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Main-Taunus-Kreis: „Mehr Effizienz mit kommunaler Schulverwaltung“

Pressemeldung vom 8. Juni 2011, 14:53 Uhr

Cyriax für Reform: Aufgaben teilweise auf die Kreise verlagern

Als einen „Schritt in die richtige Richtung“ wertet Kreisbeigeordneter Michael Cyriax mögliche Pläne des Landes zur Reform der Schulverwaltung in Hessen. Dem Vernehmen nach sollen die Staatlichen Schulämter in der bisherigen Form teilweise aufgelöst und deren Aufgaben zum Teil auf die Landkreise und kreisfreien Städte übertragen werden. „Wenn die Schulverwaltung auf diese Weise näher an den einzelnen Schulen dran ist, dann steigert das die Effizienz, und es können Synergieeffekte genutzt werden“, fasst Cyriax zusammen. Der Main-Taunus-Kreis biete dem Land an, Bildungslandschaft zu gestalten. Dazu benötigten die Schulen aber Ansprechpartner am Ort und nicht in weiter Entfernung.

Bislang sind die Kommunen für die so genannte äußere Schulverwaltung zuständig, also etwa die Gebäude und die Ausstattung, und die Schulämter für die innere Schulverwaltung, also beispielsweise die Aufsicht über den Schulbetrieb, Zielvorgaben oder die Einstellung der Lehrer. „Dieses Nebeneinander hat oft zu Bürokratie und gegenseitiger Blockade geführt“, kritisiert Cyriax. Wenn zumindest einige Aufgaben der Schulverwaltung in die Kreisverwaltung eingegliedert würden, dann hätten die Schulen einen Ansprechpartner am Ort, und Kräfte könnten in der kommunalen Verwaltung gebündelt werden.

Dies könnte es beispielsweise dem Main-Taunus-Kreis erleichtern, bei seinem umfangreichen Schulbauprogramm „äußere und innere Schulgestalt noch besser aufeinander abzustimmen“. Auch könnten dabei Programme für die Schulen, die Jugendhilfe und die Kinderbetreuung intensiver miteinander verzahnt werden.

Beim Land würden offenbar auch Pläne kursieren, die Zahl der Schulämter zu reduzieren. Bislang sind die Schulen dem Staatlichen Schulamt für den Kreis Groß-Gerau und den Main-Taunus-Kreis in Rüsselsheim angegliedert. Ob diese Behörde in der bisherigen Form bestehen bleibe, sei noch unklar. „Wichtig ist aber, dass bestimmte Aufgaben kommunalisiert und damit näher an die Schulen gebracht werden“, fasst Cyriax zusammen.

Er weist auf Programme hin, die den Schulen bereits größere Verantwortung gegeben hätten. Beim Pilotprojekt „Schule gemeinsam verbessern“ habe der Main-Taunus-Kreis gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt einen Beitrag geleistet, die Qualität an den Schulen zu steigern. Außerdem wurde deren Eigenverantwortung gestärkt, indem ihnen Budgets zur Verfügung stellt wurden, die sie nach eigenem Bedarf verwenden können. Budgetierung sei auch ein Element des Programms „Selbstständige Schule“ des Hessischen Kultusministeriums. In dessen Rahmen wolle das Land den Schulen mehr Eigenverantwortung übertragen. Sie müssen dazu ein Konzept aufstellen, um als „Selbstständige Schule Hessen“ (SES) anerkannt zu werden.

Diese ersten Schritte zu mehr Eigenverantwortung könnten gefördert werden, wenn das Land Aufgaben der Schulämter auf die Kreise übertrage, fasst Cyriax zusammen.

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

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