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Lahn-Dill-Kreis: Neues Bundesprogramm „Demokratie leben!“ in die Region geholt – die Stadt Wetzlar und der Lahn-Dill-Kreis sind beim Start mit dabei

Pressemeldung vom 19. Februar 2015, 09:59 Uhr

Nachdem sich die Stadt Wetzlar und der Lahn-Dill-Kreis in den Jahren 2011 bis 2014 erfolgreich an dem Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ (TF-KS) beteiligt hatten, haben beide Gebietskörperschaften inzwischen den Zuschlag zur Teilnahme an dem Folgeprogramm „Demokratie leben“ erhalten.

Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises und Manfred Wagner, Bürgermeister der Stadt Wetzlar (beide SPD) bewerteten den Bewilligungsbescheid als Bestätigung der bisherigen Arbeit zur Bestärkung der elementaren Werte unserer Verfassung.

Angriffe auf Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit sowie Ideologien der Ungleichwertigkeit sind dauerhafte Herausforderungen für die gesamte Gesellschaft. Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, die Herausforderungen durch Islam- bzw. Muslimfeindlichkeit, Antiziganismus, Ultranationalismus, Homophobie, gewaltbereiter Salafismus bzw. Dschihadismus, linke Militanz und andere Bereiche zeigen die Vielzahl demokratie- und menschenfeindlicher Phänomene. Um ihnen kraftvoll entgegenzutreten, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Staat und Zivilgesellschaft.

Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland und so auch in unserer Region setzen sich tagtäglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander ein. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützt sie mit Beginn des Jahres 2015 das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Stadt Wetzlar und der Lahn-Dill-Kreis bewarben sich gleich in der ersten Bewerbungsrunde zwischen Oktober 2014 bis Dezember 2014 gemeinsam um die Teilnahme am Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und waren erfolgreich.

Partnerschaften für Demokratie

Bundesweit – zusammen mit weiteren 178 Gebietskörperschaften – sind die Stadt und der Landkreis als Kooperationspartner zur Entwicklung einer „Partnerschaft für Demokratie“ ausgewählt worden. In diesen „Partnerschaften für Demokratie“ kommen Verantwortliche aus der kommunalen Politik und den Verwaltungen sowie Aktive aus der Zivilgesellschaft – aus Vereinen und Verbänden, über Kirchen bis hin zu bürgerschaftlich Engagierten – zusammen. Anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen entwickeln sie gemeinsam eine auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategie.

Erste Demokratie-Konferenz Ende April 2015

Die erste Demokratie-Konferenz für Wetzlar und den Lahn-Dill-Kreis im Rahmen der „Partnerschaften für Demokratie“ findet am Dienstag, 28. April 2015, im Nachbarschaftszentrum Niedergirmes (Wetzlar) von 15:00 bis 20:00 Uhr statt. Das Programm hierzu ist in Arbeit. Nähere Informationen zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“, zu Fördermöglichkeiten von lokalen Projekten gegen Extremismus, gegen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Gewalt oder für Demokratieförderung können interessierte lokale Akteurinnen und Akteure ab sofort einfach formlos per E-Mail erfragen: dirk.fellert@wetzlar.de oder martina.luehmann@lahn-dill-kreis.de.

Abschließend wiesen Stephan Aurand und Manfred Wagner darauf hin, dass aus dem Bundesprogramm TFKS in den zurückliegenden Jahren zwischen 2011 bis 2014 370.000 Euro in Einzelförderprojekte investiert werden konnten.

Das Programm „Demokratie leben“ umfasst einen Zeitraum von 5 Jahren. Für das erste Förderjahr 2015 steht bundesweit ein Fördervolumen von 40,5 Millionen Euro bereit. Für den Programmbereich „Partnerschaften für Demokratie“ können deutschlandweit bis zu 230 Kommunen mit jeweils bis zu 55.000 Euro jährlich gefördert werden.

Quelle: Lahn-Dill-Kreis / Servicedienst Kommunikation

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