrag für das nächste Heft zu schreiben, das vor den Sommerferien fertig sein soll und dessen Inhalt sich hauptsächlich um „Wunderwerke der Natur und des Menschen“ drehen wird.

Das Thema haben sich die Kinder weitgehend selbst ausgesucht. Die Lehrerinnen haben nur bei der Entscheidungsfindung geholfen. Nicht immer gibt es ein übergeordnetes Thema für das „Lindenblättchen“. In der Regel enthält die Schülerzeitung Berichte aus dem Schulalltag. In der Weihnachtsausgabe hatten zudem ausländische Schülerinnen und Schüler etwas über ihr jeweiliges Herkunftsland geschrieben.

Etwa vier Wochen vor dem geplanten Erscheinungstermin einer neuen Ausgabe des „Lindenblättchens“ ist Redaktionsschluss. Dann tragen die Lehrerinnen die von den Schülern am PC geschriebenen Beiträge zusammen. „Wenn noch genug Zeit bleibt, machen wir das Layout mit den Kindern gemeinsam“, erklärt Gabriele Rauh. Auf dem Kopierer der Schule werden dann 200 Exemplare „gedruckt“. In einer Buchbinderei wird das „Lindenblättchen“ gebunden und mit einem Deckblatt sowie einer Rückseite aus Karton ausgestattet.

Eine Ausgabe kostet 1 Euro. In den Klassen werden Bestellungen entgegen genommen. Natürlich wird das „Lindenblättchen“ auch von vielen Eltern gelesen. „Vielleicht sogar mehr als von den Kindern“, kann sich Gabriele Rauh vorstellen. Für die jungen Redakteure gibt es die Schülerzeitung natürlich umsonst.

Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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