Energiewechsel

Lahn-Dill-Kreis: Aus- und Weiterbildung – demokratische Strukturen

Pressemeldung vom 6. Dezember 2016, 15:45 Uhr

Wirtschaftsdezernent Wolfram Dette trifft bei den Gesprächsrunden mit unterschiedlichen Akteuren nun auf Matthias Körner, DGB-Regionsgeschäftsführer in Mittelhessen, um dessen Sicht auf die wirtschaftliche Lage im Lahn-Dill-Kreis zu erfragen.

Ziel der Wirtschaftsförderung ist es, betont Dette beim Besuch des DGB-Mittelhessens, dass die Arbeitsplätze in der Wirtschaftsregion Lahn-Dill gesichert und qualitativ gut besetzt werden können. In diesem Zusammenhang verweist Körner auf die unterschiedlichen Wirtschaftsschwerpunkte innerhalb des Landkreises; der Nordkreis zeichnet sich durch eine starke wirtschaftliche Lage mit langjährigen (Familien-) Unternehmen aus, während im Altkreis Wetzlar auch starke Dienstleister vorhanden sind. Probleme treten seiner Meinung nach in Zukunft auf, wenn die vorherrschende Bedeutung des Verbrennungsmotors zurückgeht und die Produktionen der hiesigen Automobil-Zulieferbetriebe umgestellt werden muss.

Einen durchaus höheren Stellenwert muss zukünftig dem Aus- und Weiterbildungsbereich gewidmet werden. Die Digitalisierung – eine Chance für die Region, aber nicht für jeden – bedingt einen höheren Abstraktionsgrad bei der Bewältigung von neuen Aufgabenstellungen und führt zu Qualifizierungsproblemen in der Industrie. Es sind daher gravierende Veränderungen in der Berufsausbildung notwendig, um der Digitalisierung Rechnung zu tragen. Diese beschleunigten Innovationsprozesse in der Industrie 4.0 ziehen zwangsläufig ein lebenslanges Lernen mit sich.

Auf der anderen Seite spricht Körner den Modellversuch an den Hochschulen des Landes zur Erprobung neuer Wege des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte an. Hier wird Personen mit mittlerem Schulabschluss und qualifiziertem Abschluss eine Hochschulzugangsberechtigung ermöglicht. Diese neuen Zugangsmöglichkeiten werden bisher nur gering genutzt.

Bezüglich der Kooperation auf lokaler Ebene sind sich die Gesprächspartner beim Thema „Demokratische Strukturen“ einig. Die Demokratie muss als offene, liberale Gesellschaftsform verteidigt werden, fordert Dette. Die Auswirkungen politischer und antidemokratischer Politik könnten auch für die Region einen Imageschaden hervorrufen. Daher müssen in der tagtäglichen Kommunikation die demokratischen Grundwerte verteidigt werden. Dies wiederum gehört zu den wichtigen Aufgabengebieten des DBGs, um Rechtsextremismus und Rassismus vorzubeugen, schließt Körner das Gespräch.

Ansprechpartnerin beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Meike Menn, Tel.: 06441 407-1222, E-Mail: wifoe@lahn-dill-kreis.de

Quelle: Lahn-Dill-Kreis / Servicedienst Kommunikation

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