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Limburg a. d. Lahn: Gottesdienst im Gedenken an Werner Senger; Das Testament des großzügigen Stifters wird 651 Jahre alt

Pressemeldung vom 31. August 2009, 15:03 Uhr

Limburg a. d. Lahn. Das Bürgerspital, in dem Alte gepflegt und mittellose Kranke stationär aufgenommen werden konnten, bestand schon ca. 50 Jahre in der Brückenvorstadt an der Westerwaldstraße nah am Brückenturm, als der reiche Limburger Bürger und Schöffe Werner Senger in seinem Testament vom 20.09.1358 den größten Teil seines stattlichen Vermögens „dem Spital der Armen, so über der Brücke gelegen ist“ übereignet hat.

Mit diesem Vermächtnis aus beträchtlichem Grundbesitz und mehreren Höfen in umliegenden Gemeinden erweitert Werner Senger auch den Aufgabenbereich des Spitals: Es sollen nicht nur Arme und Kranke versorgt werden, das Stiftungskapital soll auch der Beherbergung von Pilgern dienen.

Gut 200 Jahre später konnte das Spital aus der Brückenvorstadt in die heutigen Gebäude der Annakirche und des Brüderhauses umziehen, was offensichtlich ein großer Vorteil war, da das Hospital jenseits der Lahn nicht günstig gelegen und bei Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Die heute Bürgerhospitalfonds genannte Stiftung wird nach dem Willen Werner Sengers durch die Stadt verwaltet. Das Testament verlangt ausdrücklich, dass die Stadt durch ihre Beauftragten die testamentskonforme Verwendung der Stiftungsmittel gewährleisten und verwalten sollen.

Bürgermeister Richard würde sich freuen, wenn möglichst viele Limburgerinnen und Limburger durch die Teilnahme am Gottesdienst, der am Freitag, den 11. September 2009, um 18:30 Uhr in der Anna-Kirche stattfindet, ihre Wertschätzung für diesen bedeutenden Limburger zum Ausdruck bringen.
Sinnvolles Tun, mitmenschliches Handeln, vielleicht schafft der Gottesdienst Zeit und Muße, über die eigene Position im gesellschaftlichen Getriebe nachzudenken.

Die Liturgie übernehmen Dompfarrer Dr. Wolfgang Pax und Pfarrer Thomas Eberl, an der Orgel spielt Herr Kantor Harald Opitz.

Quelle: Stadt Limburg a.d. Lahn – Pressestelle

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