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Lahn-Dill-Kreis: Die Angst vor dem großen Knall

Pressemeldung vom 21. Dezember 2016, 15:52 Uhr

An Silvester ist es für viele Menschen ein schöner Brauch, reichlich Böller und Kracher zu zünden, um das neue Jahr zu begrüßen. Doch neben dem ganzen Spaß lauern dabei aber nicht nur Gefahren für die Menschen, sondern auch viele Hunde, Katzen, Vögel und andere Haustiere stehen regelrecht Qualen aus.

Als Folge der Lautstärke können durch Erschrecken Körperzittern und Jaulen bis hin zu Störungen von Körperfunktionen, insbesondere des Magen-Darm-Trakts, auftreten. Aber auch der Schwefelgehalt der Knaller macht vielen Haustieren zu schaffen. Im Explosionsfeld der Knallkörper ist die Luft stark schwefelhaltig. Dieser Schwefel kann zu Schleimhautreizung mit Augenbrennen führen. Zwar versuchen Hunde, deren Geruchsempfindlichkeit viel höher ist als die des Menschen, den Schwefel zu meiden und auszuweichen, das ist aber oft nicht möglich.

So helfen Sie Ihrem Haustier zur Jahreswende Es ist ratsam, die Tiere Silvester in der Wohnung zu lassen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, damit die Lautstärke der Knaller möglichst gedämpft wird. Für alle Tiere gilt: Im ruhigsten Raum unterbringen! Geschlossene Fenster und zugezogene Vorhänge, brennende Lampen und gewohnte Klänge wie Radiomusik oder der laufende Fernseher können den ungewohnten Krach erträglicher machen. Sehr ängstliche Tiere sollten aber in der Silvesternacht nicht alleine bleiben. Besonders Hunde und Katzen stehen unter Dauerstress, versuchen zu fliehen oder wollen keinen Fuß vor die Tür setzen. Hunde darum nicht mehr von der Leine lassen, denn eine plötzlich gezündete Rakete kann das Tier so erschrecken, dass es nur noch um sein Leben und im schlimmsten Fall vor ein Auto rennt. Katzen, die Freigang gewohnt sind, in der Silvesternacht im Haus lassen! Das Risiko, dass das Tier in Panik flieht oder sich verängstigt tagelang verkriecht, ist hoch.

Die Knallerei wird häufig auch von den Tierhaltern/Tierhalterinnen als bedrohlich empfunden und sie versuchen das Tier zu beruhigen. Insbesondere bei Hunden verleiht diese gut gemeinte Reaktion dem Ereignis jedoch eine besondere Bedeutung und es wird ein Angstverhalten auf die Knallerei antrainiert. Durch eine nachfolgende Belohnung wird der Hund diese Reaktion zusätzlich verstärken. Völlig ungeeignet ist es, den Hunden die Ohren zuzuhalten. Dadurch wird die Angstreaktion erheblich verstärkt. eruhigungsmittel sollten nur mit Vorsicht gegeben werden. In jedem Fall ist vorher der Rat eines Tierarztes einzuholen. Die meisten Präparate sind bereits längere Zeit vor Silvester täglich zu verabreichen.

Aber nicht nur an die Tiere im Haus muss gedacht werden. Auch Weidetiere stellt die Silvesternacht eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Insbesondere Pferde und junge Rinder neigen zu Weideausbrüchen, wenn sie in Panik geraten.

Für weitere Fragen zum Thema steht die Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Lahn-Dill-Kreises unter der Telefonnummer 06441 407-7711 zur Verfügung.

Quelle: Lahn-Dill-Kreis / Servicedienst Kommunikation

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