Energiewechsel

Main-Taunus-Kreis: „Eine Portion Misstrauen kann da nicht schaden“

Pressemeldung vom 17. November 2016, 13:12 Uhr

Landrat Michael Cyriax begrüßt Sicherheitsberater für Senioren

Im Main-Taunus-Kreis gibt es nun knapp 100 Sicherheitsberater für Senioren. 24 von ihnen haben im Landratsamt ihr Zertifikat erhalten. „Viel zu oft lesen wir von Fällen in der Zeitung, bei denen ältere Leute mit Trickbetrügern konfrontiert wurden. Hier setzen die Sicherheitsberater an“, so Landrat Michael Cyriax. „Wir wollen den Menschen keine Angst machen, sie jedoch für Gaunereien wie den ‚Enkeltrick‘ sensibilisieren. Eine Portion Misstrauen kann da nicht schaden.“

Die ehrenamtlichen Berater sind in Hofheim, Sulzbach und Eschborn zwei Tage lang von der Polizei geschult worden. Im Anschluss erhielten sie einen Ausweis und Informationsmaterial. In den Kommunen laden sie zum Beispiel zu Informationsveranstaltungen ein, kommen auf Wunsch aber auch nach Hause, um Senioren zu beraten. Nach Angaben von Peter Nicolay vom Präventionsrat haben alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im MTK die Einwohner angeschrieben, die älter sind als 70 Jahre. Unter anderem wird in dem Brief darauf hingewiesen, dass die Seniorenberatung, die es mittlerweile in jeder Kommune gibt, Kontakt zu den Sicherheitsberatern vermittelt.

„Unangemeldet stehen sie auf keinen Fall vor der Tür“, betont Jürgen Moog vom Präventionsrat. „Und sie rufen auch nicht unaufgefordert an.“ In den vergangenen Tagen hat es vermehrt Anrufe von Leuten gegeben, die sich als Seniorenberater ausgaben, im Grunde aber Versicherungen vermitteln wollten. „Das ist unseriös.“ Die echten Sicherheitsberater für Senioren könne man bei den örtlichen Seniorenberatungen oder Präventionsräten kontaktieren. Auch der Präventionsrat des Kreises gibt Auskunft (Telefon: 06192/ 201-2525 oder 0173/ 6522882, Email: praeventionsrat@mtk.org). Die Berater tragen außer ihrem Personalausweis einen Berater-Ausweis und entsprechende Visitenkarten bei sich.

Besonders weist Polizeidirektor Peter Liebeck auch auf die Fälle von falschen Polizisten hin: Dabei geben sich Betrüger als Polizisten aus und behaupten, das Geld der Opfer in Sicherheit bringen zu wollen. „Polizisten nehmen niemals, unter keinen Umständen, Geld oder Wertgegenstände an sich.“ Oftmals verschafften sich Betrüger auch unter einem Vorwand Zugang zu einer Wohnung, indem sie um ein Glas Wasser oder ein Blatt Papier bäten. „Während sie mit dem gutgläubigen Bewohner in die Küche gehen, kommt ein Komplize durch die angelehnte Wohnungstür.“

Liebeck bittet die Bürger auch ganz allgemein darum, wachsam zu sein. „Wenn eine ältere Dame mit 95 Jahren auf einmal 30.000 Euro von der Bank abhebt, sollte der Bankmitarbeiter sie darauf ansprechen und sie warnen, wenn ihm das komisch vorkommt.“

Quelle: Main-Taunus-Kreis / Pressestelle

Share on Facebook Share on Google+

 Hinweis