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Main-Taunus-Kreis: Kalte Dusche im Dekon-Zelt

Pressemeldung vom 30. Oktober 2012, 12:30 Uhr

Main-Taunus Kreis und Bundeswehr übten Entseuchung im Katastrophenfall

Die Entgiftung von Verletzten haben zivile und militärische Helfer aus dem Main-Taunus-Kreis gemeinsam geübt. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, nahmen an der Übung „Kalte Dusche“ in der Bundeswehrkaserne in Rennerod rund 50 Personen teil, darunter auch aktive Bundeswehrsoldaten. Die Übung wurde vom Kreisverbindungkommando Main-Taunus unter der Leitung von Oberstleutnant Horatio von John organisiert. Trainiert wurde mit speziellen Zelten und Ausrüstung des Main-Taunus-Kreises. Die Soldaten übten das erste Mal mit zivilem Katastrophenschutz-Material. Diesem ersten zivil-militärischen Training sollen weitere gemeinsame Ausbildungsaktivitäten folgen.

In der so genannten Dekon-V-Einrichtung werden Personen dekontaminiert (entgiftet), deren Haut atomar, biologisch oder chemisch verseucht wurde. „V“ steht für Verletzte und generell für Personen, die nicht gehen können. Daher werden Patienten über eine Rollbahn in die Wascheinrichtung gebracht.

Gelagert ist die Ausstattung auf einem Lastwagen, um im Ernstfall sofort an den Einsatzort transportiert werden zu können. Sie wird von einer speziellen Gruppe des Roten Kreuzes aufgebaut, eingerichtet und betrieben. „Damit leistet der Main-Taunus-Kreis gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern einen Beitrag für die Sicherheit der Bürger“, so Cyriax, der auch Rettungsdezernent ist.

An der Übung in der Alsberg-Kaserne nahmen neben Vertretern des Amtes für Brandschutz und Rettungswesen des Main-Taunus Kreises auch zwei Ausbilder der Dekon-V Einheit des Roten Kreuzes aus Bad Soden teil. Sie trainierten die beteiligten Soldaten, die vom ABC-Abwehrregiment 750 aus Bruchsal und dem Lazarettregiment 21 aus Rennerod kamen.

Das Kreisverbindungskommando koordiniert im Katastrophenfall die zivil-militärische Zusammenarbeit zwischen den Behörden des Kreises und der Bundeswehr. Diese Kooperation werde im Main-Taunus-Kreis „besonders aktiv“ praktiziert, so Admiralarzt Dr. Michael Knabe, Kommandeur des Sanitäts-Kommandos in Diez, der die Übung beobachtete. Gemeinsame Rettungsübungen sind im MTK die Regel, ergänzt Oberfeldarzt Dr. Thilo Munk vom Kreisverbindungskommando.

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

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