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Lahn-Dill-Kreis: Tiertransportkontrolle im Lahn-Dill-Kreis

Pressemeldung vom 17. Juni 2015, 13:28 Uhr

In der Nacht von Sonntag auf Montag, den 15. Juni führte die Polizeiautobahnstation Mittelhessen zusammen mit dem Veterinäramt des Lahn-Dill-Kreises eine Tiertransportkontrolle durch.

Im Rahmen dieser Kontrolle überprüfte die Amtstierärztin Claudia Eggert zusammen mit den Polizisten einen mit 30 Schlachtbullen beladenen Sattelzug, der auf dem Weg von Lüdighausen zu einem Schlachthof in Ulm war.

Zu wenig Platz für große und schwere Schlachtbullen
Die Kontrolleure stellten fest, dass bei einem relativ großen Tier die Rückenhöhe des Transporters nicht ausreichte, so dass dieser bei jeder Bewegung mit dem Rücken gegen die Zwischendecke stieß. Ein Anheben der Zwischendecke war nicht mehr möglich, da auch der Platz für die Bullen auf der oberen Ebene schon knapp bemessen war. Zudem hatte der Fahrer das Hubdach ausgefahren, um die obere Ebene Bullen überhaupt transportieren zu können. Hierdurch wurde allerdings die zulässige Höhe des Transporters überschritten.

Da es sich um große und augenscheinlich schwere Schlachtbullen handelte, wurde der Sattelzug zudem auf einer Brückenwaage gewogen. Wie erwartet war auch das zulässige Gesamtgewicht um viereinhalb Tonnen überschritten. Die Kontrolleure mussten daher dem Fahrer die Weiterfahrt untersagen.

Da der Unternehmer nach eigenen Angaben nicht in der Lage war für eine Lösung der Problematik zu sorgen, wurde der Transporter auf Veranlassung von Amtstierärztin Eggert in einem Viehhandelsstall umgeladen. 5 große Schlachtbullen wurden hier aus dem Transporter entladen und mit einem separaten LKW zum Bestimmungsort gebracht.

Es geht auch anders
Ein gutes Beispiel für einen ordnungsgemäßen Transport von Schlachtvieh zeigte kurze Zeit später ein Transporteuer aus Dinslaken, der auf dem Weg zum Schlachthof in Birkenfeld war. Dieser transportierte nur 25 Bullen, die der Fahrer zudem vor dem Beladen noch so sortiert hatte, ohne die zulässige Höhe zu überschreiten, aber den Tieren dennoch genug Platz zu geben.

Verstärkte Kontrollen auf mittelhessischen Autobahnen
Seit Anfang des Jahres sind die Tiertransportkontrollen auf mittelhessischen Autobahnen auf Initiative des Lahn-Dill-Kreises und der Autobahnpolizei in Butzbach intensiviert worden. Die Auswirkungen solcher Kontrollen sind leider in den meisten Fällen nicht das Einhalten der Tierschutz- und der Straßenverkehrsvorschriften durch die Tiertransporteure, sondern dass diese offensichtlich die mittelhessischen Autobahnen meiden und nun Umwege fahren, wo die Gefahr einer Kontrolle geringer ist. Amtstierärztin Claudia Eggert spricht sich für eine flächendeckende Kontrolle aus, um so die Transportleiden für die Tiere in den Griff zu bekommen.

Quelle: Lahn-Dill-Kreis / Servicedienst Kommunikation

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