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Main-Taunus-Kreis: „Die Herausforderung gemeinsam meistern“

Pressemeldung vom 2. Februar 2015, 08:20 Uhr

Neue Aufnahmezahlen für Asylbewerber im MTK – Baron appelliert an Kommunen

Vor dem Hintergrund neuer Asylbewerberzahlen hat der Main-Taunus-Kreis die Kommunen dringend aufgerufen, weitere Plätze für die Unterbringung von Flüchtlingen bereitzustellen. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron mitteilt, legt das Land ab sofort die Aufnahmezahlen nicht mehr halb-, sondern vierteljährlich fest. Demzufolge muss der Kreis im ersten Vierteljahr 2015 insgesamt 238 Personen unterbringen. Das Land hat zwar den Ausländeranteil im Kreis berücksichtigt und die Quote von 4 auf 3,86 Prozent gesenkt – „trotzdem ist der Druck auf uns ungeheuer groß, und alle Kommunen müssen mit uns an einem Strang ziehen, um diese Herausforderung gemeinsam zu meistern“, so Baron.

Derzeit verfügt der Kreis den Angaben zufolge über 877 Plätze für Asylbewerber, von denen 799 belegt sind. Rein rechnerisch stünden damit zwar 78 Plätze zur Verfügung, so Baron. Tatsächlich aber könne in den Unterkünften nicht jeder Platz besetzt werden, weil der Kreis bei der Belegung auf bestimmte Umstände Rücksicht nehmen müsse – etwa auf Geschlecht, Volkszugehörigkeit, Religion oder Familienstruktur.

Gleichzeitig lebten in den Unterkünften noch 118 Personen, die bereits als Flüchtlinge anerkannt seien und ausziehen sollten: „Sie nehmen denjenigen den Platz weg, die noch nicht anerkannt sind und wegen gesetzlicher Bestimmungen in diesen Quartieren untergebracht werden müssen.“ Der Kreis werde verstärkt mit kommunalen Wohnungsämtern zusammenarbeiten, um erschwingliche Unterkünfte zu finden.

Wie Baron auf Basis der Zuweisungszahlen für das erste Quartal hochrechnet, muss der Kreis im laufenden Jahr insgesamt rund 1000 Asylbewerber aufnehmen, also rund doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. „Die Personenzahl, die wir 2014 in einem Halbjahr aufnehmen mussten, wird jetzt bereits im ersten Vierteljahr erreicht sein“, so Baron. Aber all dies seien nur Schätzungen: „Die Zuweisungen können sich jederzeit erhöhen – je nachdem wie sich die weltpolitische Lage und die Flüchtlingsströme entwickeln.“

Daher sei der der MTK dankbar für jede geeignete Möglichkeit, Asylbewerber unterzubringen: „Wir setzen auf die Unterstützung der Städte und Gemeinden, diese Verantwortung mit wahrzunehmen, aber auch auf Angebote von Privatleuten.“ Wer eine Immobilie anbieten möchte, wendet sich an das Amt für Arbeit und Soziales (Tel. 06192/201-1322, E-Mail: integration@mtk.org).

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

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