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Main-Taunus-Kreis: Kürbis statt Krawalle

Pressemeldung vom 30. Oktober 2012, 09:09 Uhr

Kreis und Polizei stellen Konzept gegen Vandalismus an Halloween vor

Mit speziellen Unterrichtseinheiten an den Schulen und vermehrten Polizeistreifen soll Vandalismus an Halloween vorgebeugt werden. Vertreter des Main-Taunus-Kreises, der Polizei, der Präventionsräte und des Staatlichen Schulamts haben ein Konzept erarbeitet: „Halloween feiern – ohne dass es teuer wird“. Das in keltischen Traditionen wurzelnde Fest wird am Mittwoch, 31. Oktober, traditionell mit ausgehöhlten Kürbissen, Süßigkeiten und Horror-Verkleidung gefeiert, war in den vergangenen Jahren aber immer wieder von Vandalismus begleitet. „Als Schulträger will der Kreis einen Beitrag zur Vorbeugung gegen Sachbeschädigungen an Halloween leisten“, so der Schuldezernent, Kreisbeigeordneter Wolfgang Kollmeier. Die Jugendlichen sollten das Fest „mit Kürbis statt Krawall“ feiern.

Traditionell gehen an Halloween Kinder und Jugendliche verkleidet von Tür zu Tür und verlangen mit dem Spruch „Trick or Treat“ (Süßes oder Saures) Süßigkeiten. „Einige Jugendliche haben aber kein Interesse an Süßem und geben gleich Saures“, fasst Polizeidirektor Jürgen Moog zusammen. Mit Thunfisch beschmierte Autos, zerstörte Klingeln, Silvesterböller im Briefkasten – derlei Vorfälle habe es im vergangenen Jahr häufig gegeben.

Besonders verweist Moog auf die Eier, die in fast allen Kommunen gegen Häuser und auf Menschen geworfen worden seien. In manchen Fällen kostete die Beseitigung der Schäden an Hauswänden eine fünfstellige Summe. Hauseigentümer seien dementsprechend verärgert. Moog nennt das Beispiel eines Jugendlichen, der mit 35 Eiern von der Polizei angehalten worden war und behauptet hatte, er brauche diese zum Backen. „Dieser Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt, sondern Sachbeschädigung, die wir als Straftat verfolgen werden“, kündigt Moog an. Daher werde die Polizei an Halloween verstärkt im Main-Taunus-Kreis Streife fahren.

Kollmeier bittet die Schulen darum, das Thema Gewalt in den Tagen vor dem Fest im Unterricht zu besprechen. Nach Angaben des Geschäftsführers des Präventionsrates Main-Taunus, Peter Nicolay, dienen als Grundlage Flyer und Plakate, die an allen Schulen und in den Rathäusern verteilt wurden.

Moogs Informationen bestätigt Bürgermeister Thomas Horn aus Sicht der lokalen Präventionsräte. Auch in Kelkheim habe es Sachbeschädigungen gegeben, daher würden städtische Ordnungspolizisten an Halloween in den Abendstunden verstärkt Streife laufen.

Halloween symbolisiert in der keltischen Tradition den Wechsel von der warmen zur kalten Jahreszeit. Der Name leitet sich ab von „All Hallows Eve“, dem Vorabend von Alllerheiligen. Irische Auswanderer brachten den Brauch nach Amerika, wo er seit Beginn des 20. Jahrhunderts als Volksfest gefeiert wird. Flankiert durch Horrorfilme und Marketingstrategien der Partyindustrie, ist Halloween in den vergangenen Jahrzehnten auch in Deutschland zunehmend populär geworden.

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

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