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Main-Taunus-Kreis: Platz für weitere zehn Flüchtlinge

Pressemeldung vom 4. Februar 2015, 16:35 Uhr

Main-Taunus-Kreis baut Haus in der Schulstraße in Hofheim zu Unterkunft um

In einem Haus in der Hofheimer Schulstraße werden voraussichtlich Ende April zehn Asylbewerber einziehen. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron mitteilt, werde das dem Kreis gehörende Haus Nr. 29 ab der kommenden Woche entsprechend umgebaut. Die Stadt Hofheim sei informiert. Den Anwohnern, dem Ortsbeirat und sonstigen Gremien würden Einzelheiten zu dieser neuen Entwicklung demnächst mitgeteilt. „Der Kreis und die Kreisstadt gehen damit gemeinsam die Herausforderung an, weitere Flüchtlinge unterzubringen“, fasst Baron zusammen.

Hofheim muss den Kreisangaben zufolge im ersten Quartal 234 Asylbewerber aufnehmen. In Quartieren in der Kurhausstraße, der Frankfurter Straße sowie in Hotels und Pensionen sind derzeit 85 Flüchtlinge untergebracht, so dass noch bis Ende März für 149 Personen Plätze gefunden werden müssen. „Das zeigt, wie dringend das Problem und wie groß die Herausforderung ist“, so Baron.

Das Grundstück des Hauses in der Schulstraße und sei ursprünglich als mögliches Erweiterungsgelände für den Hof der benachbarten Grundschule Marxheim vorgesehen gewesen. Einen Teil des Areals habe der Kreis zu diesem Zweck aber bereits gepachtet, sodass das Gebäude anderweitig genutzt werden könne.

Das Gebäude sei sowohl für Einzelpersonen als auch Familien geeignet. Die Lage mitten im Ort erleichtere die Integration der Flüchtlinge; wie andernorts setze der Kreis auch hier auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen, etwa bei der Organisation von Deutschkursen. Es hätten sich bereits Bürger gemeldet, die sich engagieren wollten.

Die Entscheidung für das Haus ist nach Kreisangaben erst in den vergangenen Tagen endgültig gefallen, weil zuvor noch geprüft werden musste, ob sich das Gebäude baulich dafür eignet und eine solche Unterbringung wirtschaftlich wäre. Nach den Untersuchungen seien einige Reparaturen und Sanierungen nötig, die aber kurzfristig erledigt werden könnten. Auch komme dieses Projekt den Kreis günstiger, als eine völlig neue Unterkunft zu bauen. „Wir haben hier eine schnelle Möglichkeit, um eine überschaubare Zahl von zehn Personen angemessen unterzubringen“, fasst Baron zusammen. Ähnlich wie im nahegelegenen früheren Hotel „St. Petersburg“ werde auch hier der Kreis das Gespräch mit den Nachbarn suchen, um für Akzeptanz zu werben.

Wie der Sozialdezernent vorrechnet, muss der Kreis im laufenden Jahr insgesamt rund 1000 Asylbewerber aufnehmen, also rund doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Diese Zahlen aber könnten sich noch erhöhen, je nach Entwicklung der weltpolitischen Lage. Daher sei der der MTK dankbar für jede geeignete Möglichkeit, Asylbewerber unterzubringen: „Wir setzen auf die Unterstützung der Städte und Gemeinden, diese Verantwortung mit wahrzunehmen, aber auch auf Angebote von Privatleuten. „Wer eine Immobilie anbieten möchte, wendet sich an das Amt für Arbeit und Soziales (Tel. 06192/201-1322, E-Mail: integration@mtk.org).

Quelle: Main-Taunus-Kreis – Büro der Kreisorgane

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